Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Türkische Sultana sowie italienische Italia bestimmten die Vermarktung

23. November 2017

Die Verfügbarkeit von Tafeltrauben begrenzte sich, reichte aber im Normalfall aus, um den Bedarf zu decken. Griechische Thompson Seedless verloren etwas an Wichtigkeit und die italienischen Abladungen verminderten sich generell. Frankreich und Spanien behielten den ergänzenden Status der vergangenen Wochen bei.

Bildquelle: Shutterstock.com Trauben
Bildquelle: Shutterstock.com

Da sich die Bereitstellung verringerte, das Interesse jedoch weiterhin kontinuierlich war, zogen mancherorts die Notierungen an. Speziell dunkelschalige Früchte verteuerten sich. Aus Übersee traten mit Sugraone und Red Globe die ersten peruanischen Chargen auf; sie gesellten sich zu den schon etablierten Thompson Seedless und Crimson Seedless aus Brasilien. In München begannen infolge der verstärkten Anlieferungen in diesem Segment die Bewertungen leicht abzubröckeln.

Äpfel
Im mit vielen verschiedenen Varietäten bestückten Sortiment spielte Deutschland mit Elstar, Jonagold und Boskoop die Hauptrolle. Erste Gloster rundeten in Frankfurt das Geschehen ab. Italien schickte insbesondere Granny Smith und Golden Delicious. Aus Frankreich kamen vorrangig Granny Smith und Jazz. Niederländische Boskoop und Cox Orange sowie belgische Jonagold komplettierten den Handel ebenso wie kroatische Braeburn und Golden Delicious, die in Frankfurt auftauchten und relativ günstig waren. Die bisherigen recht hohen Forderungen konnten bestätigt werden, da sich die Versorgung insgesamt einschränkte. Die Nachfrage steigerte sich vor allem in Hamburg, wo sich mit dem Start des Volkfestes Hamburger Dom rotbackige Offerten flott veräußern ließen. In Berlin trafen italienische Red Delicious ein; die sogenannten Weihnachtsäpfel wurden in 20-kg-Kartons mit 198 Stück zu 1,- € je kg abgewickelt.

Orangen
Spanien herrschte augenscheinlich vor und verstärkte seine Abladungen. Mit Simbabwe, Südafrika, Uruguay und Italien waren zwar noch einige andere Länder an der Vermarktung beteiligt, sie hatten aber allesamt nur komplettierenden Charakter. Spanische Navelina wurden zunehmend in 10-kg-Gebinden abgewickelt. Infolge der niedrigeren Temperaturen und der Verbesserung der organoleptischen Eigenschaften der Früchte beschleunigte sich der Umschlag. Zudem verminderten die Vertreiber mancherorts ihre bisherigen Aufrufe. Chargen mit konditionellen Schwächen, wie sie in Hamburg beispielsweise zu finden waren, wurden selbst mit Vergünstigungen kaum untergebracht. In Köln kletterten die Notierungen aufwärts, da sich der Bedarf erweitert hatte. 

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Dank des Herbstwetters intensivierte sich der Zuspruch nach den spanischen, italienischen und türkischen Partien. Die Qualität und damit verbunden die Preisspanne waren breitgefächert: Neben vorzüglich ausgefärbten und wohlschmeckenden Offerten gab es auch solche mit Haltbarkeitsproblemen, die trotz gewährter Verbilligungen bloß schwerlich geräumt wurden. Das Interesse konnte gestillt werden, obwohl sich die Abladungen nicht ausgedehnt hatten. Ab und an ließen sich leichte Verteuerungen durchsetzen. 2,3-kg-Kleinsteigen waren in Köln bei den Straßenhändlern beliebt, in Frankfurt hingegen griffen die Kunden nicht so gerne darauf zurück.

Zitronen
Spanische Primofiori dominierten vor türkischen Interdonato. Italienische Anlieferungen rundeten die Warenpalette ab. Die Bereitstellung harmonierte mit der Nachfrage, die sich mancherorts ein wenig verstärkt hatte. Hier und da konnten demzufolge die bisherigen Bewertungen angehoben werden, sofern die Güte überzeugte.

Bananen
In der Regel orientierte sich die Versorgung an den Unterbringungsmöglichkeiten. Diese hatten sich punktuell erweitert, sodass sich der Absatz erhöhte. In München tendierten daraufhin die Forderungen für die Erstmarke aufwärts. In Frankfurt, wo einige Drittmarken angeboten wurden, begrenzte sich das Interesse etwas, was aber keine Auswirkungen auf die Notierungen hatte. Auch auf den übrigen Plätzen veränderten sich diese nicht wesentlich. In Berlin dehnte sich das Sortiment aus, man wickelte etliche Zweitmarken ab, was sich indes nicht auf die Kurse niederschlug.

Blumenkohl
Obwohl die Verfügbarkeit der einheimischen Partien augenscheinlich abnahm, beherrschten sie kontinuierlich den Markt. Die Präsenz der französischen und italienischen Offerten wuchs an. Der Umfang der belgischen Zugänge variierte kaum. Die Nachfrage zeigte sich eher von ihrer unaufgeregten Seite, schleppte sich tageweise manchmal nur so dahin. Die Bewertungen konnten jedoch vielfach stabil gehalten werden. Bloß sehr selten brachen sie sukzessive ein. Hier und da etablierten sich zu ganz unterschiedlichen Zeiten leichte Verteuerungen. Das galt vor allem für die inländischen und die französischen Zuflüsse.

Salat
Der Vertrieb von Eissalat basierte hauptsächlich auf den spanischen Zufuhren. Deutschland und die Niederlande spielten lediglich in Berlin eine kleine Rolle. Die Notierungen tendierten überwiegend abwärts, zogen unterdessen gerade in Berlin an. Punktuell schwankten sie ziemlich stark, sodass die 10er-Steige aus Spanien schon ab 2,50 € umgeschlagen wurde. Bei Kopfsalat kamen die Mengen dominierend aus Belgien, die aus dem Inland hatten sich verringert. Einzig in München waren italienische Importe wichtig. Das Interesse verminderte sich für gewöhnlich. Das wirkte sich auf die Kurse aus, die teils noch auf einem konstanten Niveau verharrten, teils sich nach unten bewegten. Bei den Bunten Salaten näherte sich die inländische Kampagne ihrem Ende. Bereitstellung und Qualität flauten ab. Die Relevanz italienischer Chargen dehnte sich aus; sie liefen in jeglicher Hinsicht den einheimischen den Rang ab. Zu Beginn taten die Kunden sich etwas schwer damit, bald griffen sie beherzter zu. Französische Abpackungen tauchten ebenso auf. Man verzeichnete meist volatile Preise. Bei Endivien aus Deutschland schwächelte die Güte. Das rückte die italienische und französische Konkurrenz ins Zentrum des Geschehens, wenngleich die Käufer dafür mehr bezahlen mussten. Römischer Salat initiierte in Frankfurt dank seiner optimalen Merkmale ein glattes Geschäft. Die Abgabe von Feldsalat stagnierte weiterhin. Die 2-kg-Kiste veräußerte man ab 6,- €. Ab und an wurde er aufgrund der monopolartigen Abladungen aus dem Inland höher aufgerufen als bisher.

Gurken
Die Anlieferungen von Schlangengurken aus Spanien verdichteten sich, nicht in dem Maße wie die niederländischen und belgischen Zuflüsse schrumpften. Die Versorgung war also eher begrenzt. In der Folge stiegen die Forderungen der Anbieter oftmals sprunghaft an mit extremen Anhebungen von bis zu 25 %. Und das Schöne: Die Vermarktung geriet dadurch nicht augenscheinlich ins Straucheln. Obwohl man dabei sagen muss, dass sie sowieso nicht besonders intensiv ausgefallen war. Minigurken trafen in nahezu identischem Umfang aus den Niederlanden und der Türkei ein. Die Bedeutung der spanischen Partien vergrößerte sich währenddem. Die Bewertungen der türkischen Erzeugnisse unterlagen in der Regel keinen gravierenden Veränderungen, die der niederländischen Produkte drifteten prinzipiell nach oben.

Tomaten
Die spanischen Zufuhren hatten sich ausgedehnt und damit insgesamt gesehen die niederländischen überholt, deren Präsenz sich verringerte. Auch die Verfügbarkeit belgischer Chargen schränkte sich ein. Die Importe aus Marokko wuchsen an. Deutschland spielte kaum noch eine Rolle. Das Sortiment war reichlich ausgestattet. Das Interesse bewegte sich auf einem unaufgeregten Niveau. Das nasskalte Wetter brachte eine zusätzliche Entschleunigung der Räumung. Bei Rispentomaten und Runden Tomaten konnten sich die Preise zu Beginn der KW manchmal auf ihrem bisherigen Level halten. Vielfach und spätestens ab Mittwoch sanken sie jedoch stufenartig ab. Lose 6-kg-Abpackungen veräußerte man ab 5,- €. Das war nicht zuletzt dem Konkurrenzkampf zuzuschreiben, der lokal überdies durch eine ansprechende Qualität aus Albanien verschärft wurde. Marokkanische, niederländische und spanische Fleischtomaten komplettierten mit marginaler Relevanz die dominierenden Früchte aus Belgien. Ihre Notierungen zogen für gewöhnlich an. Im Sektor der Kirschtomaten überwogen die italienischen Mengen. Dazu gelangten niederländische und in einem leicht progressiven Rahmen spanische Volumina auf den Platz. Die Aufrufe der Verkäufer variierten normalerweise so gut wie gar nicht, tendierten hier und da aber erkennbar nach unten, seltener sogar nach oben. Generell waren bei der Findung der Handelskonditionen für alle Warengruppen Ausfärbung und Festigkeit die wichtigsten ausschlaggebenden Parameter.

Zwiebeln
Wie gewohnt stammten Gemüsezwiebeln alleinig aus Spanien. Ihre Verfügbarkeit korrelierte in der Regel genügend mit dem Bedarf. Folglich blieben die bisherigen Notierungen meistens unverändert. Verschiedentlich bewegten sie sich ein wenig nach oben. Das tat der Abnahme aber keinen Abbruch. Bei Haushaltsware beherrschte Deutschland den Absatz. Örtlich tauchten österreichische und niederländische Chargen auf. Die vorrätigen Mengen passten zu den eher unaufgeregten Unterbringungsmöglichkeiten. Das bildete den Grund für die kontinuierlich konstanten Aufrufe der Verkäufer. Dabei veräußerten sie Partien aus dem Inland jedoch schon ab 6,50 € je 25-kg-Sack. 
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Letzte deutsche Himbeeren aus dem geschützten Anbau wurden zu 3,50 € je 200-g-Schale flott aufgenommen. Türkische blaue Feigen vermarktete man zu Preisen von 12,- € je 12 bis 16 Stück. Die italienische Kampagne von Radieschen und Kohlrabi startete am Montag. Ägypten lieferte Lauchzwiebeln. Albanien lud Stangenbohnen in 4-kg-Kartons und weiße Zucchini in 5-kg-Gebinden ab. Spanische und italienische grüne Zucchini verteuerten sich sukzessive, auch wenn mittlerweile marokkanische Ergänzungen bereitstanden. Weißen niederländischen Knoblauch schlug man zu 5,- € je 5-kg-Karton um. Die Kurse von Lauch kletterten im Vergleich zur 45. KW um 1/3 aufwärts. Grünkohl wurde inzwischen in 1-kgBeuteln angeboten.
Hamburg
Erste Grapefruits aus Florida kosteten 26,- € je 15-kg-Karton mit 56 Stück. Kirschen aus Chile in der Größe 28 mm+ werden für die 47. KW erwartet. Für Buschbohnen aus Ägypten sollte man 12,- € je 4-kgKollo zahlen.
Köln
Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren und Johannisbeeren waren nur noch standweise verfügbar. Der Handel mit Walnüssen verlief relativ ruhig. Als nicht wesentlich besser musste man die Aufnahme von Rosenkohl und marokkanischen Bohnen bezeichnen. Für bestimmte Käuferkreise, vor allem aus der Gastronomie, waren Kräuterseitlinge zumindest zum Wochenende hin interessant. Spanischer Brokkoli, italienischer Spinat und erste ägyptische Lauchzwiebeln rundeten das Sortiment ab.
München
Zum südafrikanischen Angebot an Pfirsichen und Nektarinen gesellten sich ab Mittwoch erste gelbschalige Nectarcot. Italienische Frischfeigen standen vor dem Saisonabschluss, brasilianische Abladungen füllten langsam die Lücke. Die Notierungen für knappe brasilianische Limetten blieben fest. Belgische Erdbeeren generierten weniger Beachtung, da die Vorgaben seitens der Versender die Nachfrage spürbar hemmten. Belgischer Chicorée kostete so viel wie zuvor. Die Preise für Zucchini und Auberginen wurden angehoben. Bundzwiebeln führte man verstärkt aus Italien und ergänzend aus Ägypten zu. Kleinstmengen an Steinpilzen waren teuer.
Berlin
Erste Heidelbeeren aus Marokko trafen ein und wurden zu 1,70 € je 125-g-Schale gehandelt. Erdbeeren konnten trotz durchaus ansprechender Optik und überzeugenden Geschmacks aufgrund hoher Forderungen nicht flüssig untergebracht werden.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 46 / 17
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Veröffentlichungsdatum: 23.11.2017

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin