Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Tschechische Republik: Gemüsepreise gehen durch die Decke

09. Mai 2019

Die Preise von einigem Gemüse, insbesondere Tomaten, steigen in der Tschechischen Republik infolge eines bedeutenden Produktionsrückgangs enorm an. Die Verbraucher zahlen fast 25% mehr für Gemüse (einschließlich Salat, Erbsen, Gurken, usw.) und über 67% mehr für Kartoffeln.

Bildquelle: Shutterstock.com Gemuese
Bildquelle: Shutterstock.com

Einem Bericht des Auslandslandwirtschaftsdienstes (FAS) des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) zufolge sind die heißen und trockenen Wetterbedingungen die Hauptgründe für diese Produktionsabnahme. Im Augenblick sind einige importierte Tropenfrüchte billiger als lokal erzeugte Kartoffeln.

Der Produktionsrückgang beträgt 18% gegenüber der Ernte von letztem Jahr. Dem Tschechischen Amt für Statistik zufolge erreichte die Gesamternte von Gemüse (ausgenommen Kartoffeln) 2017 241.692 Tonnen auf einer Fläche von 10.237 ha, während die Erzeuger 2018 nur 198.863 Tonnen Gemüse von einer etwas größeren Fläche von 10.404 ha ernteten. Kartoffeln, ein Grundnahrungsmittel in der Tschechischen Republik, folgten dem gleichen Trend. 2017 belief sich die Ernte auf 583.560 Tonnen, was 105.410 Tonnen (15,3%) weniger als 2017 sind.

Außer Gemüse sind die größten Ertragsabnahmen bei Salat (49,5%), grünen Erbsen (35,3%), Einlegegurken (34,6%) und Kohl (24%) zu sehen. Zwiebeln haben 11% abgenommen.

Der tschechische Gemüsesektor würde sich über mehr Unterstützung und Investitionen freuen, die Lagerkapazitäten für Gemüse sind ungenügend, Bewässerung wird infolge der Klimaänderung nun auf viel mehr Flächen benötigt und Gewächshäuser sind kostenintensiv.

Quelle: USDA FAS GAIN reports
 

Veröffentlichungsdatum: 09.05.2019

Schlagwörter

Tschechische Republik, gemüse, Preise