Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Trockenheit und Hitze dominierten 2015 das Schweizer Gemüse

03. Februar 2016

Das Jahr 2015 wird den Schweizer Gemüseproduzenten als Hitzejahr in Erinnerung bleiben. Der heisse Sommer bedeutete einen Mehraufwand insbesondere beim Bewässern des Gemüses. In den Gewächshäusern konnten die Produzenten Tomaten und Gurken teilweise in sehr grossen Mengen ernten – zum Glück stieg auch die Nachfrage nach den beliebten Sommergemüsen. Der milde Herbst war für die Karotten gut und auch andere Gemüsesorten gediehen bei der Wärme länger als im Vorjahr.

Bildquelle: Shutterstock. Karotten Baby
Bildquelle: Shutterstock.
 
Dank dem milden Frühling glückte ein guter Start in die Gemüsesaison 2015. Bereits im Mai gab es jedoch Überschwemmungen in der Westschweiz. Der heisse und trockene Sommer des letzten Jahres bedeutete für die Freilandproduktion dann einen grossen Mehraufwand in der Pflege des Gemüses: Es musste sehr viel bewässert werden, was auch höhere Produktionskosten mit sich zog. Die Mengen konnten dank dem grossen Aufwand gehalten werden, trotzdem gab es einige wenige Engpässe. Bei den Gewächshausgemüsen Tomaten, Gurken, Peperoni und Aubergine waren die Erträge teilweise für kurze Zeit sehr hoch im Vergleich mit den Vorjahren. Und dank des guten Wetters war auch die Nachfrage nach kühlendem Sommergemüse oder Grillgemüse entsprechend.

Salate bis im Dezember aus Schweizer Produktion

Dank schönem Herbstwetter konnten die Gemüseproduzenten noch im November Salate wie Kopfsalat, Eichblatt und Lattich ernten. Der milde Wintereinstieg begünstigte das Wachstum weiter, insbesondere beim Nüsslisalat. Hingegen vermochte beim Lagergemüse der milde Winter die Erntemengen von Kabis, Knollensellerie und Zwiebeln nicht mehr erhöhen. Nur die Karotten konnten vom milden Herbst profitieren: dank der späten Ernte konnten hier grössere Mengen eingelagert werden.

Beim Verarbeitungsgemüse (Erbsen, Spinat, Bohnen) gab es regional grosse Unterschiede: Die anhaltende Hitze hat den Verarbeitungsgemüsekulturen in der Region Bern und Aargau stark zugesetzt. Hingegen wurden im St. Galler Rheintal überdurchschnittliche Erträge erzielt. Die Nachfrage nach Schweizer Erbsen nimmt stetig zu.

Momentan werden die Felder und Gewächshäuser für die neue Saison vorbereitet. Die kalten Tage und der Schnee der letzten Wochen waren eine willkommene Erholung für die Natur. Nun hoffen die Gemüseproduzenten auf eine gute Gemüsesaison, welche Ende April mit frischem, knackigem Gemüse startet.


Quelle: VSGP

Veröffentlichungsdatum: 03.02.2016

Schlagwörter

Trockenheit, Hitze, Schweiz, gemüse, Statistik