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Trauben: Eine breitgefächerte und reichhaltige Warenpalette wartete auf die Kunden

17. Oktober 2019

Allen voran gab es türkische Sultana und griechische Thompson Seedless. Italien schickte vorrangig Italia, Crimson Seedless und Michele Palieri. Die Präsenz von türkischen und griechischen Crimson Seedless intensivierte sich. Die Saison von teuren Alphonse Lavallée und Muscat de Hambourg aus Frankreich bog auf ihre Zielgerade ein und organoleptische Mängel traten etwas öfter auf. Dennoch wurden die festen Forderungen vielfach bestätigt.

Bildquelle: Shutterstock.com Trauben
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Türkische Sultana bot man in 5-, 7-, und 9-kg-Aufmachungen an; sie konnten in Frankfurt dank ihrer exklusiven Güte recht flott geräumt werden. Crimson Seedless gleicher Herkunft waren manchmal zu kleinbeerig und ihr Umschlag verlief daher nicht so schnell.

Die Abwicklung von griechischen Thompson Seedless verlief unterschiedlich: In Hamburg mussten die Vertreiber ihre Aufrufe auf bis zu 0,75 € je kg senken. In München etablierte sich für sie eine weite Preisspanne, was auf einer uneinheitlichen Qualität beruhte. Die italienischen Partien waren in einem ziemlich üppigen Rahmen verfügbar. Die Notierungen bröckelten demzufolge ab; zudem fiel das Interesse zu gering aus. Mit dem Eintreffen erster peruanischen Sweet Globe begann in Frankfurt die Kampagne für die Importe aus Übersee: Sie kosteten 20,- € je 4,5-kg-Karton. In Hamburg wird mit dem Auftauchen erster brasilianischer kernloser Artikel in der 43. KW gerechnet.

Äpfel
Deutschland dominierte augenscheinlich mit Elstar, Jonagold, Boskoop und Tenroy die Szenerie. Erste inländische Kanzi, Cripps Pink und Gloster trafen ein. Aus Italien kamen hauptsächlich Royal Gala, Granny Smith und Golden Delicious. Frankreich beteiligte sich vorrangig mit Granny Smith an der Vermarktung. Santana und Wellant aus den Niederlanden rundeten die Geschäfte ebenso ab wie Golden Delicious aus Polen und Elstar aus Frankreich. Örtlich hatten sich die Unterbringungsmöglichkeiten reduziert, da die Ferien den Kundenzuspruch schmälerten. Manchmal beschleunigte sich aber auch infolge des kühleren Herbstwetters die Abwicklung. Verteuerungen waren daher genauso zu beobachten wie Verbilligungen. Die Importe aus Neuseeland und Chile verabschiedeten sich fast völlig aus dem Geschehen. Neuseeländische Pink Lady wurden beispielsweise in Berlin zu 2,- € je kg verkauft.

Birnen
Italien herrschte mit Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ vor. Deutsche Alexander Lucas und Conference gewannen, Gute Luise verloren an Wichtigkeit. Aus den Niederlanden flossen in einem verstärkten Umfang Gute Luise und Conference zu. Belgische Durondeau kosteten in Berlin 1,25 € je kg. Türkische Santa Maria ergänzten das Angebot. Generell konnte die Nachfrage ohne Schwierigkeiten befriedigt werden. Die Händler passten ihre Bereitstellung meist an den Bedarf an. Somit waren preisliche Veränderungen nur sehr selten zu erkennen. Punktuell verteuerten sich Santa Maria aus der Türkei und Italien. In München häuften sich zwar die Früchte mit konditionellen Schwächen, dies wirkte sich aber nicht grundsätzlich auf die Bewertungen aus.

Zitronen
Wegen ihrer überzeugenden Güte gewannen Primofiori aus Spanien und Enterdonato aus der Türkei rasch Marktanteile. In Frankfurt verlangten die Händler für die spanische Ware 23,- bis 25,- € je 15-kg-Holzkiste und in Hamburg forderte man 21,- bis 24,- € je 15 kg. Aufgrund der verdichteten Abladungen aus Spanien und der Türkei verloren die Produkte aus Südafrika und Argentinien ab und zu an Bedeutung. Die Notierungen wiesen keinen klaren Trend auf: Meist verharrten sie auf bisherigem Level, gelegentlich kletterten sie auch aufwärts.

Bananen
Die Nachfrage zeigte sich eher von ihrer unaufgeregten Seite. Manchmal blieb sie anfangs hinter den Erwartungen zurück und bekam erst zum Wochenende hin etwas mehr Schwung. Häufig korrelierten die aus den Reifereien zugehenden Mengen hinlänglich mit den Unterbringungsmöglichkeiten. In der Folge konnten die Vertreiber ihre Forderungen oftmals auf einem konstanten Niveau fixieren. Örtlich hatte man vorsichtshalber die Bewertungen fast im gesamten Sortiment ein wenig reduziert, um ein Stocken des Abverkaufs zu verhindern. Lokal vergünstigten sich im Drittmarkenbereich die Chargen aus Panama und Kolumbien, während sich die Zufuhren aus Costa Rica gleichzeitig verteuerten. Punktuell durchkreuzten Aktionen des LEH‘s ungeachtet eines guten Zugriffs das Etablieren höherer Notierungen am Platz.

Blumenkohl
Die Märkte waren mit den überwiegenden inländischen Partien augenscheinlich genügend versorgt. Belgien und Polen ergänzten das Geschehen mit geringen, die Niederlande mit spärlichen Zuflüssen. Das Interesse wurde ohne Schwierigkeiten gestillt. Meist war es für die Verfügbarkeit zu schwach, sodass sich Vergünstigungen etablierten. Verschiedentlich senkten die Händler ihre Preise schon am Montag, ab und zu aber auch erst ab Mittwoch. Die Verbilligungen beschleunigten anschließend die Abwicklung.

Gurken
Spanische Schlangengurken herrschten inzwischen vor. Niederländische, belgische und einheimische Produkte verloren insgesamt an Wichtigkeit und waren punktuell nicht mehr vor Ort. In München und Berlin gab es günstige griechische Artikel, die durchaus auf Interesse stießen. Die oftmals folierten spanischen Chargen wiesen eine verminderte Haltbarkeit auf. Die Kunden griffen also eher in einem spärlichen Umfang zu. Die Bewertungen der mitteleuropäischen Offerten tendierten nach oben, was auf den eingeschränkten Zuflüssen basierte. Minigurken stammten aus den Niederlanden und Deutschland. Erste spanische Zuströme trafen in Frankfurt und Hamburg ein. Die Güte überzeugte nicht immer. Trotzdem zeigten die Notierungen einen aufwärts gerichteten Trend.

Gemüsepaprika
Die Anlieferungen aus Spanien verdichteten sich augenscheinlich; sie bildeten zusammen mit den niederländischen Abladungen das Fundament des Sortimentes. Belgien, Polen und das Inland spielten, dem Saisonstand entsprechend, bloß eine komplettierende Rolle. Die Türkei schickte lediglich grüne und rote Offerten, gelbe fehlten völlig. In Frankfurt trafen am Freitag erste marokkanische rote und grüne Kultivare auf. Obwohl sich die spanischen Zuströme verstärkten, tendierten die Preise nicht immer abwärts. Ab und an zogen sie infolge begrenzter Mengen sogar nach oben. Dennoch waren auf manchen Plätzen auch Vergünstigungen auszumachen. In Berlin gab es bei den mitteleuropäischen Chargen aufgrund divergierender Güte eine breite Preisspanne: Klasse-II-Produkte wurden etwa schon zu 3,- € je 5-kg-Karton veräußert. Aus Marokko kamen erste Sendungen mit roten und grünen Kultivaren.


Weitere Informationen
Frankfurt
Sonderangebote von Ananas aus Costa Rica wurden zu 6,- € je 8 Stück schnell aufgenommen. Standardpartien kosteten 9,- bis 10 € je 8 Stück. Die Kampagne von türkischen Satsumas startete am Montag mit dem Größencode 1/2. Markenware an spanischen Clementinen, Oronules, wurden trotz Forderungen von 2,30 bis 2,40 € je kg gerne gekauft. Die Unterbringung von 2,5-kg-Kleinsteigen begann am Freitag. Die Präsenz von Kakis dehnte sich aus, wobei die Ausfärbung nicht gänzlich überzeugte. Bei den grünen Zucchini waren Spanien und Italien Marktführer. Niederländischer Rosenkohl wurde freundlicher nachgefragt und verteuerte sich leicht. Für geputzte belgische Artikel mussten 11,- bis 12,- € je 4-kg-Steige bezahlt werden. Die Bewertungen von erstem deutschem Grünkohl lagen zwischen 5,- und 7,- € je 4-kg-Kiste. Die Verfügbarkeit von Pfifferlingen verminderte sich und die Preise kletterten auf 22,- € je kg. Auch für Steinpilze konnten die Händler ihre Aufrufe auf maximal 22,- € je kg anheben.
Hamburg
Kakis, Sharonfrüchte und Mangos aus Spanien verbilligten sich ebenso wie Granatäpfel. Massive Anlieferungen von brasilianischen Melonen stießen auf einen unzureichenden Bedarf. Erster einheimischer Grünkohl kostete 1,80 € je kg. Der wachsende Einfluss günstiger Auberginen vom spanischen Festland verminderte die Preise der türkischen und niederländischen Produkte.
Köln
Quitten aus dem Inland wurden immerhin vorm Wochenende gelegentlich nachgefragt. Neben den dominierenden neuseeländischen Kiwis sichtete man in geringem Umfang erste italienische Partien. Schon in größeren Mengen angeboten, generierten Walnüsse und Maronen kaum Beachtung. Neu eingetroffener einheimischer Grünkohl interessierte wenig. Gleiches galt für deutsche Buschbohnen und Stangenbohnen, welche bereits in einem spärlichen Rahmen von marokkanischen Importen flankiert wurden.
München
Bei Melonen war der Übergang zur Überseesaison zu erkennen. Die rasch zunehmenden Abladungen von Kakis aus Italien und Spanien führten zu spürbaren Verbilligungen. Der Bedarf an neuerntigen Kleinfruchtigen Zitrusfrüchten aus Spanien, der Türkei und Italien blieb verhalten, zumal die Produkte oftmals ein säurebetontes Aroma vorwiesen. Europäische Kiwis wurden aufgrund ihres unzureichenden Reifegrades noch sehr behutsam disponiert. Chicorée und Brokkoli vergünstigten sich. Spanische Zucchini erweiterten ihre Präsenz und ersetzten somit die rückläufigen Anlieferungen aus dem Inland. Spanien schickte unter anderem Minze, Dill und Koriander. Pfifferlinge waren knapp und wurden mit festeren Preisen umgeschlagen. Die Notierungen von Steinpilzen sanken indes leicht ab.
Berlin
Die Verfügbarkeit von einheimischen und niederländischen Erdbeeren schränkte sich deutlich ein. Auch die Nachfrage begrenzte sich. Eine uneinheitliche Qualität sorgte für eine breite Preisspanne. Erste spanische Clementinen mit Blatt gab es nur in einem spärlichen Rahmen und sie überzeugten in organoleptischer Hinsicht nicht. Geschmacklich ansprechende Mandarinen aus Südafrika räumten zu 18,- bis 22,- € je 10-kg-Aufmachung recht zügig.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 41 / 19
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Veröffentlichungsdatum: 17.10.2019

Schlagwörter

Trauben, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin