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Thüringen: Nachfrage am Kartoffelmarkt bleibt nach wie vor verhalten

09. Mai 2018

Im Vergleich zur Vorwoche haben sich die Erzeugerpreise für heimische Lagerware nicht verändert. Das Angebot an hiesiger Speiseware ist weiterhin gut ausreichend.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
Bildquelle: Shutterstock.com

Die Preise für ägyptische Frühkartoffeln sind gefallen. Derzeit müssen zwischen 40 und 42 EUR/dt gezahlt werden. Noch wird aber überwiegend deutsche Speiseware abgepackt. Das Pflanzen der Kartoffeln geht, hier und da von Regenschauern unterbrochen, zügig voran. Die Schälkartoffelpreise verharren auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 18. KW 2018" des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Mecklenburg-Vorpommern
In einigen Regionen ist das Auspflanzen der Kartoffeln bereits beendet. Regenfälle hatten die Pflanzarbeiten in den vergangenen Tagen unterbrochen. Die Erzeugerpreise für heimische Lagerware sind weiter stabil. Alterntige Speiseware in guter Qualität macht auch in dieser Woche bei den Abpackern den überwiegenden Teil des Umsatzes aus. Der Anteil ägyptischer Frühkartoffeln an der Verkaufsmenge ist noch kleiner als 10 %. Die Preise für ägyptische Frühkartoffeln sind deutlich zurückgegangen. Sie liegen zwischen 40 und 42 EUR/dt. Werbeaktionen in den Handelsketten haben in der vergangenen Woche den Absatz in den Discountern angekurbelt. Die Schälkartoffelpreise verharren fest auf dem Niveau der Vorwoche.

Brandenburg
Die Erzeugerpreise für Lagerware aus deutscher Produktion bleiben weiterhin unverändert auf Vorwochenniveau. Mit Preisveränderungen wird bis zum Ende der Saison nicht mehr gerechnet. Der Anteil ägyptischer Frühkartoffeln im Verkauf bleibt klein. Die Preise für diese Importware sind rückläufig. Spanische Speiseware wird noch nicht gepackt. Die 10 kg -Werbung im Discountbereich hat den Absatz in der Vorwoche leicht belebt. Zu den diversen Maifeiertagen wird eine erhöhte Nachfrage der Konsumenten erwartet. Die Auspflanzungen von Frühkartoffeln im Freiland sind gut vorangekommen, teils haben Regenfälle die Pflanzarbeiten unterbrochen.

Sachsen
Nach wie vor haben hiesige Abpacker zum großen Teil alterntige Speiseware im Angebot. Noch ist qualitativ gute Speiseware zu stabilen Preisen regional verfügbar. Der Anteil von ägyptischen Frühkartoffeln in der Abpackung bleibt gering. Die Preise von Importware aus Ägypten sind unter Druck. Es wurden Preise von 41 EUR/dt genannt. Der allgemein schwache Kartoffelabsatz in den Handelsketten wurde in der Vorwoche durch Aktionsware etwas angekurbelt. Das Auspflanzen der Kartoffeln hat sich durch wechselhaftes Wetter verzögert. Im Vergleich zum Vorjahr ist deutlich später mit den Legearbeiten begonnen worden, teils waren die Böden noch zu nass. Die Schälkartoffelpreise bleiben auf Vorwochenniveau.

Sachsen-Anhalt
Alterntige Speisekartoffeln sind nach wie vor zu stabilen Preisen in der Abpackung. Es ist noch ausreichend Speiseware, teils aus Niedersachsen kommend, verfügbar. Der Anteil der Frühkartoffeln, welche bislang größtenteils aus Ägypten stammen, nimmt entsprechend der Anforderungen des Lebensmitteleinzelhandels und der Discounter stetig zu, läuft aber noch in geringem Umfang. In einigen wenigen Handelsketten werden die Kleingebinde nur noch mit ägyptischen Frühkartoffeln gefüllt. Spanische Frühkartoffeln werden Mitte Mai erwartet. Die Speisekartoffelexporte ins Nachbarland Polen gehen kontinuierlich weiter. Für Verarbeitungskartoffeln lassen sich, je nach Sortierung, Verpackung und Destination zwischen 8,5 und 10,5 EUR/dt erzielen. Die Nachfrage ist verhalten, aber kontinuierlich. Die Preise für rohe und geschälte Kartoffeln bleiben auf Vorwochenniveau. Es ist reichlich Rohware für die Schälung im Angebot. Die Schälverluste nehmen wie immer zu dieser Zeit zu.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 09.05.2018

Schlagwörter

Marktinformation, Kartoffeln, Ostdeutschland