Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Thüringen: Jahreszeitbedingt bleibt es am Markt für Speisekartoffeln ruhig

13. Februar 2019

In der aktuellen Woche werden Preise auf Vorwochenbasis genannt, welche um ein Dreifaches teurer sind als im Februar 2018. Lagerbestände sind spürbar kleiner als in den Vorjahren und werden zusehends geräumt. Die in der zweiten Wirtschaftshälfte vorhersehbaren Engpässe für Verarbeitungsrohware, als auch die bereits gestiegenen Einkaufspreise gehen am Schälkartoffelmarkt nicht spurlos vorbei.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
Bildquelle: Shutterstock.com

Für rohe Schälkartoffeln wurden Preiserhöhungen umgesetzt. Qualitativ können gehandelte Partien auf erreichter Preisbasis allerdings nicht überzeugen. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 06. KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Mecklenburg-Vorpommern
Die Preisstabilität am Kartoffelmarkt setzt sich in der ersten Februarwoche fort. Das verfügbare Angebot reicht aus, den bestehenden Bedarf zu decken. Auch der Absatz in der Direktvermarktung ab Hof läuft kontinuierlich. Die zuletzt erhöhten Preise trägt der Einzelhandel mit, was sich scheinbar nicht nachfragedämfend auf den Absatz auswirkt. Erwartungsgemäß hat die Verteuerung der Rohwaren auch die Preise in der Schälung ansteigen lassen. Ferienbedingt ist es am Schälkartoffelmarkt etwas ruhiger, teils wird der Absatz durch die Gastronomie kompensiert.

Brandenburg
Die aus den Beständen hiesiger Lagerhalter angebotenen Mengen an Speiseware bleiben begrenzt, entsprechend bedeutsam bleiben überregionale Lieferungen. Der Zukaufsbedarf, der überwiegend aus Niedersachsen und Sachsen erfolgt, ist aufgrund der außergewöhnlich kleinen Erntenmenge größer als in den Vorjahren. Die Erzeugerpreise haben sich im Vergleich zur Vorwoche gehalten. Die Preise für rohe Schälkartoffeln wurden um 10 bis 15 Cent/kg angehoben. Gedämpfte Schälkartoffeln halten noch das Vorwochenniveau, werden aber voraussichtlich ab Mitte des Monats nachziehen.

Sachsen
Auch Anfang Februar plätschern die Geschäfte am Kartoffelmarkt vor sich hin. Das dem Markt zur Verfügung stehende Angebot bleibt knapp, die Nachfrage saisonbedingt ruhig. Die Preise für Speisekartoffeln notieren in der aktuellen Woche unverändert. Auch für die kommenden Tage dürfte sich an dem bestehenden Preisniveau nichts ändern. Bei schrumpfenden Erlösen der Schäler infolge der gestiegenen Rohstoffpreise haben die Schälkartoffelpreise deutlich angezogen.

Sachsen-Anhalt
Der Speisekartoffelmarkt präsentiert sich weiter stabil. Das Angebot an packfähiger Ware ist ausreichend. Die Preise sind unverändert zur Vorwoche. Trotz angespannter Warenfügbarkeit laufen Sonderaktionen mit großen Gebinden, was nach wie vor auf Unverständnis stößt. Die knappe Versorgungslage ermöglicht nur eingeschränkt Exporte. Die große Nachfrage nach Verarbeitungs- und Schälkartoffeln hat die Einkaufspreise ab Sation auf 30 EUR/dt und mehr verteuert, was sich in höheren Forderungen der Schälkartoffelproduzenten von 10 bis 15 Cent/kg niederschlägt. Qualitativ gute Schälware ist ohnehin schwer zu beschaffen. Mängelabzüge sind so gut wie nicht absetzbar.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 13.02.2019

Schlagwörter

Marktinformation, Ostdeutschland, Kartoffeln, Thüringen