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Thüringen: Das Preisniveau am Speisekartoffelmarkt bleibt fest

11. Dezember 2018

Weitere Preisanhebungen scheitern am Lebensmitteleinzelhandel, welcher nicht bereit ist, mehr zu zahlen. Der Absatz bleibt im Umfeld hoher Preise sehr ruhig gestimmt. Kunden greifen in den Handelsketten verstärkt zu Alternativen wie Nudeln und Reis. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 49. KW 2018" des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
Bildquelle: Shutterstock.com

Packer hierzulande haben derzeit noch ausreichend Kartoffeln zur Verfügung. Es ist jedoch in dieser Saison fraglich wie lange die Ware bei guter Qualität reicht. So wird derzeit schon zugekauft, was in den Vorjahren nicht nötig war. Am Schälkartoffelmarkt haben sich die Preise im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert.

Mecklenburg - Vorpommern

Im Vergleich zur Vorwoche präsentiert sich der Speise- und Schälkartoffelmarkt unverändert. Die Erzeugerpreise und auch die Preise für rohe und gedämpfte Schälkartoffeln bleiben voraussichtlich bis zum Jahresende stabil. Der Absatz läuft in für die Jahreszeit üblichem Umfang. Werbeaktionen im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern haben ein deutlich höheres Preisniveau als in den Vorjahren, was den Absatz aber nicht schmälert. Direktvermarkter ab Hof rechnen diese Saison mit zeitigem Ende der Lagerbestände, teils bestehen derzeit bereits Engpässe bei mehlig kochenden Knollen. Nach den kühlen Temperaturen der vergangenen Woche herrschen in den Flächenlägern inzwischen optimale Temperaturen.

Brandenburg
Die Speisekartoffelpreise verharren auf dem Niveau der vergangenen Woche. Marktbeteiligte rechnen in den kommenden Wochen bis zum Ende des Jahres mit keiner Preisveränderung mehr. Mitte Januar, wenn vielerorts die Flächenläger geräumt werden, wird sich zeigen, wie viel qualitätsgerechte Ware auf den Markt kommt. Derzeit wird aus Niedersachsen reichlich Speiseware angeboten, so dass für die sehr gut laufenden Werbeaktionen in der Vorwoche ausreichend Ware verfügbar war. Mit Wochenbeginn ist die Nachfrage der Handelsketten wie üblich deutlich zurückgegangen. Am Schälkartoffelmarkt herrscht bei stabilen Preisen vorweihnachtliche Ruhe, der Markt ist aufgeteilt.

Sachsen
Der Speisekartoffelmarkt hierzulande präsentiert sich unverändert im Vergleich zur Vorwoche. Das Weihnachtsgeschäft hat noch nicht angefangen. Der Absatz im Packgeschäft ist mager. Die schwache Nachfrage passt jedoch zum Angebot. Die Versorgungslage ist nach wie vor angespannt. Es fehlt an Menge in passender Qualität. Die Preise für Schälkartoffeln verharren ebenfalls auf Vorwochenniveau.

Sachsen - Anhalt
Marktbeteiligte rechnen bis Weihnachten mit festen Preisen am hiesigen Speisekartoffelmarkt. Versandhändler berichten von stabilem Absatz auf niedrigem Niveau. Die Preiserwartungen der Erzeuger können häufig nicht erfüllt werden, da die von Packern geforderten Qualitäten nicht erfüllt werden. Preisabzüge müssen akzeptiert werden. Tschechien und Polen werden weiterhin beliefert, teils mit B-Ware. Heimische Packer berichten von gutem Absatz im Lebensmitteleinzelhandel. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert im Vergleich zur Vorwoche. Schäler klagen über hohe Rohwarenpreise, welche auf dem Niveau der Erzeugerpreise für Speiseware im Packgeschäft liegen. Häufig stimmen auch die Qualitäten nicht, so dass der Anteil der Schälverluste hoch ist.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 11.12.2018

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Marktinformation, Ostdeutschland, Thüringen, Preisniveau, Speisekartoffelmarkt