Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Thüringen: Die Vorräte heimischer Speisekartoffeln aus der Ernte 2018 sind erschöpft

25. Juni 2019

Gepackt wird, was möglich ist. Frühkartoffeln aus Spanien, Israel und Portugal gehören dazu. Die Preise für diese Ware verharren auf dem Vorwochenniveau. Deutsche Frühkartoffeln aus der Pfalz gehören ebenfalls zum Sortiment heimischer Packer. Das Preisniveau für die Pfälzer Frühkartoffeln ist auf 73 bis 74 EUR/dt (franko) zurückgegangen.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
Bildquelle: Shutterstock.com

Mit Wochenbeginn ist der Absatz in den Handelsketten wie gewohnt rückläufig. In der Vorwoche wurde teils von guten Absatzmengen berichtet. Die Schälkartoffelpreise haben sich im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 25. KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Mecklenburg - Vorpommern

 

Im Vergleich zur Vorwoche hat sich an der Marktlage hierzulande wenig geändert. Nach wie vor werden alterntige Knollen zu stabilen Preisen abgepackt. Diese Ware wird diese Woche auslaufen. Speisekartoffeln aus der Ernte 2018 werden dann nur noch für die Schälung und für die Direktvermarktung ab Hof zur Verfügung stehen. Abgepackt werden nach wie vor Frühkartoffelimporte aus Ägypten und Spanien. Das Preisniveau bleibt unverändert. Das Frühkartoffelangebot aus Deutschland nimmt zu. Frühe Speiseware, teils schon gut festschalig, wird bislang vorwiegend aus dem Breisgau zu Preisen zwischen 70 und 75 EUR/dt (franko) bezogen. Für die Hofvermarktung steht regionale losschalige Ware in kleinen Mengen zur Verfügung. Die Schälkartoffelpreise verharren auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Brandenburg
Nach wie vor werden überwiegend spanische, israelische und portugiesische Frühkartoffeln, soweit vorhanden, abgepackt. Das Preisniveau bleibt unverändert. Inzwischen stehen auch die ersten deutschen Frühkartoffeln aus der Pfalz zur Verfügung. Die Nachfrage nach Packware ist mit den hochsommerlichen schwülen Temperaturen zurückgegangen. Mit dem Beginn der Schulferien Mitte der Woche wird der Schälkartoffelabsatz wie gewohnt einbrechen. Zum Teil werden bereits Frühkartoffeln für die Schälung verwendet. Die Preise sind entsprechend angehoben worden.

Sachsen
Mit den hohen Temperaturen ist die Nachfrage der Endkunden deutlich zurückgegangen. Das passt zu der weiterhin knappen Versorgung mit Speisekartoffeln. Nach wie vor decken vorwiegend Lieferungen aus Spanien und Israel den Bedarf an Packware. Inzwischen stehen auch deutsche Frühkartoffeln aus der Pfalz zur Verfügung, teils gesicherte überwiegend festschalige Vertragsware. Diese kostet zwischen 80 und 82 EUR/dt (franko). Freie Ware wird auch zu Preisen zwischen 75 und 77 EUR/dt (franko) gehandelt. Für die Schälung sind noch bis Ende Juli alterntige Speisekartoffeln vorrätig. Das Preisniveau für die Schälkartoffeln bleibt unverändert im Vergleich zur Vorwoche. Die Feldbestände haben sich gut entwickelt.

Sachsen - Anhalt
Für Frühkartoffeln aus der Region werden vom Versandhandel hierzulande Erzeugerpreise von 65 bis 66 EUR/dt genannt. Seit dieser Woche sind diese Knollen überwiegend festschalig. Den Packern stehen keine alterntigen Kartoffeln mehr zur Verfügung. Für die Schälung müssen, mangels Verfügbarkeit von Lagerware aus der Ernte 2018, ebenfalls zunehmend frühe Kartoffeln verwendet werden. Teils wurden die Schälkartoffelpreise aufgrund der hohen Preise für frühe Rohware angehoben, teils ist das bisherige Preisniveau beibehalten worden. Die Wachstumsbedingungen für die Kartoffelbestände auf dem Feld sind derzeit vielerorts gut.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 25.06.2019

Schlagwörter

Marktinformation, Ostdeutschland, Regional, Kartoffeln, Thüringen, Ernte