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Tafeltrauben: Südafrikanische Importe dominierten

02. März 2017

Speziell Thompson Seedless und Crimson Seedless. Erste Regal Seedless und Red Globe aus Südafrika trafen ein und ergänzten das umfangreiche Angebot; indische Thompson Seedless und Flame Seedless rundeten es ab.

Bildquelle: Shutterstock.com Trauben
Bildquelle: Shutterstock.com

Es herrschte eine sehr ruhige Nachfrage vor, die problemlos befriedigt werden konnte. Das Interesse flaute in Köln karnevalsinduziert und in Hamburg wegen der schlechten Witterung merklich ab. Sofern die Qualität überzeugte, hielten die Verkäufer an ihren Aufrufen von der 7. KW in der Regel fest. Lediglich in München kam es auf breiter Front zu Preissenkungen, da sich die Warenpalette zu stark ausgedehnt hatte. Auf erste chilenische Partien wird weiterhin gewartet.

Äpfel
Wie gewohnt dominierte das Inland das Geschehen und stellte vorrangig Elstar, Jonagold und Braeburn bereit. Italien schickte speziell Golden Delicious und Granny Smith und aus Frankreich stammten hauptsächlich Pink Lady und Jazz. Spanien, Belgien und die Niederlande ergänzten die Warenpalette mit spärlichen Zufuhren. Das Interesse konnte mit Leichtigkeit gestillt werden. Die Kurse bewegten sich nicht wesentlich. Hier und da verteuerten sich die Produkte in Anbetracht reduzierter Abladungen. Bisweilen verstärkte sich die Versorgung mit Offerten aus dem CA-Lager, was den Durchschnittspreis summa summarum ansteigen ließ. In Köln verlangsamte sich die Vermarktung infolge der fünften Jahreszeit ab Donnerstag merklich; lediglich vereinzelt fanden sich Kunden ein.

Birnen
Die Präsenz der südafrikanischen Früchte, unter anderem die von Williams Christ und Rosemarie, wuchs offensichtlich an. Die Bedeutung der italienischen Chargen verringerte sich hingegen. Niederländische Conference waren mit Ausnahme von Köln überall verfügbar. Inländische Conference und Alexander Lucas hatten sich fast völlig aus dem Handel verabschiedet. Bei einem steten Geschäft und kontinuierlichen Unterbringungsmöglichkeiten wurden die bisherigen Notierungen meist bestätigt. In München vergünstigte sich mengenbedingt das gesamte Sortiment. In Berlin verbilligten sich aus demselben Grund die südafrikanischen Anlieferungen. In Frankfurt bröckelten die Bewertungen für komplettierende chilenische Carmen, die mittlerweile in 9-kg-Kartons aufgemacht waren. Ab der nächsten Woche wird mit dem Auftreten südafrikanischer Flamingo gerechnet.

Kiwis
Die Präsenz der italienischen Früchte wuchs etwas an, indes begrenzte sich die der französischen und griechischen minimal. Die Versorgung harmonierte mit den kontinuierlichen Unterbringungsmöglichkeiten, die sich mitunter eingeschränkt zeigten. Die Notierungen blieben oftmals konstant. In Frankfurt stiegen sie für lose aufgemachte italienische Offerten in 10-kg-Kartons an. In München verbilligten sich manche Chargen, die aus Beständen der Vorwoche hervorgingen.

Orangen
Im Segment der Blondorangen verloren spanische Navelina den Spitzenplatz und mussten Navelate und Navel gleicher Herkunft an sich vorbeiziehen lassen. Die Anlieferungen von Lane Late aus Spanien intensivierten sich deutlich. Zudem gab es Valencia Late aus Ägypten, die aber genauso wie Salustiana aus Marokko nicht überall genügend Beachtung generierten. Türkische Washington Navel überzeugten in der Regel hinsichtlich ihrer Qualität und waren zudem ansehnlich sortiert. Italienische und griechische Navel komplettierten die Vermarktung. Die Bewertungen veränderten sich nicht gravierend. Ab und an mussten für kleinfallende Partien, oder wie in München generell Verbilligungen gewährt werden. Bei den Blutorangen konnte man vorrangig italienische Moro und Tarocco und nachgeordnet spanische Cara Cara und Sanguinelli ordern. Bei einer auf der Nachfrage abgestimmten Verfügbarkeit verharrten die Kurse auf bisherigem Niveau.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Bei den Mandarinen herrschte Spanien mit Fortuna, Nadorcott und Orri vor. Israelische Orri waren wegen ihrer exklusiven Güte recht teuer. Die Präsenz türkischer Nova begrenzte sich, derweil weitete sich die von marokkanischen Abladungen insgesamt aus. Italien ergänzte. Offerten mit hohem Saftgehalt lagen bei den Käufern vorne und wurden stetig veräußert. Produkte mit zu großem oder kleinen Durchmesser hatten mitunter Absatzschwierigkeiten. Meist waren die Chargen mängelfrei, für solche mit punktuell auftretenden Konditionsproblemen mussten die Forderungen oftmals gesenkt werden, was den Handel wiederum belebte. Im Bereich der Clementinen konnte man speziell auf spanische Hernandina zugreifen, die von der Wichtigkeit her abnahmen. Eine eingeschränkte Lagerfähigkeit sorgte in Hamburg für ein gedämpftes Interesse. Ansonsten verlief die Abwicklung kontinuierlich bei konstanten Notierungen.

Bananen
Die Bereitstellung war für gewöhnlich hinlänglich auf die Verkaufsmöglichkeiten abgestimmt worden. Die Bewertungen blieben daher generell relativ stabil. Verschiedentlich hatte sich das Interesse verbessert. Allerding ergaben sich dadurch nicht immer genügend Spielräume, die Forderungen anzuheben. Bloß manchmal gelang dies ohne großartiges Murren der Kunden bei der Erstmarke sowie vereinzelt bei diversen Drittmarken. Punktuell dominierten die Zweitmarken erkennbar den Handel, der Erstmarke kam dann nur eine untergeordnete Rolle zu.

Blumenkohl
Die Importe aus Frankreich und Italien wuchsen, basierend auf witterungsinduziert intensivierten Erträgen, kontinuierlich an. Somit verloren die spanischen Produkte weiter an Boden, hatten mittlerweile lediglich noch die Bedeutung eines Randartikels. Wegen der verdichteten Mengen glitten die Kurse überwiegend sukzessive ab. Zum Wochenende hin wurden 6er-Kolli erstaunlicherweise schon ab 6,- € veräußert. Teils brachte dies belebende Impulse für einen Nachfrageschub, teils verlief der Vertrieb hiervon gänzlich unbeeindruckt andauernd in sehr ruhigen Bahnen.

Salat
Das Zugangsvolumen an spanischem Eissalat expandierte zusehends. Der Absatz konnte damit allerdings nicht Schritt halten. In der Folge sackten die Notierungen unweigerlich ab. Zum Schluss landeten sie bei 7,- € je 10er-Abpackung; unbeliebtere 14er-Steigen erzielten sogar bloß 5,- €. Örtlich gab es spärliche Alternativen aus der Türkei. Die Präsenz des dominierenden belgischen Kopfsalates verstärkte sich ähnlich wie die der nachrangigen italienischen Mitstreiter. Qualitätssichere französische Abladungen blieben permanent überschaubar. Die Händler mussten ihre Forderungen Stufe um Stufe absenken, zumal der inzwischen wesentlich billigere Eissalat als nicht zu ignorierende Konkurrenz in den Fokus der Kunden rückte. Selbst bei den exklusiven französischen Chargen kannte man da kein Pardon. Die übersichtliche Ernte von der Insel Reichenau war davon ebenfalls betroffen. Die Bereitstellung von Bunten Salaten konnte dank ausgebauter Rodungen in Italien und Frankreich merklich aufgestockt werden. Das Pro-Kopf-Gewicht der italienischen Partien verbesserte sich dabei zunehmend. Die Preise rutschten unabwendbar ab. Nur bei exquisiter französischer Ware ließen sie sich manchmal auf ihrem bisherigen Niveau fixieren. Endivien aus Italien hingegen wurden für gewöhnlich niedriger aufgerufen: zum einen aufgrund zu kleiner Kaliber, zum anderen kraft ihrer gestiegenen Verfügbarkeit. Für reichlicher werdenden Feldsalat aus dem Inland und Belgien brauchte man immer weniger zu zahlen. Letztlich wollten die Verkäufer punktuell 11,- € je 2 kg.

Gurken
Spanien beherrschte bei Schlangengurken fortlaufend den Markt. Hierbei wuchs insbesondere die Relevanz der Anlieferungen vom Festland an. Die belgischen Zufuhren intensivierten sich wie die niederländischen, die jedoch in einem breiteren Produktspektrum offeriert wurden. Neben süddeutschen Zuflüssen gelangten darüber hinaus mittlerweile norddeutsche auf den Platz. Griechenland spielte einzig in München eine Rolle und dort schlichtweg eine tragende. Die Bewertungen schwankten auf und ab in Anbindung an die Aufmachung, also ob mit oder ohne Folie, sowie in Abhängigkeit von dem Angebotsumfang oder von der Größensortierung. Obwohl die inländischen Früchte mit ihrer dunkelgrünen Farbe durchaus zu überzeugen wussten, vergünstigten sie sich marginal. Minigurken aus der Türkei und den Niederlanden wurden in einem leicht progressiven Maß aus dem Inland ergänzt. Ihre Kurse verzeichneten ziemlich uneinheitlich verschiedene Richtungen. Teils verbuchten sie durch eine genügende Order Zugewinne, teils brachen sie wegen einer eher schleppenden Nachfrage ein. Selten veränderten sie sich gar nicht.

Gemüsepaprika
Die Importe aus Spanien hatten sich ein wenig ausgedehnt. Die türkischen und in München zudem die griechischen Mengen blieben nahezu konstant. Die Verfügbarkeit der marokkanischen Partien verdichtete sich. Zum einen zeigten die Preise einen eindeutigen Trend: Bei den roten und gelben Kultivaren sanken sie aufgrund einer besseren Versorgung ab und bei den grünen verharrten sie auf einem stabilen Niveau. Zum anderen oszillierten die Notierungen, mitunter sogar beträchtlich, geradezu orientierungslos in einer ansehnlichen Spanne. Die antreibenden Parameter waren dabei vor allem Markenzugehörigkeit, Kaliber, Grad der Aufnahme sowie das Auftreten von Konditionsmängeln oder Qualitätsfehler. Marokkanische und türkische Chargen, vorwiegend spitze Formen, konnten sich diesen wechselhaften Prozessen meist relativ gut entziehen. Aber auch sie verbilligten sich manchmal infolge punktuell expandierter Zugänge oder zu geringer Beachtung.

Zwiebeln
Die Abladungen von Gemüsezwiebeln trafen ausschließlich aus Spanien ein. Ihr Angebot war marginal angewachsen. Parallel dazu hatte sich die Nachfrage keineswegs ausgeweitet, genügte also nicht gänzlich, um eine völlige Räumung zu sichern. Daher mussten die Forderungen verschiedentlich leicht reduziert werden. Die Kurse pendelten sich dann für den 25-kg-Sack für gewöhnlich auf einem um ca. 0,50 € niedrigeren Level ein. Monopolartig vorherrschende inländische Haushaltsware wurde in München durch österreichische und in Köln durch niederländische Zuflüsse komplettiert. Bei einer oftmals ruhigen, in der Regel jedoch für den Sortimentsumfang hinlänglichen Order brauchten die Händler ihre bisherigen Aufrufe nicht zu modifizieren.


Weitere Informationen
Frankfurt
Neben roten und weißen Pitahayas aus Vietnam standen inzwischen rote Desert King aus Israel bereit. Spanische Himbeeren wurden günstiger, niederländische Johannisbeeren verteuerten sich hingegen auf bis zu 2,60 € je 125-g-Schale. Gut dosierte Erdbeeren aus Spanien und Marokko konnten das Preisniveau vom vorherigen Freitag häufig bestätigen. Rhabarber interessierte zu 28,- € je 6-kgKarton kaum. Reichlich zugeführte Zucchini und Auberginen verbilligten sich sukzessive. Marokko stellte geringe Mengen an grünen Buschbohnen sowie gelbe Wachsbohnen zu 21,- € je 4-kg-Steige und Erbsen zu 4,- € je kg zur Verfügung. Weißer Spargel aus den Niederlanden generierte zu 15,- bis 16,- € je kg nur begrenzten Zuspruch. Peruanische und mexikanische Offerten wurden indes gerne gekauft. Rotkohl und Chinakohl aus Deutschland waren diese Woche beliebt und man erhöhte die Bewertungen. Die Notierungen von italienischen Kräutern bröckelten allmählich ab.
Hamburg
Infolge eines zu üppigen Angebotes sanken die Kurse für südafrikanische Pflaumen. Weißer niederländischer Spargel in der Größe AA eröffnete zu 17,- € je 5-kg-Kollo die Saison; ein schwacher Absatz für die zu ungleichmäßige Sortierung sorgte für eine Rückstufung auf 15,- € je 5 kg. Für Rucola und Petersilie aus Italien musste der Kunde weniger bezahlen.
Köln
Erdbeeren waren nur begrenzt verfügbar und generierten kaum Beachtung. Dagegen verlief ab der Wochenmitte und kurz vor Karneval die Unterbringung von Limetten, Ananas und Mangos mehr als zufriedenstellend. Fenchel aus italienischem Anbau vergünstigte sich, allerdings gestaltete sich die Aufnahme immer noch recht zögerlich.
München
Das spanische Angebot an Erdbeeren zeigte sich uneinheitlich: Meist entsprachen die Erzeugnisse den Anforderungen der Norm, ein kleinerer Teil präsentierte sich in lediglich rosa Ausfärbung. Bei Kakis versiegten die Zufuhren aus Italien und Spanien, israelische Sharon füllten die entstandene Lücke aber problemlos auf. Ananas blieben hochpreisig, da die dosierten Zuflüsse bloß knapp zur Bedarfsdeckung ausreichten. Die Notierungen von Buschbohnen, Stangenbohnen und Frischerbsen aus Marokko sowie von ägyptischen Buschbohnen konnten ihr Niveau behaupten. Süd- und mittelamerikanischer Spargel, insbesondere Grünspargel, gewann an Bedeutung. Erste süddeutsche Rettiche wurden je nach Kaliber innerhalb einer weiten Bewertungsspanne vermarktet. Nach dem Saisonende für inländische Kürbisse hoben die Händler die Aufrufe für Hokkaidokürbisse aus Frankreich und Marokko merklich an. Das Interesse an Knoblauch aus Ägypten war eingeschränkt. Bei den relativ teuren italienischen Frischkräutern fiel speziell Dill ins Auge, welcher den optimalen Verkaufszeitpunkt bereits versäumt hatte.
Berlin
Die Abladungen von Auberginen aus Spanien wurden sukzessive wieder gesteigert. Daher sanken die Kurse. Neu hinzu kamen außerdem erste niederländische Partien. Spanische Zucchini vergünstigten sich aufgrund ausgedehnter Anlieferungen.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 8 / 17
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Veröffentlichungsdatum: 02.03.2017

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin