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Sultaninen: Prognose über reduzierte Weltproduktion

21. Oktober 2015

Nach einem Bericht des „United States Department of Agriculture“ (USDA) im September soll die weltweite Rosinenproduktion in 2015/2016 um 6 % auf 1,14 Mio. Tonnen sinken. Dabei soll der Weltverbrauch bei 1,13 Mio. Tonnen nahezu unverändert bleiben. Außerdem wird prognostiziert, dass der globale Export mit 708.000 Tonnen aufgrund weniger Verladungen aus der Türkei um 4 % geringer ausfallen wird.

Sultaninen

Für die Produktion in der TÜRKEI wird geschätzt, dass sie um 38 % auf 200.000 Tonnen sinken wird. Als Grund hierfür werden die reduzierten Erträge durch den Frost im April in der Ägäischen Region angeführt.

Aufgrund höherer Erträge wird dagegen bei der US-Produktion mit einem Anstieg von 9 % auf 340.000 Tonnen gerechnet. Dortige Farmer berichten jedoch immer noch über Probleme hinsichtlich der Trockenheit und Wasserknappheit. Einigen Farmern ist es jedoch bereits gelungen, die Wasserverteilung in diesem Jahr effizienter zu gestalten. In CHINA rechnet man damit, dass die dortige Produktion um 6 % auf 190.000 Tonnen ansteigen wird. Als Ursache hierfür werden die guten Wetterbedingungen im Hauptanbaugebiet Xingjiang angeführt.

Wie es aussieht, wird sich die Produktionsmenge in CHILE aufgrund moderater höherer Erträge um 2 % auf 65.00 Tonnen erhöhen. Dort werden die meisten Rosinen aus nicht frisch essbaren Tafeltrauben hergestellt. Nahezu die Gesamtmenge geht in den Export nach Europa, USA und Mexiko.

Dagegen wird sich die Produktionsmenge von SÜDAFRIKA nach dem Rekordjahr 2014 wieder auf das normale Maß reduzieren, d. h. sie wird zum Vorjahr um 5 % auf 55.000 Tonnen zurückgehen. Man rechnet damit, dass die Exportmenge unverändert bei 45.000 Tonnen liegen und hauptsächlich nach Europa gehen wird. 

Aufgrund günstiger Wetterbedingungen schätzt man die Produktion in ARGENTINIEN unverändert auf 32.000 Tonnen. Das dortige Hauptanbaugebiet liegt im Westen Argentiniens in San Juan. Das dortige Anbaugebiet ist zu den letzten zwei Jahren unverändert. Auch in den nächsten Jahren rechnet man nicht mit Zuwächsen durch Investitionen, weil der dortige Preis recht niedrig ist. Aufgrund stark gestiegener Produktionskosten und hoher Inflation leidet die dortige Industrie in den letzten Jahren und schmälerte die Konkurrenzfähigkeit auf den Exportmärkten drastisch.

Nach einem Bericht des USDA wurden die Hochrechnungen der Produktionsmengen für 2014/2015 wie folgt revidiert:
 

Priestoph Grafiken

Quelle und Copyright: Michael Priestoph

Veröffentlichungsdatum: 21.10.2015

Schlagwörter

Sultaninen, Prognose. Weltproduktion