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Südtiroler Bauernbund: Genossenschaften erwarten ein gutes Jahr 2016

07. Dezember 2015

Das Geschäftsklima in der Landwirtschaft hat heuer einen Tiefpunkt erreicht, vor allem aufgrund der niedrigen Verkaufspreise in der Obstwirtschaft. Für 2016 erwarten aber neun von zehn Genossenschaften wieder ein positives Jahr.
 

Apfel

Vor allem für die Obstwirtschaft war 2015 ein schwieriges Jahr. Die Apfelernte im Herbst 2014 war europaweit sehr ertragreich, was zusammen mit dem russischen Importstopp zu einem Überangebot und zu fallenden Preisen führte. Die Großhandelspreise der wichtigsten Sorte „Golden Delicious“ waren heuer um fast ein Fünftel niedriger als 2014. Folglich konnte nur knapp ein Drittel der Obstgenossenschaften zufriedenstellende Erzeugerpreise auszahlen. Dies geht aus dem Wirtschaftsbarometer des WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen hervor.

Äpfel: deutlich bessere Marktlage

Für das kommende Jahr erwartet man aber auf allen Märkten eine deutliche Steigerung der Verkaufspreise und der Umsätze. Die europäische Apfelproduktion war heuer etwas geringer als 2014, besonders in den nordeuropäischen Ländern. Darüber hinaus erleichtern die niedrigen Lagerbestände und der günstige Euro-Wechselkurs die Vermarktung. Auch Südtirols Obstgenossenschaften setzen immer mehr auf Exporte außerhalb Europas. Aufgrund der verbesserten Marktlage gehen 95 Prozent der Obstgenossenschaften davon aus, dass sie im Jahr 2016 befriedigende oder sogar gute Auszahlungspreise bezahlen werden können.

Fokus auf Qualität und Professionalität

Leo Tiefenthaler, Obmann des Südtiroler Bauernbundes, erklärt: „Die Vorzeichen für ein erfolgreiches Verkaufsjahr sind heuer positiv. Wir haben nicht nur eine sehr gute Qualität bei Äpfeln, Wein und Milchprodukten, sondern auch Vermarktungsbetriebe, die eine hervorragende Arbeit im Verkauf machen. Die Fokussierung auf Qualität und Professionalität zahlt sich immer mehr aus.“ Handelskammerpräsident Michl Ebner unterstreicht die wichtige Rolle der Bergbauern: „Die Berglandwirtschaft hat in Südtirol eine große kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung und ist wesentlich für die Landschaftspflege. Es braucht Anreize, um die existenzbedrohten Bergbauernhöfe zu erhalten.“ 

Quelle: Südtiroler Bauernbund
 

Veröffentlichungsdatum: 07.12.2015

Schlagwörter

Südtiroler Bauernbund, Genossenschaften, Erwartung