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Südtirol: Laimburg stellt Prüfergebnisse von Gala-Mutanten vor - Interesse weltweit

12. August 2014

Kein Apfelbaum wird derzeit in Südtirol so oft gepflanzt, wie jener der Sorte Gala. Entsprechend groß ist das Interesse, das das land- und forstwirtschaftliche Versuchszentrum Laimburg dieser Sorte widmet, in diesen Tagen mit der Vorstellung der Prüfung neuer Mutanten vor rund 300 Besuchern - übrigens nicht nur solchen aus Südtirol, sondern auch aus Frankreich, Südafrika und Chile.

foto gala Laimburg/Oswald Bauer
300 Besucher aus drei Kontinenten: Pomologe Walter Guerra hat in den Versuchsanlagen der Laimburg die Prüfergebnisse von Gala-Mutanten vorgestellt (Foto: Laimburg/Oswald Bauer)

Auf den Listen der Neupflanzungen in Südtirols Apfelgärten stand lange Zeit der Golden Delicious ganz oben, seit 2012 hat ihn der Gala dort verdrängt: "Dieser Trend dürfte auch in den nächsten Jahren anhalten, nicht zuletzt ist Gala derzeit auch in den Quartieren der Südtiroler Baumschulen die wichtigste Sorte", so Walter Guerra, Pomologe am Versuchszentrum Laimburg. Am Markt seien vor allem stark ausfärbende Gala-Mutanten gefragt, weshalb man solche in der Natur spontan entstehenden Mutanten im Versuchszentrum Laimburg im Auge behält: "Wir prüfen seit drei Jahrzehnten neue Sorten und Mutanten und sammeln so Informationen, die eine wichtige Entscheidungsgrundlage bei der Neuerstellung von Obstanlagen bilden", so Guerra, der ergänzt: "Schließlich handelt es sich dabei um eine Investition für mindestens zwei Jahrzehnte."

Bekannt sind weltweit derzeit 60 Gala-Mutanten, die Liste wird aber Jahr für Jahr länger. Die Qual der Wahl für den Apfelbauern lindern dabei unabhängige und professionelle Informationen zu den Mutanten, wie sie etwa das Versuchszentrum Laimburg liefern kann: "Derzeit stehen in unseren Sortengärten mehr als 30 Mutanten, rund ein Dutzend davon in größerem Ausmaß in den Pilotanlagen im eigenen Betrieb", so Guerra, der die Ergebnisse der Mutanten-Prüfung mit seinen Mitarbeitern  vorgestellt hat. Insgesamt zählte man bei diesen Begehungen kurz vor Erntebeginn mehr als 300 Besucher: von Mitarbeitern des Beratungsrings für Obst- und Weinbau über Apfelbauern aus dem Unterland und dem Burggrafenamt bis hin zu Interessierten aus dem oberitalienischen Raum und sogar solchen aus Südafrika, Chile und Frankreich.

Das große Interesse ist erklärbar: Die aus Neuseeland stammende Sommersorte Gala ist in der Südtiroler Produktion die zweitwichtigste, weltweit liegt sie nach Fuji, Golden sowie Red Delicious an vierter Stelle.


Quelle: Provinz Bozen

Veröffentlichungsdatum: 12.08.2014

Schlagwörter

Südtirol, Laimburg, Gala, Mutant