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Südafrika prägte mit vielen Birnenvarietäten die Szenerie

28. März 2019

Allen voran gab es Williams Christ und Rosemarie, nachfolgend Cheeky und Abate Fetel. Die Geschäfte abrundende Packham`s Triumph waren oftmals zu klein und zu unausgereift, sodass sie kaum Nachfrage generierten.

Bildquelle: Shutterstock.com Birnen
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Die Zugänge von argentinischen Williams Christ intensivierten sich. Bei diesen sorgten in Hamburg eine divergierende Qualität sowie verschiedene Verpackungseinheiten für eine weit geöffnete Preisspanne. 

Neu zum Sortiment kamen chilenische Flamingo hinzu, die in Frankfurt eintrafen. Wegen der verstärkten Konkurrenz sank der Bedarf an den europäischen Chargen etwas ab. In diesem Segment herrschten italienische Abate Fetel vor, die aber teurer als die südafrikanischen waren und daher meist nur mäßig berücksichtigt wurden. Die Abwicklung von Santa Maria und Williams Christ aus Italien entschleunigte sich ebenso. Die Güte von niederländischen Vereinsdechantsbirnen ließ in Frankfurt zu wünschen übrig. Inländische, niederländische und belgische Conference komplettierten das Geschehen. Bei einem kontinuierlich verlaufenden Umschlag verharrten die Bewertungen häufig auf bisherigem Niveau.

Tafeltrauben
Das Angebot wurde von Südafrika bestimmt und blieb sehr mannigfaltig. Mit Crimson Seedless, Thompson Seedless und Flame Seedless waren die Märkte hinreichend eingedeckt. Ergänzend standen punktuell Victoria, Dan Ben Hannah und Regal Seedless bereit. Erste Waltham Cross tauchten in München auf. Die recht großbeerigen Früchte waren indes zu teuer und stießen demnach nur auf wenig Interesse. Aus Indien stammten vorrangig Thompson Seedless und nachrückend Sonaka Seedless sowie Manic Chaman. Chilenische Thompson Seedless sowie peruanische Red Globe spielten eine wichtigere, brasilianische Thompson Seedless eine eher geringe Rolle. Die organoleptischen Eigenschaften überzeugten generell nicht immer. Da sich die Unterbringungsmöglichkeiten insgesamt verschlechtert hatten, konnten Vergünstigungen nicht vermieden werden. Bloß örtlich wurden höhere Preise durchgesetzt.

Orangen
Auch wenn es noch enorme Mengen gab, konnte man den Eindruck haben, als würde sich die Saison vor ihrem Ende befinden. Die Nachfrage war bei frühlingshaftem Wetter ziemlich vermindert und die Güte sprach nicht ausnahmslos an. Spanien, Marokko, Italien, Griechenland und die Türkei beteiligten sich am Geschehen. Im Segment der Blondorangen dominierten spanische Lane Late und Navelate, bei den Blutorangen herrschten italienische Moro vor. Saftware war meist am begehrtesten und so wurden insbesondere die ägyptischen Artikel flott abgewickelt. Die Notierungen tendierten summa summarum abwärts. Verteuerungen konnten nur vereinzelt etabliert werden und fußten auf einer begrenzten Verfügbarkeit.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Die Kampagne näherte sich augenscheinlich ihrem Abschluss: Die Präsenz der spanischen und israelischen Mandarinen schränkte sich deutlich ein. Marokkanische Importe waren punktuell schon nicht mehr vorhanden. In einem spärlichen Rahmen angebotene türkische und ägyptische Chargen ergänzten die Geschäfte und verschwanden im Wochenverlauf mancherorts ebenso. Obwohl die Qualität durchaus überzeugte, konnten Vergünstigungen nicht immer vermieden werden. Grund hierfür war das sehr schwache Interesse, denn die angestiegenen Temperaturen entschleunigten die Unterbringung merklich.

Zitronen
Spanische Primofiori dominierten. Die Türkei, Ägypten, Griechenland und Italien tauchten nur lokal auf und hatten komplettierenden Charakter. Bei einem steten Bedarf veränderten sich die Notierungen bloß selten. München berichtete von leichten Verbilligungen, die auf einer zu üppigen Verfügbarkeit basierten. Auch in Berlin senkten die Vertreiber ihre Aufrufe, um Platz in den Lagern zu schaffen, da alsbald erste Zugänge aus Übersee erwartet werden.

Bananen
Die Märkte waren in der Regel hinlänglich versorgt. Die Geschäfte verliefen wie gewohnt in ruhigen Bahnen. In der Folge oszillierten die Bewertungen häufig auf dem Niveau der Vorwoche. Verschiedentlich konnten sich die Zweit- und Drittmarken aller Herkünfte oder nur die Zweitmarke aus Costa Rica ein wenig verteuern. Die hohen Notierungen entschleunigten daher manchmal den Vertrieb, sodass sich der Absatz nicht mehr ganz so flüssig gestalten ließ. Örtlich hatte sich das Interesse hingegen etwas verdichtet, weshalb die Verkäufer ihre Forderungen im Sektor der Zweitmarken anheben konnten. Ein verknapptes Angebot im Bio-Bereich wirkte sich bisher noch nicht forcierend auf die Vermarktung der konventionell erzeugten Früchte aus.

Blumenkohl
Frankreich prägte vor Italien das Geschehen. Belgien und Spanien komplettierten es mit sehr geringen Anlieferungen. Wegen der divergierenden Unterbringungsmöglichkeiten entwickelten sich die Notierungen uneinheitlich: In Berlin und Frankfurt sackten sie zum einen mengeninduziert und zum anderen qualitätsbedingt ab. In Hamburg und Köln zogen sie derweil aufgrund einer verbesserten Beachtung an. In München verharrten die Bewertungen auf dem niedrigen Level der 11. KW, da hier die Verfügbarkeit mit der Nachfrage genügend korrelierte.

Gurken
Die Niederlande dominierten bei der Vermarktung von Schlangengurken; mit Spanien, Belgien und Deutschland lagen dahinter 3 Länder vom Volumen her fast gleichauf. Griechische Zufuhren gab es nur in München und Berlin. Werbeaktionen des LEH beeinträchtigten in Köln und Berlin den Umschlag am Platz. In Frankfurt waren folierte spanische Artikel unbeliebt, zudem wiesen sie konditionelle Schwächen auf. In München gestaltete sich der Zugriff auf die spanischen Chargen ebenso eher verhalten, sodass sie sich letztlich vergünstigten. Die Geschäfte verliefen unaufgeregt und die Bewertungen blieben meistens konstant. In Hamburg konnten die Vertreiber ihre Aufrufe für die mitteleuropäischen Partien zunächst moderat und zum Wochenende hin recht kräftig anheben. Minigurken stammten aus den Niederlanden, dem Inland und der Türkei. In Frankfurt tauchten in einem spärlichen Umfang spanische Abladungen auf. Die Notierungen bröckelten infolge einer intensivierten Bereitstellung oftmals leicht ab.

Gemüsepaprika
Die Präsenz der niederländischen Zufuhren intensivierte sich offensichtlich, was die dominierenden spanischen etwas unter Druck setzte. Aufgrund von Regenfällen in den Anbaugebieten verknappten sich die türkischen Zuströme, was oftmals in Verteuerungen mündete. Marokkanische und belgische Artikel komplettierten das Geschehen. Das kontinuierliche Interesse konnte problemlos gestillt werden. In Frankfurt fehlten dem entgegen gelbe niederländische Offerten gänzlich. In Hamburg waren die Eingangsforderungen für die Kultivare aus Belgien und den Niederlanden recht hoch, was sich aber nicht auf den Umschlag auswirkte. Köln berichtete von einer ziemlich ruhigen Vermarktung.

 


Weitere Informationen
Frankfurt
Sonne und angestiegene Temperaturen brachten Schwung in den Handel von Erdbeeren. Die Niederlande schickten Viva Rosa, Sonata sowie in gleichmäßiger Fruchtgröße und mit optimalem Geschmack Sonsation. Verstärkte Anlieferungen aus Griechenland mussten am Freitag zu 0,80 € je 500-g-Schale abgewickelt werden. Neben marokkanischen Heidelbeeren erreichten mittlerweile auch spanische und portugiesische Produkte in 125-g- und 250-g-Schalen den Platz. Das breite Sortiment an Pflaumen stieß auf eine freundliche Beachtung. Die Bewertungen von Rhabarber mussten einstandsbedingt nach oben angepasst werden. Frischer Bärlauch aus Ungarn, Rumänien und Deutschland räumte flott. Bleichspargel wurde nur zum Wochenende hin besser nachgefragt. Da es zu diesem frühen Zeitpunkt schon üppige Mengen aus Belgien, den Niederlanden, dem Inland, Italien und Griechenland gab, musste mit sehr niedrigem Preisen gearbeitet werden.
Hamburg
Einheimischer weißer Spargel war bloß in kleineren Chargen zu bekommen, da aufgrund der hohen Bewertungen einige Partien gar nicht erst offeriert wurden. Alternativ bot man violette Stangen verschiedener Herkünfte an.
Köln
Weiterhin klagt man am Markt über eine geringe Aufnahmefähigkeit. So hielt sich bei Erdbeeren das Interesse sehr in Grenzen. Auch Spargel und Rosenkohl generierten nur wenig Zuspruch.
München
Bei spanischen Erdbeeren bildeten sich ab Wochenmitte Bestände, wodurch sich die Preisfindung erschwerte. Neben kleinfallenden portugiesischen Kulturheidelbeeren trafen verstärkt spanische Anlieferungen ein. Südamerikanische Zuströme verknappten sich kontinuierlich. Chilenische Pfirsiche und Nektarinen wurden kaum beachtet. Erste türkische grüne Mandeln tauchten ungewohnt früh auf. Die Zugänge von süddeutschem Spargel blieben noch eingeschränkt. Mit den zu erwartenden höheren Temperaturen könnte sich dies jedoch recht schnell ändern. Die Nachfrage nach Wirsing schwand, was der rückläufigen Warenpalette entgegenkam. Die Notierungen von Brokkoli verharrten auf stabilem Niveau. Die Saison von Rosenkohl näherte sich ihrem Ende. Radieschen und Rettiche konnten etwas flotter als zuvor platziert werden.
Berlin
Infolge der Angebotserweiterung aus Griechenland und Italien gerieten spanische Erdbeeren unter Abgabedruck. Besonders an den schwächeren Umschlagstagen kostete der Hauptanteil lediglich 1,- € je 500-g-Verpackung. Niederländische Buschbohnen feierten ihre Premiere zu 5,50 € je kg. Bei ausgedehnten Abladungen an Spargel von zahlreichen europäischen Plantagen drifteten die Bewertungen auseinander. Haushaltswiebeln aus Südafrika in 50 bis 60 mm+ wurden zu 25,- € per 25-kg-Sack abgewickelt. Da in Kürze mit dem Auftakt chilenischer Gemüsezwiebeln gerechnet wird, sahen sich die Vertreiber spanischer Artikel gezwungen, ihre enormen Lagervorräte mittels Verbilligungen zu optimieren. 


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 12 / 19
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Veröffentlichungsdatum: 28.03.2019

Schlagwörter

Südafrika, Birnen, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin