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Studien zur EU-Lebensmittelsicherheit sollen transparenter werden

02. Mai 2018

Die EU-Kommission will das Verfahren der Risikoanalyse bei Lebens- und Futtermitteln reformieren und hat dazu einen Vorschlag für mehr Transparenz bei den wissenschaftlichen Studien im Bereich der Lebensmittelsicherheit vorgelegt. Sie reagiert damit auf die Bedenken, die im Rahmen der erfolgreichen Europäischen Bürgerinitiative „Verbot von Glyphosat“ geäußert wurden.

Bildquelle: Shutterstock.com Gemuese
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Ziel ist es, dass die Öffentlichkeit künftig besser nachvollziehen kann, warum ein Stoff verboten oder genehmigt wird. Interessierte Bürger können dann unmittelbar die wissenschaftlichen Studien einsehen, auf die sich ein Zulassungsantrag stützt, so der Deutsche Fruchthandelsverband e.V. (DFHV).

Im Detail schlägt die Kommission vor, dass die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) künftig alle Studien und Unterlagen, die sie von der Industrie für eine Risikobewertung erhält, in einem sehr frühen Verfahrensstadium automatisch auf ihrer Website veröffentlicht.

Die Interessen der Wirtschaft sollen aber auch weiterhin geschützt werden, indem der Antragsteller von der EFSA eine vertrauliche Behandlung bestimmter Informationen verlangen kann. Dies muss er nachprüfbar begründen können.

In diesem Zusammenhang hat die Bayer AG bereits im Dezember 2017 über ihre neue Bayer-Transparenz-Website den Zugang zu Zusammenfassungen von sicherheitsrelevanten Studienberichten für eine große Anzahl von Wirkstoffen ermöglicht. Zudem wird Bayer zukünftig nach eigenen Angaben, nichtkommerziellen Interessenten auch die vollständigen Studienberichte zugänglich machen, beginnend mit Studien zu Imidacloprid.

Quelle: DFHV Newsletter aktuell 4/2018

Veröffentlichungsdatum: 02.05.2018

Schlagwörter

Studien, EU-Lebensmittelsicherheit, transparent