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Österreich: Zwiebelpreise im April erneut gestiegen, Preisrally geht weiter

15. Mai 2019

Nach wie vor steht der österreichische und europäische Zwiebelmarkt unter Spannung. Getragen von den hohen Exportpreisen (+ 240 % Preisveränderung zum Jänner des Vorjahres) konnte der niederösterreichische Erzeugerpreis für Zwiebel lose, sortiert in Kisten erneut angehoben werden.

Bildquelle: Shutterstock.com Zwiebel
Bildquelle: Shutterstock.com

Bis zu 62,00 EUR/dt zahlten Einkäufer Ende April laut niederösterreichischer Landwirtschaftskammer für einwandfreie Ware, heisst es im aktuellen Agrarmarkt Austria-Marktbericht Obst und Gemüse - April 2019.

Das Preisniveau befindet sich mittlerweile national als auch europaweit auf einem Allzeithoch. Doch woher kommt dieser enorme Preisanstieg?

Exkurs: Der Mangel an, vor allem gelben Zwiebeln, am europäischen Markt geht grundsätzlich auf die europäischen Minderernten 2018 zurück. Mit Ausnahme von Spanien.

Westeuropa hatte massiv unter der letztjährigen Trockenheit gelitten. Insbesondere die Niederlande, neben Spanien, Europas wichtigster Zwiebelproduzent und Hauptexporteur der EU, kämpfte letztes Jahr durch die Trockenheit mit gewaltigen Einbußen von 40 % und mehr.

In Folge dessen ist die Restmenge alterntiger, europäischer Zwiebel äußerst gering. Viele Mitgliedsstaaten wie z.B. Deutschland sind mit der Vermarktung heimischer Zwiebel bereits durch, oder stehen kurz vor dem Aus. Hochpreisige Importe aus Übersee sind mittlerweile an der Tagesordnung.

Bis wieder kontinentale Ware im größeren Umfang zur Verfügung steht, ist keine Entspannung in Sicht.

Quelle: AMA-Marktbericht Obst und Gemüse - April 2019
 

Veröffentlichungsdatum: 15.05.2019

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Österreich, Zwiebelpreise, Zwiebel, AMA, April, Preisrally