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Startschuss in die Brandenburger Heidelbeersaison

08. Juli 2019

Im Juli ist es wieder soweit: Nach dem weißen Spargelgenuss folgt der blaue Beerentraum und der Gartenbauverband Berlin-Brandenburg e.V. lädt die Brandenburger und Berliner zur Heidelbeerpflücke ein. In Brandenburg ist die Beerensaison vor allem blau. Aufgrund der stetig steigenden Nachfrage erhöht sich deren Anbaufläche kontinuierlich weiter. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark ist mit rund 272 Hektar beim Anbau Spitzenreiter.

Bildquelle: Shutterstock.com Blaubeeren
Bildquelle: Shutterstock.com

Rund 25 Betriebe haben sich in Brandenburg auf den Anbau von Kulturheidelbeeren auf einer Fläche von insgesamt 331 Hektar spezialisiert und konnten 2018 rund 11.302 Dezitonnen ernten. Damit ist die Heidelbeere die zweitwichtigste Strauchbeerenart nach dem Sanddorn in Brandenburg.

Der Start in die Heidelbeersaison erfolgt am Mittwoch, den 3. Juli 2019 um 11.30 Uhr auf dem Spargel- und Erlebnishof Klaistow Buschmann & Winkelmann, Glindower Straße 28, 14547 Klaistow. Agrarminister Jörg Vogelsänger wird zusammen mit Landrat Wolfgang Blasig (Potsdam-Mittelmark), dem Beelitzer Bürgermeister, Bernhard Knuth, und Klaus Henschel, Präsident des Gartenbauverbands, die Heidelbeersaison offiziell eröffnen.  

Der Spargelhof Buschmann & Winkelmann wurde am 1. Januar 1990 gegründet. Ab 2004 begann der Ausbau des eigentlichen Spargelbetriebs zum Erlebnishof. Der in Klaistow ansässige Betrieb bewirtschaftet mittlerweile 1.000 Hektar, davon 800 Hektar Spargel, 15 Hektar Erdbeeren, 150 Hektar Heidelbeeren, und 35 Hektar Kürbisse. Zudem gehören 250 eigene Freilandhühner und Freilandgänse zum Hof.

Herkunft, gesundheitlicher Wert und Bienenliebling

Die in Brandenburg angebauten Heidelbeeren stammen von nordamerikanischen Wildformen ab und sind keine hochgezüchteten heimischen Waldheidelbeeren.

Im Gegensatz zu den heimischen kleineren Blaubeeren, die an niedrigen, krautigen Büschen hängen, wachsen die dickeren Kulturheidelbeeren an bis zu zwei Meter hohen Sträuchern und haben eine blaue Schale und helles Fruchtfleisch. Die Anzucht ist eine langwierige Sache, denn die Pflanzen sind erst nach drei Jahren kräftig und mit 40 bis 60 Zentimetern groß genug, um ins Freiland umgesetzt zu werden. Anschließend dauert es mindestens weitere sieben bis neun Jahre, bis die Sträucher ihre Größe von bis zu zwei Metern erreicht haben und einen vollen Ernteertrag von 4 bis 10 Kilo pro Strauch erbringen.

Die Kulturheidelbeeren haben gegenüber den heimischen Blaubeeren nicht nur ein größeres Volumen, sondern besitzen auch mehr gesundheitsfördernde Eigenschaften. Ihr Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen ist zum Teil erheblich höher, v.a. für Calcium, Eisen und Magnesium sowie für Vitamin A, B1 und B2.

Auch die Konzentration von sekundären Pflanzenstoffen ist höher als bei anderen Früchten.  Heilsame Wirkung wird der Heidelbeere v.a. im Bereich Entzündungshemmung, Stärkung des Immunsystems, Verzögerung von Alterungsprozessen sowie regulierende Wirkung bei Magen- und Darmerkrankungen zugesprochen. Außerdem soll sich der Blaubeerverzehr positiv auf die Senkung des Cholesteringehalts auswirken. Egal wie die blauen Beeren zubereitet werden, Heidelbeeren sind immer ein Genuss und gehören zum Sommerglücksgefühl dazu!

Wer Heidelbeeren aus der Region verzehrt, tut nicht nur Gutes für die eigene Gesundheit, sondern fördert auch den Erhalt der Honigbienen vor Ort. Heidelbeeren sind sehr wertvoll für die Honigbienen, da die Pflanze sehr lange und mehrmals Nektar trägt, so dass auf einem Hektar Heidelbeeren bis zu 300 Kilo Honig geerntet werden können.

Quelle: Gartenbauverband Berlin-Brandenburg e.V.

Veröffentlichungsdatum: 08.07.2019

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Startschuss, Brandenburg, Heidelbeer, Regional