Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Start der Petition „Keine Patente auf Pflanzen und Tiere!“ an die österreichische Politik

19. Februar 2016

ARCHE NOAH, BIO AUSTRIA und die Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) schlagen Alarm: Europa droht eine Patentlawine auf herkömmlich – ohne den Einsatz gentechnischer Verfahren – gezüchtetes Obst, Gemüse und Getreide des täglichen Bedarfs.

Patent Brokkoli

Patente sollen eigentlich geistiges Eigentum an Produkten und Verfahren im Rahmen von Erfindungen schützen. Das Europäische Patentamt patentiert jedoch in höchst fragwürdiger Interpretation des europäischen Patentübereinkommens zunehmend herkömmliche Lebensmittel, wie etwa Tomaten, Paprika oder Brokkoli. Die Patente wirken auf die gesamte Kette der Lebensmittelproduktion. Der Patentinhaber erhält so exklusive Nutzungsrechte auf Pflanzen und Tiere. Rund 180 solcher Patente wurden an multinationale Agro-Chemiekonzerne wie Monsanto, Syngenta & Co. bereits erteilt, über 1200 weitere derartige Patente wurden beantragt.

In den nächsten Wochen und Monaten werden sowohl in der Europäischen Patentorganisation als auch in der Europäischen Union entscheidende Weichenstellungen pro oder contra die Patentierbarkeit von Lebewesen erfolgen. So beraten die zuständigen MinisterInnen über das Thema am 29. Februar beim Rat „Wettbewerbsfähigkeit“ in Brüssel.

ARCHE NOAH, BIO AUSTRIA und die Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) informieren über die Gefahren dieser neuen Patentierungspraxis für Bäuerinnen und Bauern, KonsumentInnen, ArbeitnehmerInnen und die biologische Vielfalt, formulieren ihre Anliegen an die österreichische Politik und starten die Petition „Keine Patente auf Pflanzen und Tiere!“.

Quelle: Bio Austria

Veröffentlichungsdatum: 19.02.2016

Schlagwörter

Petition, Keine Patente, Pflanzen, Tiere, Österreich, Politik