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Spanischer Sektor analysiert Krisensituation von Gewächshausgemüse

18. Dezember 2019

Vertreter des spanischen Gewächshaus-Gemüsesektors trafen sich, um die Marktsituation zu analysieren und die verfügbaren Instrumente zu untersuchen, die in der aktuellen Situation niedriger Preise und des Überschussangebotes greifen. Wie der spanische Verband FEPEX erklärte, kommt die aktuelle Krise vor allem durch das andauernd starke Wachstum der Tomatenimporte aus Marokko.

Bildquelle: Shutterstock.com Tomaten
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Dieses Wachstum ist sowohl auf nationalen Märkten als auch Gemeinschaftsmärkten zu sehen, was Wettbewerbsstörungen überall in dem Gemüsesektor verursacht. Die Tomatenerzeuger geben den Ertrag auf, weil marokkanische Importe niedrige Preise verursachen, die die Kosten nicht decken, wobei sie die Produktion auf anderes Gemüse verteilen.

Die spanischen Tomatenimporte aus Marokko sind in den letzten fünf Jahren von 18.045 Tonnen 2014 auf 63.338 Tonnen 2018 gestiegen, 251% mehr, und die EU-Importe sind von 383.305 Tonnen auf 499.711 Tonnen geklettert (+16%).

FEPEX erklärte auch die Unzulänglichkeit effektiver Mechanismen der Krisenlenkung und die Relevanz von Verbänden der Erzeugerorganisationen als ein grundlegendes Instrument für Marktregulierung.

Das Treffen unter Vorsitz der Generaldirektorin der Landwirtschaftsproduktion und -märkte, Esperanza Orellana, sagte auch, dass die Anfangspreise der Wintergemüsesaison kleiner sind als jene anderer Saisons, was vor allem an den guten Temperaturen der Monate September und Oktober liegt und dem Ersetzen von anderem Gemüse, das arbeitsintensiver ist, wie Tomaten durch z.B. Auberginen.

Quelle: FEPEX

Veröffentlichungsdatum: 18.12.2019

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Spanien, Sektor, analysiert, Krisensituation, Gewächshaus, gemüse