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Spanische Primofiori Zitronen gewannen massiv an Bedeutung

24. Oktober 2019

Die Wichtigkeit südafrikanischer Eureka begrenzte sich derweil. Türkische Enterdonato trafen immer häufiger ein. Meyer-Zitronen gleicher Herkunft verschwanden in München aus dem Handel. Das freundliche Interesse konnte ohne Schwierigkeiten gestillt werden. Die Güte ließ nur sehr selten Wünsche offen. Da die Verfügbarkeit hinreichend mit den Unterbringungsmöglichkeiten korrelierte, veränderten sich die Notierungen kaum. Ab und an verteuerten sich die spanischen Primofiori ein wenig, heisst es im aktuellen Marktbericht KW 42 / 19 des Bundesanstalts für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Bildquelle: Shutterstock.com Zitronen
Bildquelle: Shutterstock.com

Birnen
Italien dominierte mit vielen Varietäten, darunter Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ. Carmen tauchten in Berlin auf und kosteten dort 2,40 € je kg. Die italienischen Abladungen schränkten sich insgesamt eher ein. Die Präsenz von einheimischen Alexander Lucas und Conference wuchs dem gegenüber an. Clapps Liebling aus dem Inland fehlten inzwischen bei der Vermarktung. Aus den Niederlanden stammten Gute Luise und Conference. Spanische Abate Fetel komplettierten die Warenpalette mit spärlichen Mengen. Obwohl die Qualität generell durchaus überzeugte, fand bloß ein unaufgeregter Verkauf statt und die Nachfrage konnte daher ohne Probleme befriedigt werden. Also war es nicht verwunderlich, dass die Notierungen in der Regel auf dem bisherigen Niveau verharrten. Nur vereinzelt verteuerten oder vergünstigten sich einige Chargen.

Bananen
Die Geschäfte verliefen fortwährend in ruhigen Bahnen. Zum einen verlangsamten die Ferien den Absatz erkennbar. Da die Vertreiber die Bereitstellung im Vorfeld ausdrücklich auf das verminderte Umschlagspotential abgestimmt hatten, brauchten sie für gewöhnlich keine Vergünstigungen zu bewilligen. Zum anderen verlieh die kühlere Witterung dem Verkauf verschiedentlich etwas mehr Schwung. Selbst die vereinzelt aufgestauten Überhänge konnten sich so verflüchtigen. In der Folge etablierten sich hier und da leichte Verteuerungen für die Erstmarke. Die Notierungen des restlichen Sortimentes oszillierten aber ungeachtet dieser verbesserten Abnahme auf ihrem bisherigen Niveau. Dank der niedrigen Preise fokussierten sich örtlich die Kunden vorrangig auf die Drittmarken, die sich dadurch einer schnellen und glatten Räumung erfreuten.

Blumenkohl
Die Versorgung genügte, um den Bedarf ohne Probleme zu decken. Deutschland gab dabei den Ton an. Belgien, die Niederlande und Polen spielten nur eine untergeordnete Rolle. Das Interesse zeigte sich recht uneinheitlich: in Frankfurt und München eher lebhaft, sonstwo eher verhalten. Die Bewertungen bewegten sich oftmals auf einem unveränderten Level. An manchen Plätzen tendierten sie aufgrund der schleppenden Unterbringung jedoch ein wenig abwärts.

Salat
Bei Kopfsalat bestimmte Deutschland vor Belgien das Geschehen. Die Verfügbarkeit hatte sich verdichtet und die Nachfrage konnte komplikationsfrei gestillt werden. Die Notierungen blieben konstant. In Hamburg zogen sie hingegen sukzessive für das gesamte Sortiment und in Frankfurt für großfallende belgische Offerten an. Bei Eissalat intensivierte sich die Bedeutung der spanischen Partien. Sie stellten aber vorerst keine ernsthafte Konkurrenz für die dominierenden inländischen Abladungen dar. In Berlin schwankte die Qualität der deutschen Angebote, was deren Preisspanne in beide Richtungen weitete. In Hamburg verteuerten sich die einheimischen Chargen ab Mittwoch, da sich deren Absatz beschleunigt hatte. In München ließen sich die spanischen Artikel dank niedriger Forderungen flott abwickeln. Bunte Salate aus dem Inland wurden in einem kontinuierlichen Rahmen umgeschlagen. Die Vertreiber sahen selten Anlass, ihre Aufrufe zu modifizieren. Bei Endivien herrschte noch immer das Inland vor. Italien ergänzte in Hamburg und Belgien in Frankfurt das Geschehen. Für gewöhnlich verharrten die Bewertungen auf dem Niveau der Vorwoche, lediglich in Hamburg sanken sie bei den einheimischen Erzeugnissen wegen der günstigen Mitstreiter aus Italien ab. Einheimischer Feldsalat kostete bei einem unaufgeregten Verkauf so viel wie bisher.

Gurken
Bei den Schlangengurken überwog inzwischen augenscheinlich Spanien. Die Marktanteile von Belgien, Deutschland und den Niederlanden schrumpften. Griechische Importe gewannen zwar an Einfluss, waren jedoch nicht auf allen Märkten vorrätig. Die Relevanz von Spanien divergierte an den einzelnen Plätzen: Während in Köln die Saison gerade mal begann, verdrängten andernorts die spanischen Produkte die mitteleuropäischen zunehmend aus dem Geschäft. In Berlin waren folierte Früchte bei den Kunden unbeliebt. Überdies ließ sich in Frankfurt und Köln die eingeschweißte Ware nur schwer unterbringen. In Hamburg bewegten sich die Preise generell zunächst aufwärts, was den Handel postwendend merklich einschränkte, sodass die Bewertungen in der Folge wieder einbrachen. Auch in München tendierten die Notierungen etwas nach oben. Minigurken stammten hauptsächlich aus den Niederlanden, Deutschland und Spanien. Die Zugänge dehnten sich aus, was aber keine Auswirkungen auf die Forderungen hatte.

Tomaten
Belgien und die Niederlande dominierten das Angebot, Italien sowie Polen und Marokko ergänzten es. Die günstigen spanischen Anlieferungen intensivierten sich punktuell, was die etablierten tonangebenden Herkünfte zusehends unter Verkaufsdruck setzte. Um den Umschlag anzukurbeln und somit Bestände zu vermeiden, mussten die Vertreiber ihre Aufrufe für die niederländischen und belgischen Offerten häufig senken. In Berlin tauchten Runde Tomaten aus Polen und Marokko auf, die aber unzureichend ausgefärbt waren und daher kaum auf Interesse stießen. Verschiedentlich zogen die Notierungen an, da sich die Versorgung begrenzt hatte. So musste man beispielsweise in Frankfurt für Kirschtomaten und Fleischtomaten tiefer in die Tasche greifen. Meist strebten die Bewertungen aber nach unten, da die Nachfrage zu schwach ausfiel. Inländische Partien waren knapp und blieben teuer.

 


Weitere Informationen
Frankfurt
Erste Grapefruits aus Mexiko tauchten auf. Clementinen und Satsumas kamen in überwiegendem Maße aus Spanien. Türkische Importe waren eher selten. Die Bewertungen sackten bereits mengenbedingt leicht ab. Mandarinen stammten aus Südafrika und Peru. Marokkanische Bohnen standen weit über Bedarf zur Verfügung.
Hamburg
Himbeeren vom spanischen Festland begannen ihre Kampagne in 125-g-Schalen. Satsumas gleicher Herkunft starteten zu 8,- bis 10,- € je 10-kg-Holzkiste mit 75 bis 108 Stück. Netzware war deutlich günstiger. Für spanische Clementinen der Sorte Marisol verlangte man 0,75 € je 1 kg und für Oronules 4,- € je 2,3 kg. Per Flieger sollen am 28. Oktober Mangos aus Peru eintreffen. Dunkelblaue Feigen aus Peru wurden zu 13,- € je 1,5-kg-Verpackung mit 15 bis 18 Stück umgeschlagen. Frischer Radicchio und Petersilie aus Italien stießen direkt auf eine gute Abnahme. Knappe Artischocken aus Frankreich verteuerten sich am Freitag.
Köln
Die sichtbar angewachsenen Zuflüsse von Kakis und Granatäpfeln wurden zum Wochenende hin zufriedenstellend beachtet. Lediglich marginale Zugänge an einheimischen Zwetschgen waren am Platz und manche Partien konnten nur noch zum Schnapsbrennen genutzt werden. Die Anlieferungen von Pfifferlingen und Steinpilzen verringerten sich, weshalb die Notierungen stabil blieben.
München
Das Geschäft mit den kleinfruchtigen Zitrusfrüchten kam langsam ins Rollen. Neben Clementinen aus Spanien standen spärliche Mengen aus der Türkei sowie aus Süditalien im Angebot. Kiwis, italienische Greenlight sowie griechische Hayward, entsprachen von der Qualität her zunehmend den Wünschen der Kunden und sie verteuerten sich leicht. Bei den Melonen wurde der Wechsel auf mittel- und südamerikanische Importe vollzogen. Belgischer Chicorée vergünstigte sich. Die Präsenz inländischer Buschbohnen und Stangenbohnen schwächte sich bei auslaufender Saison stark ab. Auch für einheimische Zucchini war die Kampagne nahezu vorbei. Dill, der unter anderem aus Italien bereitgestellt wurde, notierte fest. Die Bewertungen von überschaubaren Chargen an Steinpilzen und Pfifferlingen stiegen an.
Berlin
Die Abwicklung von kleinfruchtigen Zitrusfrüchten beschleunigte sich deutlich und so wurden Mandarinen aus Südafrika, überwiegend Nadorcott, zum Wochenende hin knapp. Clementinen aus Spanien, reguläre Aufmachungen und solche mit Blatt, füllten peu á peu die Lücke, konnten mit ihren organoleptischen Eigenschaften allerdings nicht immer überzeugen. Die Preise lagen je nach Größe und Qualität zwischen 18,- und 25,- € je 10 kg.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 42 / 19
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Veröffentlichungsdatum: 24.10.2019

Schlagwörter

Primofiori, Zitronen, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin