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Spanische Erzeuger fordern Entschädigung für Fiasko mit zwei Mandarinensorten

01. August 2018

Eine Gruppe von 78 Erzeugern reichte Klage gegen das Valenzianische Landwirtschafts-Forschungs-Institut (IVIA) ein, um Entschädigung für das Fiasko mit den Mandarinen Safor und Garbí zu fordern. Alle sind Opfer der katastrophalen Leistung der zwei Mandarinensorten, die von dem Valenzianischen Landwirtschafts-Forschungs-Institut (Instituto Valenciano de Investigaciones Agrarias, IVIA) entwickelt wurden, berichtet AVA-ASAJA.

Foto © AVA-ASAJA
Foto © AVA-ASAJA

Die Forderung an das Institut, ein der Regierung anhängiger Körper, hat den Zweck, die Zahlung einer Entschädigung zu fordern. Die Klage wird durch die Vereinigung der Pflanzensortenbetreiber (Asociación de Operadores de Variedades Vegetales, ASOVAV) in die Wege geleitet.

2008 brachte das IVIA diese zwei neuen Mandarinensorten auf den Markt, indem es sie den Erzeugern als eine großartige Errungenschaft präsentierte, die zu den „Stars“ des Forschungszentrums gehören. Allerdings waren bereits in der Saison 2012/13, als die verkauften Setzlinge anfingen, in die Produktion zu kommen, die erzielten Ergebnisse ganz anders als die von dem IVAI angekündigten Vorteile. Die Schale der Früchte zeigte Abweichungen eines solchen Ausmaßes, dass eine Vermarktung unmöglich war. Seitdem hörte die Situation nicht auf, sich zu wiederholen und schlimmer zu werden, hieß es in dem Artikel.

Eine Studie, die von ASOVAV in Auftrag gegeben wurde, lässt keinen Zweifel bezüglich der Schwere des Problems: „Der durchschnittliche prozentuale Anteil der betroffenen Früchte belief sich auf 29,8%, in 23 der Proben war der Prozentanteil höher als 35%, womit es wirtschaftlich nicht tragbar war, die Ernte und die darauf folgende Lagerung durchzuführen.“

Seit der Marktfreigabe dieser neuen Sorten wurden fast 600.000 Setzlinge verkauft: 412.357 von Safor und 174.394 von Garbí.

Bis jetzt war die Reaktion des Forschungsinstitutes, das dem Landwirtschaftsministerium angehört, nicht anders, als dass es seine Verantwortung zurückweist, indem es argumentiert, dass die äußerlichen Makel an der Schale während der Experimentier- und Entwicklungsphase der neuen Sorten nicht auftraten und auch von den klimatischen Bedingungen als möglicher Ursache abhängen könnten, hieß es. Angesichts dieser Haltung sagten die klagenden Erzeuger, dass sie zu einem gerichtlichen Verfahren bereit sind, sollte mit dem Institut keine Einigung erreicht werden.

Quelle: AVA-ASAJA

Veröffentlichungsdatum: 01.08.2018

Schlagwörter

Erzeuger, Entschädigung, Fiasko, Mandarinen, Sorten