Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Spanien: Valencias Wassermelonenanbau aufgrund andauernder Preiskrise 38% zurückgegangen

20. Mai 2019

Die Wassermelone, eine der gefragtesten Sommerfrüchte, deren Anbau sich auf den Feldern von Valencia (Comunitat Valenciana) einer großflächigen Einführung erfreute, hat mit einem Rückbau zu kämpfen und ihr allmählicher Rückgang wird immer deutlicher. Dies ergibt sich aus einem Bericht von der Vereinigung der Erzeuger von Valencia (Asociación Valenciana de Agricultores, AVA-ASAJA).

Bildquelle: Shutterstock.com Melonen
Bildquelle: Shutterstock.com

Dem Bericht von AVA-ASAJA zufolge, der mit offiziellen Zahlen des Ministeriums für Landwirtschaft erstellt wurde, erlitt die Anbaufläche für diese Frucht in Valencia in den letzten fünf Jahren eine kräftige Abnahme von fast 38%, von 2.312 ha 2014 auf nur 1.347 ha 2018.

Der Grund, der diesen kräftigen rückläufigen Trend erklärt, ist kein anderer als der kontinuierliche Mangel an Rentabilität, der sich während der letzten Saison in einem allgemeinen Zusammenbruch der Preise für die valencianische Wassermelone zeigte. Letztes Jahr bekamen sie zwischen 5 und 10 Cent pro Kilo, wo die Produktionskosten bei rund 20 Cent lagen, was nicht tragbar ist. Das führte dazu, dass dutzende Erzeuger das Handtuch geworfen haben. Das betraf so gut wie alle Erzeuger dieser Frucht, die zu AVA-ASAJA gehören und die dahingehend beraten wurden, die Pflanzung der Frucht in dieser Saison aufzugehen und kein weiteres Geld mehr zu verlieren.

Nun, zu Beginn der Saison, sind die Preise in den letzten fünfzehn Tagen um 60% gefallen, da die große Wärme Europa noch nicht erreicht hat, wodurch der Konsum gering bleibt. Zudem werden die Märkte auch mit Wassermelonen aus Costa Rica, Brasilien, Senegal und Marokko beliefert, betonte AVA-ASAJA.

Quelle: AVA-ASAJA mit Daten des Landwirtschaftsministeriums

Veröffentlichungsdatum: 20.05.2019

Schlagwörter

Valencia, Wassermelonen, Anbau, Preiskrise