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Spanien: Landwirtschaft analysiert Meerestransport für Zugang zu neuen Obstexportmärkten

10. Januar 2019

Das Spanische Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Lebensmittel hat einen Logistikstudie durchgeführt, in der der maritime Transport analysiert wird, um neue Obstexportmärkte zu erreichen, insbesondere die Transitzeiten zwischen Spanien und den als Priorität erachteten Märkten. Dabei stechen unter den Märkten mit größerem Potential Brasilien, Kanada, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Vereinigten Staaten heraus.

Foto © Maersk Schiff
Foto © Maersk

Die „Logistikstudie vor dem zertifizierten Export von Früchten von Spanien“ (“Estudio logístico previo a la exportación certificada de frutas desde España“) hat als erstes Ziel, eine Übersicht mit Transitzeiten pro Tag zu Ländern zu erstellen, die als vorrangig angesehen werden. Um dies zu tun, wurden vier statistische Filter festgelegt, die es ermöglichen, diese Länder zu bestimmen, die Vorrang erhalten und für den Export von Früchten näher begutachtet werden sollten. Das Ergebnis waren 42 Länder mit Priorität.

Für FEEPX ist die Transitzeit entscheidend, um die logistische Strategie zu planen und zu entfernten Märkten Zugang zu bekommen, besonders bei Obst (auf das sich die Landwirtschaftsstudie bezieht), weil es hochverderbliche Produkte sind, aber auch in dem Fall von Gemüse.

Ziele wie China bedeuten mindestens vier Wochen Schiffstransitzeit zu Städten wie Shanghai, Yantian oder Hongkong, fünf Wochen bis Qingdao und sechs Wochen zu anderen Städten wie Xiamen. 2018 und bis September wurden insgesamt 25.211 Tonnen Obst und Gemüse von Spanien nach China mit dem Schiff transportiert.

Im dem Fall von Japan beträgt die Transitzeit mit dem Schiff sechs Wochen. Insgesamt wurden 1.278 Tonnen Obst und Gemüse bis September 2018 nach Japan exportiert, 1.176 Tonnen mit dem Schiff und 101 Tonnen mit dem Flugzeug.

Andere Ziele wie Saudi-Arabien, Brasilien, Kanada oder die Ostküste der USA benötigen eine kürzere Transitzeit, genauer zwei Wochen Schiffstransport.

Die spanischen Exporte von Obst und Gemüse nach Saudi-Arabien beliefen sich bis September 2018 auf 33.353 Tonnen, wovon 33.055 Tonnen mit dem Schiff kamen. Nach Brasilien wurden 48.346 Tonnen exportiert, davon 48.328 Tonnen per Schiff und 18 Tonnen per Flugzeug. Nach Kanada wurden 42.308 Tonnen exportiert und 41.090 Tonnen davon mit dem Schiff, während an die USA 13.232 Tonenn Obst und Gemüse gingen, wovon 10.905 Tonnen per Schiff transportiert wurden, so die Daten von dem Amt für Zolle und Verbrauchsteuern der Steuerbehörde, die FEPEX weiterverarbeitet hat.

Die Studie, die von der Aufsichtsbehörde für die Vereinbarungen über Gesundheit und Kontrolle an der Grenze (Subdirección General de Acuerdos Sanitarios y Control en Frontera) des Landwirtschaftsministeriums geleitet wurde, analysiert auch die Abläufe der internationalen Schiffsindustrie, wobei ihre Organisation um weltweit drei Hauptallianzen herum hervorzuheben ist: Occean Alliance (CMA, CGM, COSCO, OOC, Evergreen), The Allicance (ONE, Hapag-Lloyd und Yang Ming) und 2M (Maersk Line und MSC). Diese Allianzen sind für 80-90% der internationalen Schiffsrouten verantwortlich.

Quelle: FEPEX

Veröffentlichungsdatum: 10.01.2019

Schlagwörter

Landwirtschaft, Analyse, Meerestransport, Obstexportmärkten