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Spanien: Erste Schätzung zeigt Sturmschaden von mehr als 300.000 ha an

18. September 2019

In einer ersten Schätzung gab die Valenzianische Erzeugervereinigung (AVA-ASAJA) bekannt, dass der Sturm mehr als 300.000 ha Kulturen geschädigt hat. Der Kälteeinbruch (La gota fria) hat Verluste von mehr als 100 Millionen EUR an landwirtschaftlichen Erträgen in der Valenzianischen Gemeinschaft verursacht, so die erste notdürftige Schätzung.

Foto © AVA-ASAJA
Foto © AVA-ASAJA

Den technischen Diensten der Vereinigungen zufolge hat die Provinz Alicante den größten Schaden erlitten, wobei die vernichtende Bilanz 92 Millionen EUR erreicht. Unter den von dem Sturm betroffenen valenzianischen Regionen stechen Vall d'Albaida, La Costera, La Ribera und L'Horta Sud heraus, wo rund 6 Millionen EUR Verluste verzeichnet wurden. Insgesamt beläuft sich die landwirtschaftliche Fläche der Region, die von den katastrophalen Folgen von Dana getroffen wurde, auf 46.000 ha.

Die am meisten betroffenen Erträge sind Zitrusfrüchte, vor allem Zitronen, die in den südlichen Regionen von Alicante liegen, wo sich die Verluste auf fast 60 Millionen EUR infolge der Überflutung der Felder belaufen. Die Zitrusfläche erreicht Betroffenheitsniveaus von mindestens 40% des Ertrages mit 20.000 ha.

Tafeltrauben und Wein erlitten bedeutende wirtschaftliche Schäden zu Beginn der Traubenernte. Insgesamt zeigen die Zahlen von AVA-ASAJA 17.000 ha mit mehr als 22 Millionen EUR Schaden infolge der kräftigen Regenfälle.

Gemüse, dass in vielen Fällen jüngst gepflanzt wurde, wurde praktisch auf etwa 6.000 ha reduziert, sodass sich der wirtschaftliche Verlust auf über 10 Millionen EUR beläuft. Andere Produktionen, die von dem Kälteeinbruch betroffen sind, sind Granatäpfel mit 2.000 ha Schaden und 3 Millionen EUR Verlusten für die Erzeuger, Persimonen in La Ribera Alta mit 100 ha und rund 1 Million Verlusten.

AVA-ASAJA warnt, dass der Schaden und die Kosten an Viehbestand, insbesondere Bienenzüchter sowie an der landwirtschaftlichen Infrastruktur (Straßen, Zäune, Mauern, Bewässerungseinrichtungen, Lagerhäuser, Gewächshäuser usw.) und landwirtschaftlichen Maschinerie, deren Bewertung aktuell mehr als schwierig zu beistimmen ist, hinzukommen werden.

AVA-ASAJA bittet Agroseguro, die Aufgaben der Expertenbewertung auf den Flächen durchzuführen und die schnelle Bezahlung der Entschädigung vorzunehmen. Viele valenzianische Erzeuger leiden nun unter schweren Kapitalverlusten angesichts der Ausgaben für eine neue Saison. Ebenso fordert die landwirtschaftliche Organisation, dass die Verwaltungen eine besondere Sensibilität für den Sektor in Form von Hilfe oder Steuermaßnahmen zeigten, um die kritische Situation, in der sie stecken, zu lindern.

Quelle: AVA-ASAJA

Veröffentlichungsdatum: 18.09.2019

Schlagwörter

Schätzung, Sturmschaden, Spanien