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Spanien/Coexphal: Frühlingserträge überschatten Ergebnis einer „akzeptablen“ Kampagne

19. Juli 2019

Die Vereinigung der Obst- und Gemüseerzeugerorganisationen von Almeria (Coexphal) hat ihre Bilanz für die Saison 2018/19 präsentiert, in der die Preise um 2% gesunken sind, die Produktion um 5% zunimmt und die Einnahmen, die von dem Sektor erzeugt werden, um 3% steigen.

Bildquelle: Shutterstock.com Melonen
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Dem Geschäftsführer der zu FEPEX gehörenden Coexphal, Luis Miguel Fernández, zufolge „schließt die Saison und es bleibt ein schlechter Geschmack im Mund zurück wegen der armseligen Frühlingsergebnisse sowohl für Melone als auch Wassermelone. Wenn wir die gesamte Saison bewerten, können wir es akzeptabel nennen.“

Luis Miguel Fernández sagte weiter: „Es ist wahr, dass wir etwas mehr Menge und Preise hatten, mit denen wir die Einnahmen etwas steigerten, aber andererseits sind die Kosten mehr gestiegen und die Gewinnspannen sinken auf besorgniserregende Grenzen, bei einigen Produkten rund 1 oder 2%. Das sagt uns, dass wir Druck machen müssen und konkurrenzfähiger sein müssen, wir müssen mehr und besser produzieren und das ist es, was wir ab der nächsten Saison tun müssen, um das Gewächshaus 4.0 zu erreichen, wo Digitalisierung und Technologie eine wichtige Rolle spielen werden.“

Die Preise und Einnahmen von Melonen und Wassermelonen sind durchschnittlich um mehr als 30% gesunken. Das lag teilweise an einem Anstieg der Produktion (10% bei Wassermelonen und fast 40% bei Melonen).

Die Paprikapreise sind im Durchschnitt geblieben, fast auf derselben Höhe, und die Produktion ist um 6% gestiegen. Die Auberginenpreise sind um 5% geklettert und die Produktion hat sich kaum verändert. Zucchini sticht wegen des starken Produktionsanstiegs (28%) heraus, aber der Verkaufspreis am Ursprung fiel um 2%. Gurken enden mit 1% niedrigeren Preisen und 2% Produktionswachstum.

Tomaten schafften es, ihre Preise um 12% zu verbessern, wenngleich mit einer kleineren Produktion (2%), was besorgniserregend ist. Coexphal sagt, dass dieses Gemüse einem stärkeren Wettbewerb unterliegt und es Anbauprobleme aufgrund von Tuta Absoluta gibt.

In der Analyse der Entwicklung von Tomatenexporten an die EU-28 gegenüber der Saison 2009/10 „wurde beobachtet, dass Marokko und Almeria an die EU fast das Gleiche exportieren, mit einem Marktanteil von je 15%, wobei Marokko seine Exporte jedes Jahr deutlich um rund 40.000 Tonnen erhöht. Aber die spanischen Arbeitskosten machen heute 45% der Kosten eines Erzeugers pro Kilo aus, während es für marokkanische Erzeuger 25% sind.“ Somit betonte Luis Miguel Fernandez, dass der kontinuierliche Rückgang der Gewinnspannen des Erzeugers Sorgen bereitet: „Die Kalkulation der Gewinnspanne des Erzeugers zeigt, dass er diese Saison fast die Hälfte des Gewinns verloren hat, den er ein Jahr zuvor noch bekam.“

Quelle: FEPEX

Veröffentlichungsdatum: 19.07.2019

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Spanien, Coexphal, Frühlingserträge, Ergebnis, akzeptabel, Kampagne