Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Schweizer Artischocke: Edle Distel mit feinem Herz

13. August 2018

Die Erntezeit des knospigen Blütengemüses beginnt und damit auch das aufwendige Schälen zum genussvollen Herzstück. In der Schweiz wird die Artischocke bislang nur kleinflächig angebaut. Geerntet werden die knospigen Blütenstände von Anfang August bis Oktober, so der Landwirtschaftlicher Informationsdienst Lid.

Bildquelle: Shutterstock.com Artischicke
Bildquelle: Shutterstock.com

Beim optimalen Ernte-Zeitpunkt sind die Blütenköpfe noch verschlossen, grün und unreif. Wird dieser Zeitpunkt verpasst, reifen sie heran und zeigen eine violette Blüte.

Der Artischocken-Verzehr ist mit Arbeit verbunden, aber der Aufwand lohnt sich. Nach der Ernte werden die ganzen Blütenköpfe im Wasser gesiedet, gebraten oder frittiert. Bevor schliesslich die fleischigen Teile der Hüllblätter gegessen werden können, gilt es den Blütenkopf zu schälen und das Herzstück von den Schuppenblättern zu befreien. Mit einer Vinaigrette schmecken Herz und Boden besonders gut. Das Herz ist eine kulinarische Delikatesse und wird meistens frisch gekocht oder eingelegt.

Frostempfindlich und wärmeliebend

Die edle Artischocke war schon 500 v.Chr. als teure Spezialität bekannt. Bis zur französischen Revolution galt sie in den Gärten des französischen Landadels als Zeichen von Reichtum und vornehmer Lebensart. Ursprünglich stammt die Artischocke aus dem Mittelmeerraum, wird aber inzwischen in vielen anderen Ländern angebaut, so auch in der Schweiz. Obschon sie frostempfindlich ist, kann sie bei uns gedeihen. Artischocken bevorzugen einen sonnigen und warmen Standort und sollten ausreichend gewässert werden. Der Anbau in der Schweiz ist mit einer Fläche von 3,57 Hektaren sehr klein (Stand: 2017).

Quelle: Lid.ch

Veröffentlichungsdatum: 13.08.2018

Schlagwörter

Artischocke, Distel