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Schweiz: SBV - "Masseneinwanderungsinitiative flexibel umsetzen"

26. Februar 2015

Erste Vorschläge zur Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative liegen vor. Der Schweizer Bauernverband (SBV) verlangt, dass die Hürden für wenig qualifizierte Arbeitskräfte, die weniger als ein Jahr in der Schweiz sind, klein bleiben und auch Tieflohnbranchen bei der Kontingentsverteilung zum Zug kommen.

Vor einem Jahr haben Volk und Stände die Masseneinwanderungsinitiative angenommen. Heute schickte der Bundesrat seinen Umsetzungsvorschlag in die Vernehmlassung. Für die Landwirtschaft ist die Art der Umsetzung bedeutend, denn sie benötigt jedes Jahr zwischen 25‘000 und 35‘000 ausländische Arbeitskräfte. Deren Einsätze dauern grossmehrheitlich weniger als ein Jahr. Deshalb fordert der Schweizer Bauernverband (SBV), dass Kurzaufenthalter von den vorgeschlagenen Kontingenten und Höchstzahlen ausgenommen werden. Für Personen, die nur bis vier Monate in der Schweiz arbeiten, muss es analog dem aktuellen Meldeverfahren ein einfaches, schnelles und kostengünstiges Verfahren geben. Bei der Landwirtschaft muss der Inländervorrang pragmatisch angewendet werden, denn es lassen sich in der Schweiz erfahrungsgemäss praktisch keine Arbeitskräfte gewinnen. Bei den Kontingenten verlangt er, dass die branchentypischen Besonderheiten berücksichtigt werden.

Quelle: SBV

Veröffentlichungsdatum: 26.02.2015

Schlagwörter

Schweiz, SBV, Massen, einwanderung, Initiative