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Schweiz: Kirschessigfliege - Netze und Tonmineralien bieten Schutz

09. Januar 2017

Praxisversuche zeigen, dass Netze und Tonmineralien den besten Schutz gegen die Kirschessigfliege bieten. 2011 erstmals in der Schweiz nachgewiesen, hält sie seither die Obstbranche auf Trab: Die Kirschessigfliege.

Bildquelle: Shutterstock.com Kirschen
Bildquelle: Shutterstock.com

Das kleine Insekt hat im Jahr 2014 erstmals grosse Schäden an Kirschen, Beeren und Reben angerichtet. Eine etablierte Bekämpfungsstrategie gibt es noch nicht. Die Branche sucht deshalb fieberhaft nach geeigneten Mitteln gegen das aus Asien eingeschleppte Insekt.

Am 5. Januar 2017 haben Obstbau-Experten am Landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain in Sissach BL Resultate aus ihren Versuchen präsentiert. Bei Kirschen würden engmaschige Netze (maximal 1,2 mm) den besten Schutz bieten, lautet das Fazit aus den Praxisversuchen. Wo eine komplette Einnetzung technisch nicht machbar sei, könnten mineralische Substanzen wie zum Beispiel das Tonmineral Kaolin einen Befall verhindern, heisst es in einer Mitteilung.  Die Resultate würden zeigen, dass ein wirtschaftlicher Schaden mit diesen Massnahmen zwar nicht ausgeschlossen werden könne, das Ausmass aber deutlich reduziert werde.

Auch für anfällige Beerensorten sei ein Insektenschutznetz eine erfolgsversprechende Strategie, schreiben die Experten. Erschwerend komme bei Beeren aber hinzu, dass ihre Erntefenster länger seien, d.h. die Schutznetze müssten immer wieder geöffnet werden. Hier würden allenfalls mineralischen Substanzen eine gleichwertige Alternative bieten, was man mittels Feldversuchen im laufenden Jahr evaluieren will, heisst es weiter.

Für die Experten ist klar: Die Obstproduzenten müssen mit der Kirschessigfliege leben lernen und sich intensiv mit ihr auseinandersetzen.

Quelle: Lid.ch

Veröffentlichungsdatum: 09.01.2017

Schlagwörter

Kirschessigfliege, Netze, Tonmineralien, Schutz, Schädling