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Schweiz: Heidelbeere - trendig, geschmackvoll und gesund

09. Juli 2018

Der Konsum und die Anbaufläche von Heidelbeeren haben in der Schweiz in den letzten Jahren massiv zugenommen. Auch wenn die Fläche nun erstmals stagniert, bleibt die Heidelbeere eine Trendfrucht. Die kugelrunde Beere lässt sich in der Schweiz von Juli bis September ernten.

Bildquelle: Shutterstock.com Blaubeeren
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Die Beere wächst an einem 30 bis 50 cm hohen Strauch, der als Halbschattenpflanze von der Ebene bis ins Gebirge angesiedelt ist. Die Heidelbeere ist vor allem in den gemässigten und nordischen Zonen Eurasiens verbreitet.

Aufwändiger Anbau in der Schweiz

Bei uns sind Heidelbeerkulturen grösstenteils in der Ostschweiz, aber auch im Mittelland und der Zentralschweiz anzutreffen. Die Anbaufläche hat in der Schweiz in den letzten Jahren aufgrund hoher Nachfrage massiv zugenommen und sich innert 10 Jahren verdreifacht. Mit einer Fläche von 92,8 Hektaren ist sie laut dem Schweizer Obstverband (SOV) jedoch dieses Jahr zum ersten Mal rückgängig.

Der Anbau in der Schweiz ist aufwendig und anspruchsvoll, weil dieser einen sauren und durchlässigen Boden erfordert. Da diese Voraussetzung in anderen Ländern gegeben und der Import rund ums Jahr möglich ist, herrscht grosse Konkurrenz aus dem Ausland. Denn mit dem Heidelbeer-Boom nahm nicht nur der Anbau in der Schweiz, sondern auch der Import zu.

Kultur- und Wald-Heidelbeere

Die in der Schweiz angesiedelten Kultur-Heidelbeeren unterscheiden sich von den Wald-Heidelbeeren, denen man bei uns in den Bergen begegnet. Die Kultur-Heidelbeere stammt ursprünglich von der nordamerikanischen Wildform ab und nicht von der Europäischen. Im Gegensatz zur Wald-Heidelbeere färbt die Kultur-Heidelbeere die Zunge nicht blau, da das Fruchtfleisch weiss ist und der blaue Farbstoff fehlt. Die Sträuche der Kultur-Heidelbeere können bis 2 Meter hoch werden, während die heimisch-wilden Heidelbeersträuche vergleichsweise klein sind. Die Wald-Heidelbeeren sind zwar kleiner, dafür schmackhafter und der Vitamin-C-Gehalt ist 10 Mal höher als bei ihren Verwandten.

Wer die wilden, aromatischen und vitaminreichen Heidelbeeren in den Bergen selber pflücken möchte, sollte aufpassen. Denn die Rauschbeere sieht ihr zum Verwechseln ähnlich und kann bei Verzehr Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Ein Unterschied zeigt sich jedoch in der Farbe des Fruchtfleisches, welches bei der Rauschbeere weiss und bei der Heidelbeere violett-blau ist. Auch die Form der Blätter unterscheidet die beiden Beeren voneinander.

Quelle: Lid.ch
 

Veröffentlichungsdatum: 09.07.2018

Schlagwörter

Heidelbeere, trendig, geschmackvoll, Gesund