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Schweiz: Agrarversicherung - Risikomanagement wird immer wichtiger

16. Dezember 2014

In vielen Ländern werden Agrarversicherungsprämien subventioniert, mit dem Ziel die Ernteversichung und andere Agrarversicherungen zu fördern. Dies kann die Risiken einschränken, aber auch die Risikobereitschaft der landwirtschaftlichen Produzenten erhöhen, heißt es in einer Meldung der Landwirtschaftlicher Informationsdienst Lid.

Weltweit werde die Ernteversicherung noch wenig genutzt, doch die Zahl Versicherter nehme zu, wie die Hagel Info, die Zeitung der Hagel-Versicherungs-Gesellschaft, schreibt. Für das Jahr 2014 wird der Wert der Agrarversicherungsprämien auf 30 Milliarden US-Dollar geschätzt. An der Spitze stehen die USA, China, Kanada und Japan.

Für das aktuelle Wachstum des Agrarversicherungssektors sind China und Indien wichtige Treiber, vor allem dank staatlicher Unterstützung. Allgemein führen besonders Schwellenländer Prämiensubventionen ein, in Europa und Nordamerika sind diese schon etabliert. Die Staaten möchten der inländischen Produktion unter die Arme greifen und gleichzeitig die Importabhängigkeit bei Rohstoffen senken. Prämiensubventionen seien sehr wichtig für die Entwicklung von Agrarversicherungen, insbesondere die Ernteversicherungen, schreibt Hagel Info. Agrarversicherungen sind wiederum ein wichtiges Instrument des Risikomanagements, so Lid.

Die Lebensmittelproduktion wird zukünftig riskanter aufgrund extremerer Wetterbedingungen, höherer Produktintensität als Folge des Bevölkerungswachstums oder einer Degradierung der Böden. Das Risikomanagement – und innovative Agrarversicherungsprodukte – werden gefragt bleiben. Dabei sollte die wichtigste Massnahme des landwirtschaftlichen Risikomanagements nicht vergessen werden: die Risikovermeidung, berichtet Hagel Info.


Quelle: Lid.ch

Veröffentlichungsdatum: 16.12.2014

Schlagwörter

Schweiz, Agrarversicherung, Risikomanagement