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Schweiz: 2,6 Millionen Tonnen Lebensmittelverluste

08. Mai 2019

In der Schweiz gehen jährlich 2,6 Millionen Tonnen Lebensmittel verloren. Zwei Drittel davon sind vermeidbar. Hauptverantwortlich sind die Haushaltem. Pro Person gehen 190 Kilo geniessbare Lebensmittel pro Jahr verloren, wie das Bundesamt für Umwelt (Bafu) laut Swisscofel bekannt gab. Dieses hat die Verluste in der ganze Wertschöpfungskette untersucht. Die Lebensmittel gehen in der gesamten Lieferkette vom Acker bis auf den Teller verloren.

Bildquelle: Shutterstock.com Lebensmittel
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Gemäss Bafu landen in der Landwirtschaft knapp 225'000 Tonnen Frischsubstanz nicht bei ihrem eigentlichen Zweck und gelten somit als Lebensmittelverluste. 173'000 Tonnen davon sind Ernterückstände, die als Dünger oder als Bodenverbesserer auf den Feldern ausgebracht werden. 49'500 werden zu Tierfutter und bleiben somit in der Lebensmittelkette. 2'000 Tonnen werden in den KVA thermisch verwertet. Laut Bericht liessen sich 90 Prozent der landwirtschaftlichen Lebensmittelverluste vermeiden. Auch bei den Gründen hat das Bafu nachgeforscht: So fallen die Verluste vor allem wegen Normen nachgelagerter Branchen, technischen Bedingungen und unzweckmässiger Lagerung an.

In der Lebensmittelindustrie fallen rund 950'000 Tonnen Verluste an, drei Viertel davon vermeidbar. In diesem Bereich fallen besonders fehlende Absatzmärkte für Nebenprodukte sowie Verluste ins Gewicht, die nach aktuellem Stand der Technik nicht vermieden werden können, obwohl die Abfälle geniessbar wären. Der grösste Teil der Verluste - rund drei Viertel - wird zu Tierfutter.

Im Detailhandel fallen jährlich Verluste von 100'000 Tonnen an. Davon wären ganze 95 Prozent vermeidbar. Der grösste Teil davon, weil die Lebensmittel nicht verkauft werden.

Quelle: Swisscofel.ch/ Lid.ch
 

Veröffentlichungsdatum: 08.05.2019

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Schweiz, Lebensmittelverluste