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Sachsen: Frühkartoffeln aus Ägypten und Israel erobern die Handelsketten

10. April 2019

Der Sortimentswechsel war angesichts der knappen Vorräte an heimischer Lagerware dringend notwendig geworden. Fast 30 % der Packmenge sind inzwischen Importe aus Ägypten und Israel. Die Preise für deutsche Kühlhausware verharren auf dem Niveau der Vorwoche. Die Schälkartoffelpreise bleiben ebenfalls unverändert. Die Erzeuger bereiten das Kartoffelpflanzen vor.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
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Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 14. KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Mecklenburg - Vorpommern
Sowohl bei der alterntigen Lagerware als auch bei den importierten Frühkartoffeln bleibt das Preisniveau der Vorwoche stabil. Der Anteil der Absortierungen nimmt bei der heimischen Speiseware stetig zu. Teils sind die verfügbaren Mengen an deutscher Kühlhausware schon stark geschrumpft, so dass Abpacker Not haben, bis Ostern zu reichen. Andernorts ist noch ausreichend Speiseware verfügbar. Die Frühkartoffeln werden vom Endverbraucher gut angenommen. Die bereits unter Vlies gelegten Knollen sind kurz vorm Durchstoßen der Erde. Die Auspflanzungen ohne Vlies beginnen diese Woche. Die Schälkartoffelpreise verharren auf Vorwochenniveau.

Brandenburg
Der Kartoffelvorrat aus heimischer Lagerhaltung schrumpft zunehmend. Deutsche mehlig kochende Kühlhausware ist zum Teil nicht mehr im Sortiment. Ägyptische Frühkartoffeln ersetzen diese und ergänzen die anderen Sortentypen. Vorwiegend festkochende Partien werden zusätzlich aus Frankreich bezogen. Das Preisniveau für hiesige festkochende und vorwiegend festkochende Sortentypen ist angehoben worden. Ägyptische und französische Kartoffeln halten das Preisniveau der Vorwoche. Noch ist die Nachfrage nach früher Importware verhalten. Spätestens zum Osterfest wird mehr Absatz erwartet. Die Schälwarenpreise sind im Vergleich zur vergangenen Woche leicht angezogen.

Sachsen - Anhalt
Vielerorts hat inzwischen das Kartoffelpflanzen begonnen. Die Nachfrage nach Pflanzgut, welches dieses Jahr ebenso knapp ist wie die Speiseware, ist hoch. So ist auch der Anteil an Absortierungen, welcher in den Vorjahren in der Schälkartoffelproduktion Verwendung fand, gering. Die Schälkartoffelpreise wurden wiederholt leicht angehoben. Rohware für die Schälung ist wenig verfügbar und teuer. Für den Versandhandel stehen nur noch kleine Restmengen heimischer Lagerware zur Verfügung. Die Exportnachfrage hat nachgelassen. Polen und Tschechen versorgen sich mit französischer Ware. Handelsketten stellen ihr Sortiment kontinuierlich auf ausländische Frühkartoffeln um.

Thüringen
Noch können alle drei Sortengruppen im Lebensmitteleinzelhandel mit heimischer Lagerware bedient werden. Der Anteil an ausländischen Frühkartoffeln nimmt jedoch zu. Teils liegt der Anteil Ägypter an der Packmenge bei den Kleingebinden schon zwischen 40 und 50%. Andernorts machen ägyptische und israelische Frühkartoffel 10% der Packmenge aus. Das Preisniveau der Kühlhausware aus der Region und der Importware hat sich im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert. Schälkartoffelpreise verharren ebenfalls auf Vorwochenniveau. Pflanzgut wird derzeit umfangreich verladen. Die Auspflanzungen beginnen.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 10.04.2019

Schlagwörter

Marktinformation, Ostdeutschland, Sachsen, Frühkartoffeln, Ägypten, Israel, Handelsketten, Regional