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Sachsen - Anhalt: Vermarktung von Speiseware aus der Ernte 2017 geht zu Ende

20. Juni 2018

Teils werden noch Restbestände diese und kommende Woche, vereinzelt bis Ende Juni, verpackt oder von Versandhändlern vermarktet. Die Bestellungen für alterntige Kartoffeln seitens der Lebensmitteleinzelhändler gehen deutlich zurück. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 24. KW 2018" des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
Bildquelle: Shutterstock.com

Das Preisniveau für heimische Kühlhausware verharrt auf Vorwochenniveau. Zum Ende der Saison gehen nur noch geringe Mengen Lagerware in den Export nach Polen und Tschechien. Mit der Zufuhr spanischer Frühkartoffeln in diese Länder ging in der vergangenen Woche der Kartoffelexport dorthin massiv zurück. Die Qualität der Schälrohware lässt nach, dennoch halten Schälkartoffelproduzenten mit eigener Lagerhaltung einen Anschluss bis zur neuen Ernte für möglich. Die Schälkartoffelpreise sind stabil. Spätestens mit der Umstellung auf Frühkartoffeln werden Preiserhöhungen erwartet. Regenfälle sind in vielen Regionen wiederholt ausgeblieben. Für den Knollenansatz brauchen die Kartoffeln dringend Wasser.

Mecklenburg - Vorpommern
Noch werden hierzulande alterntige Knollen zu stabilen Preisen für den Handel abgepackt. Während in einem Packbetrieb nur noch festkochende Knollen der Sorte Belana aus der Ernte 2017 verbraucht werden, sind andernorts noch ungefähr 70% der Packware Lagerware aus dem eigenen Kühlhaus vor Ort. Diese Kühlhauskartoffeln werden voraussichtlich noch bis Ende Juni verpackt. Ergänzt wird das Sortiment mit spanischen und ägyptischen Frühkartoffeln. Für spanische Importe, welche teils erst ab dieser Woche im Discounter im Angebot sind, werden Preise von 60 bis 64EUR/dt franko Packer genannt. Bei der ägyptischen Ware handelt es sich um bereits langfristig vor Ort eingelagerte Ware. Deutsche Frühkartoffeln werden zu 58 EUR/dt aus dem Breisgau bezogen. Erste heimische losschalige Frühkartoffeln sind lose im Lebensmitteleinzelhandel erhältlich. Der Erzeugerpreis für diese Kartoffeln entspricht dem Niveau der Pfälzer Ware. Der Absatz von Packware in den Handelsketten hat sich nach einem schwachen Niveau in den Vorwochen weder stabilisiert. Die Schälkartoffelpreise verharren unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Brandenburg
In dieser Woche werden voraussichtlich die letzten Speisekartoffeln aus der Saison 2017 abgepackt. Die Preise für die alterntige Ware haben sich nicht verändert. Zur Wochenmitte kommen die ersten deutschen Frühkartoffeln aus der Pfalz in die Abpackung. Das Preisniveau liegt auf dem Niveau der spanischen Ware. Die ägyptischen Importe laufen aus. Israelische Frühkartoffeln sind weiter im Angebot. Die Preise für die israelischen und spanischen Importe bleiben auf dem Niveau der Vorwoche. Packer berichten von guter Nachfrage nach Kartoffeln in der vergangenen Woche. Auf hiesigen Feldern ist es sehr trocken. Die Kartoffelfelder mit Beregnungsmöglichkeit sehen gut aus. Am Wochenende sind hier und da Niederschläge gefallen. Die Schälkartoffelpreise bleiben auf Vorwochenniveau. Noch ist alterntige Schälrohware im Angebot oder in eigenen Lagehäusern vorrätig. Die Qualitäten der Rohware lassen, wie üblich zu dieser Jahreszeit, nach.

Sachsen
Nach wie vor wird hierzulande alterntige Programmware für den Lebensmitteleinzelhandel abgepackt. Das Preisniveau für diese Restbestände aus dem Kühllager bleibt unverändert. Ein großer Teil der Packware wird inzwischen aus Spanien bezogen. Ägyptische und israelische Frühkartoffeln sind kaum noch im Angebot. Alterntige Schälware aus dem Kühlhaus ist voraussichtlich noch bis Anfang Juli verfügbar. Für geschälte und gedämpfte Kartoffeln bleiben die Preise stabil auf Vorwochenniveau. Hier und da sind endlich Regenfälle, teils heftige Gewitter, nieder gegangen. So bleibt zu hoffen, dass sich die Feldbestände gut entwickeln.

Thüringen
Heimische Abpacker vermarkten weiterhin alterntige deutsche Kühlhausware zu unveränderten Preisen. Teils befindet sich die Lagerware vor Ort im eigenen Lager der Packbetriebe, teils wird die Ware inzwischen zugekauft. Das Sortiment wird ergänzt durch israelische Frühkartoffeln. Für diese werden Preise zwischen 48 und 50 EUR/dt genannt. Spanische Importe sind ebenfalls im Angebot. Das Preisniveau für die spanischen Frühen liegt bei 65 EUR/dt, wird aber zum Wochenausklang auf 60 EUR/dt fallen. Ägyptische Frühkartoffeln sind nur noch in Restmengen in der Abpackung. Den Absatz im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern bezeichnen die Packer als normal schwach für diese Witterung. Die Schälkartoffelpreise sind stabil. Die Feldbestände benötigen dringend Wasser für die Knollenausbildung.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 20.06.2018

Schlagwörter

Marktinformation, Kartoffeln, Ostdeutschland, Sachsen - Anhalt, Vermarktung