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Sachsen-Anhalt: Restbestände heimischer Lagerkartoffeln finden zügig Abnehmer

23. Mai 2019

Die Restbestände heimischer Lagerkartoffeln finden am Markt zügig Abnehmer, vereinzelt wurden die Preise erhöht. Importware aus Ägypten und Isreal sowie Spanien ergänzt das Angebot oder löst es ab. In Sachsen haben Lagerkartoffeln an der Packmenge nach wie vor einen Anteil von 50%. Dies geht aus der "Marktinformation Ostdeutschland 20. KW 2019" des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor. 


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Mecklenburg-Vorpommern

Nach wie vor werden alterntige deutsche Lagerkartoffeln zu unveränderten Preisen in Discountern und im Lebensmitteleinzelhandel angeboten. Kühlhausware aus der Ernte 2018 ist aber deutlich auf dem Rückzug. Im LEH werden spanische Frühkartoffeln Ende der kommenden Kalenderwoche die alterntige Speiseware ersetzen. Spanische Importe, aber auch noch Lagerware, sind dann auch in Discountern im Angebot. Ägyptische Frühkartoffeln werden ebenfalls noch abgepackt. Der Bezugspreis für die ägyptische Ware hat sich leicht erhöht. Speiseware, egal woher, ist knapp. In der nächsten Woche werden die ersten losschaligen deutschen Frühkartoffeln aus dem Breisgau erwartet. Diese werden in 12,5-kg-Gebinden direkt auf der Erntemaschine gepackt. Trotz der diesjährig hohen Kartoffelpreise ist der Absatz in den Handelsketten seitens der Konsumenten gut. Die Schälkartoffelpreise bleiben fest. In einigen Regionen hat der Frost die Kartoffelpflanzen geschädigt.

Brandenburg

Die Preise für alterntige Kühlhausware und ägyptische Frühkartoffeln bleiben auf dem Niveau der Vorwoche. Lagerware läuft aus, Restposten ermöglichen diese und kommende Woche noch ein Angebot in den Handelsketten, welche aber zunehmend auf Frühkartoffeln orientieren. Hauptsächlich werden ägyptische Importe gepackt. Spanische Frühkartoffeln werden ab kommender Woche das Sortiment ergänzen. Die Schälkartoffelpreise verharren auf dem Niveau der Vorwoche. Schälrohware ist knapp. Erzeuger berichten von Frostschäden an den ersten Kartoffelblättern.

Sachsen

Speiseware ist bei stabilen Preisen sehr knapp. Lagerware aus der Ernte 2018 ist kaum noch verfügbar. Die Läger sind geräumt und das Angebot an Frühkartoffelimporten gering. Ägyptische Importware ist schon gut geräumt. Israelische Importe sind ebenfalls knapp. Spanische Ware verzögert sich, sie wird inzwischen auch in anderen Ländern gut nachgefragt. Nach wie vor haben Lagerkartoffeln an der Packmenge einen Anteil von 50%. Die Nachfrage nach Speiseware in den Handelsketten verläuft kontinuierlich. Das kleine Angebot deckt sich mit der ruhigen Nachfrage. Es werden überwiegend kleine Gebindegrößen angeboten. Die Schälkartoffelpreise bleiben stabil. Kartoffelanbauer berichten vereinzelt von Frostschäden.

Sachsen-Anhalt

Die Restbestände heimischer Lagerkartoffeln finden am Markt zügig Abnehmer, vereinzelt wurden die Preise erhöht. Insbesondere die Schälkartoffelproduzenten sind dankbar für jede Kartoffelpartie aus der Ernte 2018. Ihnen fehlt noch die Alternative. Große Handelsketten in den Städten haben häufig nur noch ausländische Frühkartoffeln im Angebot. In den kleinen Märkten, insbesondere in den Dörfern, wird aber auch noch Lagerware zügig nachgefragt. Die Schälkartoffelpreise bleiben noch unverändert. Für die kommende Woche wurden vereinzelt Preiserhöhungen angekündigt. Vergangene Woche sind die Pflanzarbeiten größtenteils beendet worden. Am Wochenende haben Niederschläge von regional bis zu 35 mm für Entspannung gesorgt.

Thüringen

Die Situation am Speisekartoffelmarkt hat sich im Vergleich zur Vorwoche kaum geändert. Die Preise für Importware und heimische Lagerkartoffeln bleiben fest. Vermutlich bis Anfang Juni haben hiesige Packer noch alterntige Speiseware vorrätig. Neben der Kühlhausware, welche noch etwa die Hälfte der Packmenge abdeckt, werden Frühkartoffeln aus Ägypten und Israel gepackt. Spanische Frühkartoffeln sind noch nicht im Angebot. Die Preise für rohe und gedämpfte Schälkartoffeln verharren stabil auf dem Niveau der vergangenen Woche.


Quelle: MIO-LALLF

 

Veröffentlichungsdatum: 23.05.2019

Schlagwörter

Marktinformation Ostdeutschland, MIO, Lallf, Kartoffeln