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Sachsen - Anhalt: Große Probleme ausreichend Speiseware zu ordern

27. Februar 2019

Packer, Schäler und Versandhändler in Sachsen - Anhalt haben große Probleme ausreichend Speiseware zu ordern. Die Restmengen an freien Speisekartoffeln werden preislich hoch gehandelt, teils wird Ware zurückgehalten. Wann und in welchem Umfang Importe für Entspannung sorgen, ist noch unklar.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
Bildquelle: Shutterstock.com

Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 08. KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Die Erzeugerpreise wurden in dieser Woche zum Teil um 2 EUR/dt angehoben. Die Werbeaktionen der Handelsketten sind zurückgefahren worden. Der Versandhandel ins Ausland verläuft schleppend. Es ist kaum Ware für den Export verfügbar. Polen und Tschechen versorgen sich zum Teil günstiger mit Kartoffeln aus Frankreich und Holland. Die Schälkartoffelpreise für rohe Kartoffeln halten das Vorwochenniveau, werden aber kommende Woche weiter anziehen. Für gedämpfte Ware sind die Preise deutlich erhöht worden.

Mecklenburg - Vorpommern
Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln verharren diese Woche noch auf dem Preisniveau der Vorwoche. In den kommenden zwei Wochen ist von einer weiteren Preiserhöhung auszugehen. Das Land ist zweigeteilt. Während in der Küstenregion noch ausreichend Packware verfügbar ist, sind die Vorräte im Süden des Landes extrem knapp. Hier werden auf den leichten sandigen Böden die geringen Erträge der Ernte 2018 deutlich. Die Saison mit Packware aus deutscher Ernte wird dort voraussichtlich bereits Ende März beendet sein. Wie in den Jahren zuvor auch, werden in der kommenden Woche erste ägyptische Kartoffeln hierzulande in den Regalen des LEH präsent sein. Der Absatz wird von sehr ruhig bis gut von den heimischen Packern beschrieben. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Brandenburg
Das Preisniveau für Packware hat sich im Vergleich zur vergangenen Woche teils um 3 bis 4 EUR/dt erhöht. Zum Teil blieben die Preise aber auch noch stabil auf dem Vorwochenniveau. Während in den Vorjahren die Kartoffelvorräte hierzulande meist bis zum Monat Mai reichten, wird die Ware dieses Jahr bedingt durch die geringen Erträge voraussichtlich nur bis Ende März verfügbar sein. Dennoch fordern die Handelsketten nach wie vor Speiseware für Werbeaktionen. Noch kann überregional zugekauft werden. Die Qualität der mehlig kochenden Knollen ist problematisch (Schwarzfleckigkeit). Druckstellen treten vermehrt auf. Die Schälkartoffelpreise halten noch das Vorwochenniveau, werden aber im Wochenverlauf bis spätestens kommende Woche angehoben.

Sachsen
Heimische Packer sind ungewöhnlich früh im Jahresverlauf auf überregionale Kartoffelzufuhren angewiesen. Die heimischen Vorräte schrumpfen zusehends, so dass schwacher Absatz in den Handelsketten dieses Jahr von Seiten der Packer sogar positiv gesehen wird. Es bleibt zu hoffen, dass die Verbraucher ihr Konsumverhalten nicht gänzlich ändern und in den kommenden Jahren wieder verstärkt Kartoffeln essen. Das hohe Preisniveau für Gebinde aller Art im LEH und in den Discountern zeigt inzwischen Wirkung. Die knappe Warenverfügbarkeit wird in der kommenden Woche zur einer weiteren Preisanhebung um 4 bis 5 EUR/dt führen, teils wurden die Erzeugerpreise bereits diese Woche leicht angehoben. Die Preise für rohe Schälkartoffel verharren auf dem Vorwochenniveau. Für gedämpfte Schälkartoffeln wurde das Preisniveau, folgend auf die Preiserhöhung für rohe geschälte Ware, angehoben.

Thüringen
Die Erzeugerpreise für Speiseware erreichen inzwischen knapp die 40 EUR/dt. Im Vergleich zur Vorwoche wurden die Preise teils um 4 bis 5 EUR/dt erhöht. Noch ist heimische Ware verfügbar, aber die Mengen nehmen zusehends ab. Französische Kartoffeln ergänzen das Sortiment. Für feste Sorten aus Frankreich wird ein Preisniveau von 55 EUR/dt genannt, für vorwiegend festkochende Sorten 45 EUR/dt. Aus Zypern wird die Sorte Annabelle im Lebensmitteleinzelhandel lose angeboten. Aufgrund der geringen Mengenverfügbarkeit und der hohen Preise finden kaum noch Werbeaktionen im 10 kg Gebinde statt. Die Preise für rohe und geschälte Kartoffeln bleiben unverändert auf dem Vorwochenniveau.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 27.02.2019

Schlagwörter

Marktinformation, Ostdeutschland, Sachsen - Anhalt, Speiseware