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Sachsen-Anhalt: Die Preise für Speiseware verharren überwiegend auf Vorwochenniveau

14. März 2018

Für Premiumware aus Kistenkühllägern werden jedoch inzwischen zum Teil die lange geforderten Lagerzuschläge von bis zu 2 EUR/dt gezahlt.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
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Lagerhalter haben in der vergangenen Woche überwiegend an heimische Packer geliefert. Aufgrund der Minusgrade im zweistelligen Bereich wurde die Vermarktung mit langen Transportwegen nach Tschechien und Polen eingestellt. Teils wird auch von schwachem Absatz in den Handelsketten hierzulande berichtet. Die Schälkartoffelpreise verharren weiter auf dem Niveau der vergangenen Woche. Das Angebot an Schälrohware, teils Absortierungen der Pflanzkartoffeln, ist reichlich.

Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 10. KW 2018" des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Mecklenburg - Vorpommern
Die Erzeugerpreise für Speiseware bleiben auf dem Niveau der vergangenen Woche. Lagerzuschläge für Kühlhausware sind im Gespräch, konnten jedoch noch nicht in der Breite durchgesetzt werden. Noch ist reichlich Ware aus den Überschussregionen verfügbar, die insbesondere in die Werbeaktionen der Discounter und des Lebensmitteleinzelhandels fließen. Die Minusgrade im zweistelligen Bereich der vorigen Woche wurden überwiegend gut gemeistert. Packer hatten sich in eigenen Lagerhallen vor Ort ausreichend bevorratet. Diese Woche werden die ersten ägyptischen Frühkartoffeln der Sorte Annabelle und Ditta im LEH und in den Discountern angeboten, teils als Aktionsware. Die Bezugspreise für die Packer liegen franko bei 52 EUR/dt. Absortierungen aus dem Pflanzkartoffelgeschäft werden teils nach Bulgarien vermarktet. Die Schälkartoffelpreise sind stabil.

Brandenburg
Für qualitativ hochwertige Speisekartoffeln aus Kistenkühllägern konnten diese Woche zum Teil Preiserhöhungen von 2 EUR/dt durchgesetzt werden. Noch ist ausreichend Speiseware mittlerer Qualität verfügbar, welche zu Vorwochenpreisen vermarktet wird. Teils drängen Übermengen aus Niedersachsen auf den hiesigen Markt, welche überwiegend als Aktionsware angeboten werden. Die Nachfrage nach Speisekartoffeln in den Handelsketten verläuft nach wie vor im Rhythmus der Werbeaktionen. Die großen Temperaturunterschiede der vergangenen Woche zwischen Transport und Verkaufsraum haben insbesondere bei den mehlig kochenden Kartoffeln zu Schwarzfleckigkeit geführt. Zum Osterfest werden die ersten Frühkartoffeln aus Ägypten das Kartoffelangebot vergrößern. Das Schälkartoffelgeschäft läuft bei unveränderten Preisen in ruhigen Bahnen.

Sachsen
Dem heimischen Speisekartoffelmarkt steht nach wie vor ein reichliches Speisekartoffelangebot zur Verfügung. Der Sortieraufwand ist jedoch hoch. Für Kühlhausware in guter Qualität werden Lageraufschläge gefordert, welche weiterhin vom Handel blockiert werden. Die Erzeugerpreise für Speiseware bleiben unverändert auf dem Niveau der Vorwoche. Packer lagern erste Frühkartoffeln aus Ägypten ein. Noch ist unklar, wann diese in das Sortiment der Handelsketten aufgenommen werden. Die Schälkartoffelpreise halten das Niveau der Vorwoche.

Thüringen
Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln bleiben unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche. Noch konnte kein Lageraufschlag durchgesetzt werden. Die Optik der Lagerware in konventionellen Lägern nimmt rasant ab. Die Qualitäten der Speiseware schwanken stark, so dass im Interesse einer zügigen Vermarktung aller Partien häufig Mischpreise gebildet werden. Aufgrund der extremen Minustemperaturen wurden in der vergangenen Woche teils reduzierte Mengen geliefert, passend zum schwachen Absatz im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern. Die Preise für rohe und gedämpfte Schälkartoffeln halten stabil das Vorwochenniveau.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 14.03.2018

Schlagwörter

Marktinformation, Kartoffeln, Ostdeutschland