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Russische Apfelproduktion von 1,5 Millionen Tonnen für das Handelsjahr 2018/19 vorhergesagt

07. März 2019

Für das Handelsjahr 2018/19 ist die russische Apfelproduktion mit 1.506.100 Tonnen vorhergesagt. Trotz der jüngsten Zunahme der lokalen Apfelproduktion bleibt Russland einer der führenden Importeure der Welt bei Kernobst, da es 2017/18 eine Menge von 858.612 Tonnen Äpfel importierte.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Dies ergibt sich aus einem Bericht über Russlands Kernobstmarkt von dem Global Agricultural Information Network (GAIN Report) des Auslandslandwirtschaftsdienstes (FAS) des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA).

In dem Handelsjahr 2018/19 werden die russischen Apfelimporte wahrscheinlich auf 815.000 Tonnen sinken. Die russischen Importe von Tafeltrauben und Birnen werden ebenso auf je 270.000 Tonnen und 352.000 Tonnen abnehmen, da die Verbraucher zunehmend nach weniger teuren, im Inland erzeugten Früchten suchen. In dem Handelsjahr 2017/18 war Moldawien der größte Lieferant von Äpfeln an Russland, wobei sich die Exporte um 55% erhöhten und 260.426 Tonnen, oder 30% von Russlands Gesamtapfelimporten von dem Land geliert wurden. Erschwingliche Früchte aus Moldawien konkurrieren stets direkt mit der russischen Inlandsproduktion.

2018/19 hat die Apfelanbaufläche in Russland um fast 1% auf 212.000 ha zugenommen. Russische Apfelerzeuger investieren weiter in das Abtragen alter Plantagen und die Pflanzung neuer, um die wachsende Verbrauchernachfrage nach günstigen Früchten zu erfüllen.

Seit 2014 haben Russlands Gegensanktionen die Importe von Äpfeln aus Europa und den USA verboten. Dies und die Unterstützung der Russischen Regierung von 12,9 Milliarden RUB (194,8 Millionen USD) für den Zeitraum 2013-2018 haben die Investitionen in Russlands Gartenbausektor angekurbelt. 2018 gab die Regierung weitere 242 Milliarden RUB (3,6 Milliarden USD) Hilfsprogramm für die russische Landwirtschaft bekannt und im Februar 2018 weitere 7 Milliarden RUB(105,7 Millionen USD), einschließlich 5 Milliarden RUB (75,5 Millionen USD) Unterstützung zur Anregung von Investitionen.

Verschiedene Faktoren behindern weiter die Entwicklung von Russlands Gartenbausektor. Wurzelstöcke bleiben ungenügend bezüglich hohen Erträgen, Winterresistenz, Trockenheits- und Krankheitstoleranz im gewerblichen Anbau. Der Zugang zu modernen Technologien und Ausrüstung ist weiter beschränkt. Russlands Gartenbauerzeuger begegnen sehr hohen Kosten bei dem Import von Pflanzenmaterial, Pflanzenschutzmitteln sowie Technologie und Ausrüstung für Anbau und Lagerung.

Seit Juni 2014 werden Krim-Daten offiziell in russische nationale Statistiken (ROSSTAT) aufgenommen. Allerdings beinhalten Produktions- und Handelsbewertungen des USDA keine Daten von der Krim, außer es wird explizit darauf hingewiesen.

Lesen Sie hier den ganzen detaillierten Bericht (auf Englisch).

Quelle: USDA FAS GAIN Report

Veröffentlichungsdatum: 07.03.2019

Schlagwörter

Russland, Apfel, Produktion, Tonnen, Handelsjahr