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Runder Tisch EU-USDA zur Festlegung von Importtoleranzen

05. Januar 2018

Das US-Landwirtschaftsministerium hat jüngst mit Vertretern aus der EU an einem Runden Tisch über die neuesten Entwicklungen bei den EU-Vorschriften zur Ermittlung endokriner Disruptoren (EDs) diskutiert und was dies für US-AgrarLebensmittelexporte in die EU bedeutet. Das berichtet der Deutsche Fruchthandelsverband e.V. (DFHV).

Bildquelle: Shutterstock.com Pflanzenschutz
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Die European Crop Protection Association (ECPA) – der europäische Verband der PSM-Hersteller – äußerte in dem Treffen seine Ansicht, dass die aktuellen Entwicklungen enorme Auswirkungen auf den Handel haben werden.

EDs fallen unter die gefahrenbasierten Ausschlusskriterien für Pflanzenschutzmittelwirkstoffe. Erfüllt ein Wirkstoff eines dieser Ausschlusskriterien (z. B. krebserregend, erbgutverändernd, nicht abbaubar), ist eine Zulassung die Wirkstoffes, unabhängig von der anzuwendenden Dosis, grundsätzlich nicht mehr möglich. Die Einstufung eines Wirkstoffs als ED hat daher weitreichende Konsequenzen.

Beispielsweise beschäftigt sich die Europäische Kommission derzeit mit der Frage, welche Auswirkungen die gefahrenbasierten Ausschlusskriterien und damit auch die EDs, auf bestehende und beantragte Einfuhrtoleranzen für die betroffenen Wirkstoffe haben könnten. Ein mögliches Szenario wäre hier, dass bereits bestehende Einfuhrtoleranzen für Wirkstoffe, die unter die gefahrenbasierten Ausschlusskriterien fallen, nicht mehr aufrechterhalten werden und Anträge für solche Einfuhrtoleranzen abgewiesen werden. Dieses Szenario wird derzeit von der Europäischen Kommission präferiert.

Quelle: DFHV aktuell 12/2017.

Veröffentlichungsdatum: 05.01.2018

Schlagwörter

Runder Tisch, EU, USDA, Import, Lebensmittelsicherheit