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Rewe Group wächst profitabel im In- und Ausland - Umsatzplus von 2,4 %

01. April 2015

Trotz eines laut GfK stagnierenden deutschen Lebensmitteleinzelhandels 2014 und herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in Mittel- und Osteuropa hat die REWE Group im vergangenen Geschäftsjahr ihren Gesamtaußenumsatz aus fortzuführendem Geschäft um 2,4 Prozent auf 51,1 Milliarden Euro gesteigert; bereinigt um negative Wechselkurseffekte lag das Plus bei 3 Prozent. "Wir hatten ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2014", erklärte Alain Caparros, Vorstandsvorsitzender der REWE Group, anlässlich der Vorstellung der noch nicht testierten Geschäftszahlen am 31. März 2015 in Köln. "Unsere Investitionen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro in Expansion und Modernisierung haben unserem Geschäft im In- und Ausland erneut sehr positive Impulse gegeben. Durch unsere Strategie der kontinuierlichen Modernisierung und durch innovative Formate und Vertriebskonzepte gelingt es uns, dynamisch und profitabel aus eigener Kraft zu wachsen - auch unter schwierigen Markt- und Wettbewerbsbedingungen", so Caparros. "Deshalb sind wir sehr zufrieden mit der Umsatzentwicklung unseres Unternehmens. Zugleich liegen wir beim operativen Ergebnis (EBITA) deutlich über unserer Planung."

rewe fahnen

Den größten Beitrag zum Umsatzwachstum der REWE Group leistete das Geschäft in Deutschland, das sich um 2,8 Prozent auf 37,2 Milliarden Euro erhöhte. Der Auslandsumsatz in elf europäischen Ländern wurde um 1,4 Prozent auf 13,9 Milliarden Euro gesteigert. Negative Wechselkurseffekte belasteten die Umsatzerlöse mit rund 300 Millionen Euro. Bereinigt um diese Effekte lag das Umsatzwachstum im Ausland 2014 bei 3,4 Prozent.

Als besonders erfolgreich erwiesen sich die Supermärkte der REWE Group in Deutschland: Das Vollsortiment National lag mit einem Plus von 3,4 Prozent an der Spitze der Umsatzentwicklung im deutschen Supermarktgeschäft 2014. "Überragend war einmal mehr die Leistung unserer mittelständischen REWE-Kaufleute, die ihren Umsatz im vergangenen Jahr um 7,4 Prozent steigerten", erklärte Caparros. "Der mittelständische selbstständige Einzelhandel als Kern unserer genossenschaftlichen Gruppe ist so erfolgreich wie noch nie in unserer 88-jährigen Unternehmensgeschichte. Unsere Kaufleute verkörpern unsere genossenschaftlichen Werte Leistungsstärke, Serviceorientierung, Innovationskraft, Kooperation und Nachhaltigkeit, und sie sind seit vielen Jahren der Motor unserer positiven Entwicklung. Deshalb werden wir auch in Zukunft das Geschäft unserer selbstständigen Kaufleute stärken und ausbauen", sagte Caparros.

Doch nicht allein das Lebensmitteleinzelhandelsgeschäft der REWE Group lag an der Spitze des Wettbewerbs. Auch die Touristik und die Baumärkte verzeichneten eine herausragende Entwicklung. "Unsere Reiseveranstalter wuchsen beim Umsatz zweistellig und liegen damit vor den meisten Wettbewerbern - und dies auch bereinigt um Akquisitionen. Zugleich erzielte toom Baumarkt einen der besten Umsatzzuwächse in seiner Unternehmensgeschichte", so Caparros.

Rewe-Konzern: Operatives Ergebnis weiter verbessert

Der REWE-Konzernumsatz aus fortgeführtem Geschäft (ohne selbstständigen Einzelhandel, Beteiligungen und At-Equity-Gesellschaften) wuchs um 3 Prozent auf 42,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis des REWE-Konzerns (EBITA) erhöhte sich gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert von 363 Millionen Euro um 29 Prozent auf 468 Millionen Euro. Das EBITA aus fortzuführendem Geschäft lag bei 515 Millionen Euro.

Dazu erklärte Alain Caparros: "Wir hatten für 2014 beim operativen Ergebnis konservativer geplant. Aber dank der deutlich verbesserten Leistung von PENNY im In- und Ausland hat unser Discountgeschäft zusammengenommen beim operativen Ergebnis eine 'schwarze Null' erreicht. Und da sich auch die Ergebnisse aller anderen Geschäftsfelder sehr gut entwickelten, haben wir beim EBITA unter dem Strich deutlich besser abgeschnitten als von uns budgetiert." Nicht enthalten im operativen Ergebnis des REWE-Konzerns in Höhe 468 Millionen Euro ist das EBITA der selbstständigen REWE-Kaufleute, das gegenüber dem Vorjahr nochmals gesteigert werden konnte und 2014 mit 220 Millionen Euro eine neue Höchstmarke erreichte.

Geschäftsfeld Vollsortiment National

rewe green building

Das Vollsortiment National mit REWE, REWE Center, REWE City, REWE To Go und TEMMA erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 3,4 Prozent auf 16,9 Milliarden Euro. Vor dem Hintergrund der laut GfK im Jahr 2014 stagnierenden Gesamtumsätze im deutschen Lebensmitteleinzelhandels-Markt erwies sich REWE damit einmal mehr als Garant des Wachstums aus eigener Kraft. Der Anteil des Vollsortiments National am Gesamtumsatz des REWE-Konzerns betrug 39,8 Prozent.

Trotz generell guter Konsumstimmung blieben die Verbraucher auch im vergangenen Jahr preissensibel. Die zahlreichen Preissenkungsrunden im deutschen Lebensmittelhandel 2014 begleitete das Vollsortiment National konsequent mit der Preiseinstiegsmarke ja!.
Ein großer Erfolg war für REWE die Einführung von Payback. Über zehn Millionen Payback-Kunden kamen 2014 in die REWE-Märkte und insgesamt wurden mehr als zwei Millionen neue REWE Payback-Karten ausgegeben.

Die Anzahl der REWE To Go-Märkte verdoppelte sich im vergangenen Jahr von vier auf acht. Hinzu kommen die 10 REWE To Go-Märkte an ARAL-Tankstellen in Nordrhein-Westfalen; die bislang gesammelten Erfahrungen dieses Tests bis Anfang 2016 sind positiv mit sehr guter Umsatzentwicklung. Die Anzahl der TEMMA-Märkte stieg um vier auf neun Märkte. Beide innovativen Formate verzeichneten hohe zweistellige Umsatzzuwächse.

rewe to go

REWE Lebensmittel-Onlinegeschäft

Das Lebensmittel-Onlinegeschäft von REWE besteht derzeit zum einen aus dem Abholservice, bei dem die Kunden online bestellen und dann bei einem der bundesweit insgesamt 13 Drive-Abholmärkte ihren Einkauf zur gewünschten Zeit selbst abholen können. Darüber hinaus gibt es den REWE-Lieferservice, der mittlerweile aus bundesweit 57 Städten beliefert. Damit ist REWE in Deutschland der führende Vollsortimenter im Lebensmittel-Onlinehandel, einem aber nach wie vor kleinen Markt. Die Akzeptanz bei den Kunden ist sehr gut und weiter wachsend.

billa online

Die bislang gesammelten Erfahrungen zeigen, dass es Warenkategorien wie Wein, Tiernahrung und Tierbedarf gibt, die eine besonders hohe Online-Affinität haben. Dort besteht weiterhin großes Potential, und REWE ist in diesen Bereichen mit dem Onlinegeschäft des Kölner Weinkellers und dem Online-Anbieter ZooRoyal präsent und für die Zukunft gut aufgestellt.

Um die technologischen Voraussetzungen des Online-Geschäfts optimal zu gestalten, hat REWE Digital im vergangenen Jahr das Unternehmen comme

rcetools übernommen. Commercetools zählt zu den technologisch führenden Anbietern von eCommerce-Lösungen in Europa und ist für seine hochleistungsfähige Cloud-Software bekannt. Mit commercetools und seinen fortschrittlichen Webshop-Technologien verstärkt REWE Digital die konzernweiten digitalen Aktivitäten.

Geschäftsfeld Vollsortiment International

Das fortzuführende Geschäft des Vollsortiment International umfasst die Aktivitäten der REWE Group in Österreich, Tschechien, der Slowakei, Russland, Rumänien, Kroatien, der Ukraine und Bulgarien. Im Juni 2014 hatte die REWE Group ihren Rückzug aus dem Vollsortimentsgeschäft in Italien bekannt gegeben. Die insgesamt 137 BILLA-Märkte in Italien wurden in Paketen abgegeben, unter anderem an Carrefour und Conad.

Die Umsatzerlöse des Vollsortiment International aus fortzuführendem Geschäft erreichten mit 8,6 Milliarden Euro (-0,5 Prozent) das Vorjahresniveau. Negative Wechselkurseffekte in den Ländern Mittel- und Osteuropas belasteten die Umsatzerlöse mit über 200 Millionen Euro. Bereinigt um diese negativen Effekte erzielte das Geschäftsfeld ein Umsatzplus von 1,9 Prozent.

In Österreich erhöhte sich der Umsatz von BILLA, BIPA, MERKUR und ADEG trotz einer schwierigen Wirtschaftslage und sinkender Konsumnachfrage um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit einem Marktanteil von über 35 Prozent blieb die REWE International AG deutlich die Nummer 1 im österreichischen Lebensmittel- und Drogeriefachhandel. Im laufenden Geschäftsjahr 2015 werden erneut Investitionen in Höhe von rund 400 Millionen Euro zur Festigung der führenden Marktposition getätigt.

Der Umsatz in den sieben Märkten in Mittel- und Osteuropa, deren Vollsortimentsgeschäft von Österreich aus gesteuert wird, konnte 2014 wechselkursbereinigt um 4,9 Prozent gesteigert werden. Obwohl die Umsatzziele in Russland und der Ukraine in Landeswährung erreicht wurden, bleibt die Situation in diesen Märkten angesichts der politischen und wirtschaftlichen Lage herausfordernd.


 

Veröffentlichungsdatum: 01.04.2015

Schlagwörter

Rewe Group, Wachstum, Profitabel, Umsatzplus