Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Reichenau-Gemüse geht neue Wege bei der Verpackung

29. August 2019

Weg vom Plastik! – Ja, es findet ganz eindeutig ein Umdenken statt: beim Lebensmitteleinzelhandel, beim immer aufgeklärteren und kritischeren Kunden, egal ob dieser Bio-Ware oder Gemüseerzeugnisse aus der integriert-kontrollierten Anbauweise bevorzugt. 

16.000 Tonnen Frischgemüse pro Jahr, davon mittlerweile fast 40 % in Bio-Qualität – das will alles gut und künftig auch nachhaltiger verpackt werden!
Foto © Reichenau-Gemüse

Das große, gemeinsam Ziel hierbei lautet: Verpacken der Ware wo nötig, aber mit einer Reduzierung der Plastikanteile. Gleichzeitig müssen aber auch weiterhin alle Erfordernisse an den Artikel eingehalten werden. Dies sind neben einer Erkennbarkeit des Produktes einerseits, bei gleichzeitigem Zugriffschutz durch den Verbraucher anderseits, die Umsetzungen der Deklaration seitens des Gesetzgebers und Kunden (EAN/Losnummer(etc.).

16.000 Tonnen Frischgemüse pro Jahr, davon mittlerweile fast 40 % in Bio-Qualität – das will alles gut und künftig auch nachhaltiger verpackt werden!

Eine doch recht anspruchsvolle Herausforderung, der sich die Verantwortlichen der Reichenau-Gemüse gestellt haben. Begonnen hat man in der Lösung der Fragestellung bei dem Produkt „Tomaten“. Gemeinsam mit dem Hersteller und Lieferanten der Wellpappschalen (Fa. RONDO) und einem schwäbischen Maschinenbauer, hat man nun eine Maschine entwickelt, die die Wellpappschalen unterschiedlichster Formate mittels Klebepunkt so verschließen kann, dass die o. g. Forderungen gänzlich umgesetzt werden können. Eine gewisse Flexibilität im Verschlussprozess ist bei unterschiedlicher Tomatengröße erforderlich. 


Foto © Reichenau-Gemüse
Foto © Reichenau-Gemüse

„Zukunftsweisend und verantwortungsbewusst“ so umschreibt der stellvertretende Geschäftsführer der Reichenau-Gemüse das Resultat. Herausgekommen ist eine Maschine, die einteilige Wellpappschalen (Altpapieranteil bis zu 85 %) in einem neuen Format nach der Befüllung mittels zweier Klebepunkte auf der oberen Schalenseite verschließen kann. Somit wird das Flowpacken der Schale, also der Einsatz von Plastikfolie, vermieden. Gleichzeitig werden alle Forderungen an die Verpackung erfüllt. Die entsprechenden Kennzeichnungsvorgaben werden mittels Inkjet umgesetzt. Vor 2 Wochen wurde die erste Maschine dieser Art weltweit durch den Maschinenbauer zur Insel Reichenau geliefert. In den kommenden Tagen werden Feinabstimmungen mit den neuen Schalen vorgenommen, um die neuen Verpackungen mit den Reichenauer Tomaten zur Serienreife zu bringen. Nach einer Vorstellung beim Kunden soll dann der Echtbetrieb noch in dieser Saison beginnen. Dann steht einem plastiklosen Tomatengenuss von der Gemüseinsel nichts mehr im Weg.

Quelle: Reichenau-Gemüse eG

Veröffentlichungsdatum: 29.08.2019

Schlagwörter

Reichenau-Gemüse, Verpackung