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Regionale und ökologische Lebensmittel sind immer mehr gefragt

30. Januar 2015

„Lebensmittel aus regionalem und ökologischem Anbau werden immer stärker von den Verbraucherinnen und Verbrauchern nachgefragt. Dies ist ein stetiger Trend und das Ziel der hessischen Landesregierung ist es, gemeinsam mit unseren Landwirten und Landwirtinnen dieser Nachfrage zu bedienen“, erklärte die hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz anlässlich der Eröffnung der 60. Landwirtschaftlichen Woche Südhessen in Gernsheim. In ihrer Rede sprach Hinz  von der zukunftsfähigen und verbraucherorientieren Landwirtschaft und ging dabei auch auf die Ziele des Ökoaktionsplans ein.

„Ziel einer guten Landwirtschaftspolitik muss es sein, dass die Arbeitsbedingungen, die Qualität der Erzeugnisse, das Tierwohl und nicht zuletzt auch die umweltschonenden Produktionsweisen sich ergänzen und von Anfang an bedacht werden“, erklärte die Ministerin. Auch ging Priska Hinz auf den „Zukunftspakt hessische Landwirtschaft“ ein, den die Landesregierung nun auf eine breitere Basis gestellt hat und jetzt alle relevanten Akteure mit einbezogen wurden. „Für eine zukunftsfähige Landwirtschaft muss die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen an erster Stelle stehen, gleichzeitig müssen sich die Landwirtinnen und Landwirte an den Wünschen und der Nachfrage der Verbraucher orientieren“, machte die Landwirtschaftsministerin deutlich.

Auch Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser ging bei der Abendveranstaltung des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen (LLH) auf die Verbraucherwünsche und die unterschiedlichen Vermarktungswege von regionalen und ökologischen Lebensmitteln ein. Die Veranstaltung des LLH, die im Rahmen der Landwirtschaftlichen Woche stattfand, stand unter dem Motto „Neue Impulse im ökologischen Landbau in Hessen – Aktuelles aus der Vermarktung“.  „Die Gesellschaft interessiert sich immer mehr für Produkte aus dem ökologischen Landbau und aus der regionalen Produktion. Unser Ministerium will in Zusammenarbeit mit Direktvermarktungsbetrieben, Lebensmittelwirtschaft, Verarbeitern und Händlern Strategien für regionale und ökologische Wertschöpfungsketten entwickeln“, erklärte Dr. Tappeser. Weiterhin erklärte sie, dass diese Strategien gerade deshalb besonders wichtig seien, da die Nachfrage nach ökologischen und regionalen Lebensmitteln in den Ballungsräumen, also auch in der Region Rhein-Main, so groß sei, dass sie von der heimischen Landwirtschaft nicht ausreichend bedient werden könne. „Die hessische Landesregierung sorgt für eine verlässliche Förderung des Ökolandbaus, wir bieten hier auf unterschiedlichen Gebieten, von der Aus- und Fortbildung bis zur Vermarktungsberatung, Unterstützungs-möglichkeiten“, so die Staatssekretärin. Außerdem gratulierte Dr. Beatrix Tappeser der Bingenheimer Saatgut AG zum Gewinn des Bundeswettbewerbs Ökologischer Landbau 2015. „Für die Biobauern ist es überlebenswichtig, dass sie reines und unmanipuliertes Saatgut erhalten. Auch für den Erhalt der biologischen Vielfalt in der Landwirtschaft, spielen Unternehmen wie die Bingenheimer Saatgut AG eine bedeutende Rolle.“, so Dr. Tappeser.

Ministerin und Staatssekretärin machten in ihren jeweiligen Reden deutlich, dass mit dem Ökoaktionsplan auch besonders die Direktvermarktungsstrukturen der Landwirte gestärkt und ausgebaut werden sollen. Denn der Zusammenhang „bio-regional-authentisch“ findet bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern einen immer größeren Zuspruch und viele von ihnen möchten auch wissen, wo ihre Lebensmittel genau herkommen.


Quelle: Umwelt Hessen

Veröffentlichungsdatum: 30.01.2015

Schlagwörter

Landwirtschaftlich, Südhessen, Regional, ökologisch, Lebensmittel, gefragt