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QS führt Rückverfolgbarkeitschecks durch: alle Proben vom LEH zum Erzeuger rückverfolgbar

18. September 2019

Die korrekte Identität und eindeutige Rückverfolgbarkeit der Produkte spielen im QS-System eine Schlüsselrolle. QS hat daher, zusätzlich zu den regulären Prüfungen in den Audits, in den Monaten Juni bis August 2019 Rückverfolgbarkeitschecks durchgeführt.

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Ausgehend von den Filialen des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) wurden 47 mit dem QS-Prüfzeichen gelabelte Obst-, Gemüse- und Kartoffelproben über alle Stufen der Wertschöpfungskette bis zum Erzeuger rückverfolgt. 123 Unternehmen aus Deutschland und den Niederlanden waren in die Checks involviert.

Rückverfolgbarkeitschecks decken Verbesserungspotentiale auf

In allen Fällen konnten die Produkte von der Einzelhandelsfiliale bis zum Erzeuger rückverfolgt werden. In Folge von Schüttgutlagerung oder bestimmter Abpack- und Aufbereitungsprozesse enthielten einzelne Produkte Waren aus bis zu sechs Erzeugerbetrieben.

An der Produktion und Vermarktung eines einzelnen Produkts waren in der Regel zwischen drei und vier Unternehmen beteiligt. Doch die Rückverfolgbarkeitschecks zeigten auch Verbesserungspotentiale auf. So stellte beispielsweise die Zuordnung des Lieferscheins zur beprobten Ware in einigen Fällen eine Herausforderung dar. Ebenso gab es Korrekturbedarf bezüglich der Kennzeichnung von QS-Ware in den Warenbegleitpapieren. Des Weiteren haben die Checks gezeigt, dass nicht immer eine korrekte Überprüfung der Lieferberechtigung für das QS-System erfolgte und vereinzelt keine ausreichende QS-Zulassung bestand. Insgesamt standen die Systempartner der Aufdeckung von Schwachstellen positiv gegenüber, da hiermit eine Optimierung der internen Verfahren einherging.

Verifizierung der Rückverfolgbarkeitschecks durch Rückständs- und Isotopenanalysen

Zur Verifizierung der Rückverfolgbarkeitschecks wurden 40 Produktproben durch ein QS-anerkanntes Labor auf Pflanzenschutzmittelrückstände analysiert. Die Analyseergebnisse nutzte QS dazu, die detektierten Wirkstoffe mit den in der jeweiligen Ackerschlagkartei des Erzeugers aufgeführten Pflanzenschutzmitteln abzugleichen. Hierbei konnten keine Auffälligkeiten festgestellt werden.

Nur vereinzelt wurden Wirkstoffe detektiert, die bedingt durch Abdrift auf das Produkt gelangt waren. Zur weiteren Überprüfung der Authentizität wurden bei fünf Produkten erstmals auch Isotopenanalysen durchgeführt. Die Ergebnisse bestätigten die deklarierte Herkunft. Lediglich eine Heidelbeerprobe wies untypische Isotopenverhältnisse hinsichtlich des Ursprungslands Deutschland auf. In diesem Fall wurde eine Gegenprobe vom betroffenen Feld gezogen. Diese bestätigte die untypischen Isotopenverhältnisse, wodurch die Herkunft aus Deutschland nachgewiesen werden konnte.

Rückmeldung der Systempartner nach durchschnittlich 9 Stunden und 18 Minuten

In Ereignis- und Krisenfällen sind eine schnelle Reaktion und zuverlässige Rückmeldung der Systempartner entscheidend. Aus diesem Grund wurde im Rahmen der Rückverfolgbarkeitschecks ein besonderes Augenmerk auf die Reaktionszeiten zwischen der Kontaktaufnahme und der Rückmeldung zu den angefragten Informationen durch den jeweiligen Systempartner gerichtet: 98 % der Betriebe konnten binnen der geforderten 24 Stunden alle für eine Rückverfolgung benötigten Informationen vorlegen (siehe hierzu Grafik: Übersicht Reaktionszeiten).

Lesen Sie hier mehr auf www.q-s.de
Oder download: QS-Report Obst, Gemüse, Kartoffeln (Ausgabe 2/2019) (pdf)

Quelle: QS Qualität und Sicherheit GmbH

Veröffentlichungsdatum: 18.09.2019

Schlagwörter

QS, Rückverfolgbarkeit, Checks, Proben, LEH, Erzeuger