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Plastikverpackung bereitet Obstverkäufern Kopfzerbrechen

21. November 2018

Die Verbrauchernachfrage nach weniger Plastikverpackungen war auf dem jüngsten Deutschen Obst- und Gemüsekongress (DOGK) in Düsseldorf ein Hauptthema, wo rund 550 Teilnehmer am 20.-21. September 2018 zusammenkamen. Zu den diskutierten Themen gehörten: Verpackung, Onlinehandel mit Obst und Gemüse, wachsende Nachfrage nach Beeren und die Auswirkung der Klimaveränderung auf die deutsche inländische Produktion.

Bildquelle: Shutterstock.com Verpackung
Bildquelle: Shutterstock.com

Ein Report des Global Agricultural Information Network (GAIN) des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) konzentriert sich auf die Verbraucherpräferenzen bei Verpackungen in der EU.

Hier eine Zusammenfassung:

Helmut Huebsch, von der GfK Verbraucherbefragung und Dienste, berichtete, dass deutsche Verbraucher Verpackung zunehmend als ein entscheidendes Element für ihre Einkaufsentscheidung sehen. In einer neuen Verbraucherumfrage bevorzugten 62% der Befragten unverpacktes Obst und Gemüse gegenüber vorverpackten Erzeugnissen. Zudem ist der Prozentanteil der Verbraucher, die bereit sind, mehr für umweltfreundliche Verpackung zu zahlen, zwischen 2013-2017 von 31,1% auf 38,5% gestiegen.

Michael Wilde, Leiter für Nachhaltigkeit und Kommunikation bei dem niederländischen Fruchthandelsunternehmen Eosta, erklärte, dass EU-Verbraucher weniger Verpackungskonflikte verlangen, wenn es darum geht, Informationen und Marken zu zeigen. Er präsentierte eine Reihe von Verpackungsoptionen, die die Nutzung von auf Mineralöl basierendem Plastik mit zunehmendem Grad verringern:

  • Bioplastik – Plastik, die eher aus Pflanzenölen anstatt Mineralöl hergestellt wird +Karton mit Plastikelementen
  • Karton
  • Auf Zuckerrohr basierender Karton (aus Zellulose von Zuckerrohrabfall, womit kein Fällen von Bäumen für die Kartonproduktion erforderlich ist)
  • Selbsthaftende Aufkleber
  • Laserkennzeichnung
  • Gar keine Verpackung, Informationen werden außen auf dem Karton oder durch Schilder geliefert.

Eosta bewegt sich weg von Plastikverpackung und führt stattdessen Laserkennzeichnung ein. Das ist zum Teil für Verbraucher attraktiv, aber ebenso wichtig, um versteckte Kosten für Verpackung und Verpackungsbeseitigung zu sparen.

Dr. Thomas Maier-Eschenlohr, von Landpack, demonstrierte einige Transportverpackungen, die auf erneuerbaren Ressourcen basieren, wie Stroh, Hanf und Jutestoff. Diese wurden insbesondere für den Onlinehandel entwickelt, weil viele Kunden, die Lebensmittel online kaufen, sensibel auf Umweltthemen reagieren und nicht zu Plastikabfall beitragen wollen.

Verpackung war auch ein heiß diskutiertes Thema in den Pausen zum Kontaktknüpfen, wobei sich die allgemeine Schlussfolgerung ergab, dass die Reduzierung von Plastikverpackung eines der am meisten hervortretenden heißen Themen in dem Obst- und Gemüsehandel der Zukunft ist. Das schafft Möglichkeiten für US-Exporteure, die innovative und nachhaltig Verpackung und Kennzeichnungslösungen nutzen, hieß es in dem GAIN-Report.

Nächstes Jahr wird der DOGK am 16.-17. September 2019 stattfinden.

Für mehr Informationen: www.dogkongress.de

Quelle: USDA FAS GAIN reports

Veröffentlichungsdatum: 21.11.2018

Schlagwörter

DOGK, Plastikverpackung, Obstverkäufern