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Pflanzenschutzmittel: Bundesagrarministerin Klöckner für Verbot von Thiaclorprid

17. Juli 2019

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hat deutlich gemacht, dass sie sich auf europäischer Ebene gegen die Wiedergenehmigung und für ein Verbot des Pflanzenschutzmittelwirkstoffs Thiacloprid, ein Neonikotinoid, einsetzen wird. In Brüssel fand dazu Mitte/Ende Mai 2019 eine erste Erörterung statt, wie der Deutsche Fruchthandelsverband e.V. (DFHV) berichtet.

Bildquelle: Shutterstock.com Pflanzenschutzmittel
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Laut Julia Klöckner gilt Thiacloprid nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen als gesundheitlich bedenklich und schädlich für den Naturhaushalt, unter anderem für Bestäuber (zum Beispiel Bienen). Die Anwendung solcher Wirkstoffe müsse schnellstmöglich verboten werden.

Im Februar 2019 wurde die EU-Genehmigung für Thiacloprid zusammen mit anderen PSM-Wirkstoffen wegen Eilbedürftigkeit noch mal um ein Jahr verlängert (bis 30. April 2020). Die Nichtgenehmigung von Thiacloprid wird aber bereits auf EU-Ebene diskutiert und war schon ein Tagesordnungspunkt im Ständigen Ausschuss (SCoPAFF Legislation 20./21. Mai 2019).

Bereits im vergangenen Jahr wurde auf EU-Ebene ein Freilandverbot der drei Neonikotinoide Clothianidin, Imadicloprid und Thiametoxam erteilt.

Quelle: DFHV Newsletter aktuell 6/2019
 

Veröffentlichungsdatum: 17.07.2019

Schlagwörter

Pflanzenschutzmittel, Bundesagrarministerin, Klöckner, Verbot, Thiaclorprid