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Pflanzenschutz der Zukunft: Kaufland diskutiert über Wege zu mehr Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft

25. Oktober 2019

Wie viele Pflanzenschutzmittel sind wirklich gut für die Landwirtschaft? Diese kontroverse Frage hat Kaufland in einer öffentlichen Expertenrunde am 23. Oktober in Berlin diskutiert. Als Diskussionsgrundlage hatte der Neckarsulmer Lebensmittelhändler zuvor seinen eigenen Umgang mit Pflanzenschutzmitteln transparent gemacht und damit für ein Novum in der Branche gesorgt. Unter dem Titel "So viel wie nötig, so wenig wie möglich - Der Weg zu nachhaltigem Pflanzenschutz?" erörterte Stefan Lukes, Geschäftsführer Einkauf Obst und Gemüse bei Kaufland, mit prominenten Gästen das Für und Wider von Pflanzenschutzmitteln.

Eine Expertenrunde aus Politik und Wirtschaft diskutiert über den Pflanzenschutz der Zukunft. Foto © Obs/ Kaufland
Eine Expertenrunde aus Politik und Wirtschaft diskutiert über den Pflanzenschutz der Zukunft. Foto © Obs/ Kaufland

Die Gäste waren:

   - Alois Gerig, MdB, CDU-/CSU-Bundestagsfraktion und Vorsitzender
     des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft
   - Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes
   - Ilka Dege, Koordinatorin Agrar-, Natur- und Tierschutzpolitik
     beim Deutschen Naturschutzring
   - Martin Hofstetter, Political Advisor für Biodiversität und
     Landwirtschaft

Verschiedene Perspektiven prägten den Diskurs

Einig waren sich alle Beteiligten darüber, dass mit Blick auf die bedrohte Artenvielfalt Pflanzenschutz nachhaltig sein muss und ganzheitliche Maßnahmen gefunden werden müssen.

"Wir müssen uns an einen Tisch setzen und eine gemeinsame Strategie entwickeln. In den letzten 20 Jahren sind 20 Prozent der Erträge wegen des Artensterbens zurückgegangen. Dass Pflanzenschutzmittel dabei eine große Rolle spielen, ist erwiesen", so Ilka Dege. Anderer Ansicht war Bauernverbandsvertreter Bernhard Krüsken: "Pflanzenschutz muss möglich bleiben, um Ernten zu schützen und Qualität abzusichern. Den Weg der kontinuierlichen Reduktion gehen wir mit. Voraussetzung sind stabile und langfristige Lieferbeziehungen und nicht zuletzt Honorierung und Wertschätzung."

Ein gemeinsamer Konsens konnte trotz unterschiedlicher Interessen gefunden werden: "Die Priorität liegt darauf, die Biodiversität zu wahren und die Umwelt zu schonen. Dafür stehen alle in der Verpflichtung, die nötigen Maßnahmen zu ergreifen", so Kaufland-Vertreter Stefan Lukes. "Die Diskussion hat gezeigt, dass wir mit unserem Motto ,So viel wie nötig, so wenig wie möglich' auf dem richtigen Weg sind. Schon heute steht Biodiversität im Fokus unseres Handelns. Um die Umwelt, Kunden und Lieferanten zu schützen, werden wir unser Engagement ausweiten", ergänzt Lukes.

Der Transparenzreport erklärt das Pestizidmanagement von Kaufland

Vor Eröffnung der Diskussionsrunde hatte Kaufland seinen Transparenzreport Obst und Gemüse veröffentlicht. Anhand der vier Kapitel "Standards", "Kontrollen", "Lieferbeziehungen" und "Biodiversität" erläutert der Händler seinen strategischen Ansatz zum Pflanzenschutzmanagement und bietet dafür ungewohnte Einblicke in ein viel diskutiertes Thema der Lebensmittelindustrie. "Der Bericht schafft - wie sein Titel sagt - Transparenz. Unsere Kunden haben ein Recht darauf, sich zu informieren und zu wissen, was sie bei uns einkaufen. Mit dem Report zeigen wir so offen wie kein anderer Händler, wo wir heute stehen", erklärt Lukes.

Dialogreihe "Machen macht den Unterschied"

Mit der Dialogreihe "Machen macht den Unterschied" tritt Kaufland in den offenen Austausch. Das Ziel des Unternehmens ist, Transparenz zu schaffen und im Gespräch mit Interessenvertretern konstruktive Lösungen für die Gemeinschaft zu finden. Der Fokus der Dialoge liegt auf Nachhaltigkeitsthemen, die für den Lebensmittelhändler besonders wichtig sind: Heimat, Ernährung, Tierwohl, Klima, Natur, Lieferkette und Mitarbeiter.

Zum Report

Der Transparenzreport Obst und Gemüse 2019 ist öffentlich unter www.kaufland.de/pflanzenschutz abrufbar.

Quelle: Ots/ Kaufland

Veröffentlichungsdatum: 25.10.2019

Schlagwörter

Pflanzenschutz, Zukunft, Kaufland, Nachhaltigkeit, Landwirtschaft