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Äpfel: Partien aus Europa prägten noch immer das Geschehen

06. Mai 2019

Insbesondere gab es einheimische Elstar und Jonagold, italienische Golden Delicious und französische Jazz. Spanische, niederländische, belgische und polnische Zufuhren komplettierten die europäische Warenpalette.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Die Käufer griffen auf diese fortlaufend in einem steten Rahmen zu: Die Güte ließ kaum Wünsche offen und die Artikel waren günstiger als die von der südlichen Hemisphäre. Bei den Ankünften aus Übersee herrschten neuseeländische, argentinische und chilenische Royal Gala vor. Elstar aus Chile, Granny Smith aus Südafrika sowie Smitten aus Neuseeland spielten lediglich eine geringe Rolle. Der Umschlag der Importe von der südlichen Halbkugel kam nur langsam in Schwung; vereinzelt wurden sie überhaupt nicht geordert. Generell verharrten die Notierungen häufig auf ihrem bisherigen Niveau, da die Händler ihre Bereitstellung hinreichend auf das Interesse abstimmt hatten.

Birnen
Südafrika dominierte mit vielen Varietäten wie Packham`s Triumph, Abate Fetel und Forelle. Argentinien schickte Williams Christ, Chile sendete vorrangig Abate Fetel und Forelle. Die Zuströme wuchsen an und somit konnte der Bedarf problemlos befriedigt werden. Die Bewertungen blieben meist konstant, da sich Angebot und Nachfrage in etwa die Waage hielten. Zudem überzeugte in der Regel die Qualität. Ab und an konnten die Vertreiber ihre Aufrufe auch leicht anheben. In Frankfurt befanden sich Vereinsdechantsbirnen aus Chile und Südafrika sowie kleinfallende Packham`s Triumph im Fokus. Europa hatte sich fast gänzlich aus dem Geschäft verabschiedet: Nur noch selten waren italienische Abate Fetel sowie niederländische und belgische Conference anzutreffen. Deren Unterbringung erfolgte dank einer ansprechenden Kondition zwar in einem kontinuierlichen Maße, die Kunden sahen sich aber eher nach den Abladungen aus Übersee um.

Tafeltrauben
Die Vermarktung verlief recht uneinheitlich: Während auf einigen Plätzen von einem flotten Umschlag berichtet wurde, gestaltete sich die Abwicklung woanders sehr ruhig. Ein ebenso divergierendes Bild zeigten die Preise, die häufig auf dem Niveau der 16. KW verharrten, manchmal aber auch anstiegen oder nach unten tendierten. In München befanden sich Artikel mit Kernen wie Bonheur und Red Globe im Mittelpunkt des Interesses. Die Basis des Sortimentes bildeten Thompson Seedless und Crimson Seedless, die aus Chile, Südafrika und Indien stammten. Peru rundete mit wenigen Mengen die Warenpalette ab. In Frankfurt tauchten Iniagrape-One unter der Markenbezeichnung Maylen aus Chile auf: Die kernlosen dunklen Früchte sollten 18,- € je 4,5-kg-Karton kosten.

Zitronen
Es konnte ausschließlich auf spanische Partien zugegriffen werden. Dabei überwogen Primofiori, Verna waren eher selten. Die Güte überzeugte in der Regel. Dank einer steten Unterbringung bestätigten die Vertreiber ihre bisherigen Forderungen meistens. Hier und da konnten sie auf leichte Verteuerungen bestehen.

Bananen
Der Handel verlief in überaus ruhigen Bahnen. Die Nachfrage richtete sich schon eher auf den verdichteten Zustrom an Erdbeeren und auf den langsam stärker werden Zufluss an Steinobst aus. Zudem schränkte die Ferienzeit die Verkaufsmöglichkeiten immer noch ein wenig ein. Teils schwächelten daher die Notierungen der Erstmarke, teils die der Zweitmarken. Örtlich musste man sogar für das gesamte Sortiment Vergünstigungen gewähren. Verschiedentlich passte der Grad der Versorgung genügend zur Absatzintensität, sodass die Bewertungen auf einem recht konstanten Niveau verharrten. Lokal sackten die Preise der Erstmarke zunächst ab. Nach einer Angebotsverknappung bewegten sie sich vor dem Wochenende aber wieder aufwärts, ohne dass sich daraus Verteuerungen für die übrigen Offerten ergeben hätten.

Blumenkohl
Frankreich dominierte vor Italien. Die einheimischen Abladungen dehnten sich augenscheinlich aus. Dies führte an vielen Plätzen zu Vergünstigungen, da das Interesse mit der angewachsenen Verfügbarkeit nicht Schritt halten konnte. Dabei spielte die Herkunft der Partien eher eine untergeordnete Rolle. Meist rutschten die Preise der kompletten Warenpalette nach unten. Selbst die großen französischen Produkte verbilligten sich. Dies hatte aber nicht überall eine positive Wirkung auf die Umschlagsgeschwindigkeit. Die inländischen Chargen wurden inzwischen vermehrt in der 6er-Aufmachung angeboten. Belgien ergänzte die Szenerie mit geringen Mengen.

Salat
Bei Kopfsalat breiteten sich die belgischen und einheimischen Anlieferungen massiv aus, italienische rundeten das Geschehen ab. Da die Nachfrage etwas zu begrenzt war, mussten die Verkäufer ihre bisherigen Aufrufe häufig senken; manchmal auch recht deutlich. In München verteuerten sich indes schwere belgische Offerten. Bei Eissalat gab es nur spanische Erzeugnisse. Wegen Regen in den Anbaugebieten verminderte sich die Bereitstellung. Zudem ist der Saisonabschluss schon in Sichtweite. Dies sorgte für anziehenden Bewertungen, was wiederum in einer Verschlechterung der Unterbringungsmöglichkeiten mündete. Bunte Salate aus dem Inland wurden stetig beachtet und zu stabilen Preisen kontinuierlich aufgenommen. Endivien stammten aus Belgien und Italien. Trotz einer mitunter entschleunigten Abwicklung verharrten die Notierungen oftmals auf dem Niveau der 16. KW. Für belgischen und französischen Feldsalat konnten die Händler ihre Forderungen in Frankfurt leicht nach oben korrigieren.

Gurken
Die deutschen, niederländischen und belgischen Partien waren fast gleichberechtigt an den Geschäften mit Schlangengurken beteiligt. Die Verfügbarkeit intensivierte sich und überragte vielerorts das Interesse. Dies hatte aber nicht grundlegend Auswirkungen auf die Bewertungen, denn diese sackten nur hier und da ab, obwohl eine Räumung nicht täglich gelang. In Köln konnten die Vertreiber zum Wochenende hin sogar die Aufrufe für die belgischen Artikel erhöhen. Spanische folierte Produkte hatten insgesamt bloß ergänzenden Charakter. Die Vermarktung von niederländischen und inländischen Minigurken erfolgte mit einer gewissen Konstanz. Dennoch bröckelten die Notierungen meist ein wenig ab.

Tomaten
Die Niederlande dominierten vor Belgien. Spanien verschwand immer häufiger und auch die marokkanische Saison befand sich auf der Zielgeraden. Italienische und einheimische Früchte ergänzten. Die Versorgung intensivierte sich und war für die Unterbringungsmöglichkeiten zu umfangreich. Der Bedarf hatte sich nämlich ferieninduziert eingeschränkt. Die Verkäufer reagierten mit Vergünstigungen, um die üppig vorrätigen Erzeugnisse flotter abwickeln zu können. In Köln sanken insbesondere die Bewertungen der niederländischen Rispenware. Vereinzelte Varietäten konnten sich punktuell den Verbilligungen entziehen, so blieben in Hamburg die Forderungen für Kirschtomaten stabil.

Gemüsepaprika
Niederländische Partien herrschten vor, türkische und spanische rundeten die Vermarktung ab. Hier und da traten zudem belgische, französische und einheimische Artikel auf. Die Verfügbarkeit genügte nicht durchgängig, um die Nachfrage zu befriedigen. Also stiegen die Bewertungen an. Vor allem die gelben und roten Kultivare waren ab und an nur begrenzt erhältlich, was in merklichen Verteuerungen mündete. In Köln kletterten die Preise auf bis zu 20,- € je 5-kg-Karton, was postwendend zu einer Stagnation des Handels führte. Aufgrund der festen Notierungen disponierten die Vertreiber vermehrt Klasse-II-Offerten, die stetig umgeschlagen werden konnte. Grüne Produkte interessierten weniger und verbilligten sich daher.

Spargel
Deutschland prägte offensichtlich das Geschehen. Bei den weißen Stangen gab es zudem niederländische, polnische und griechische Artikel. Griechenland beteiligte sich außerdem im violetten Bereich. Im grünen Segment verkaufte man neben den deutschen noch spanische, mexikanische und peruanische Abladungen, die summa summarum aber nur eine kleine Rolle des spielten. Italien und Peru hatten sich aus dem Angebot verabschiedet. Die Geschäfte verliefen uneinheitlich: Während manche Märkte von einer freundlichen Beachtung berichteten, in dessen Folge eine Räumung in der Regel gelang, bauten sich an anderen Plätzen wegen eines zu geringen Bedarfs Bestände auf, die auch mit Vergünstigungen nicht entscheidend vermindert werden konnten. In Hamburg sorgte eine uneinheitliche Qualität für eine weite Bewertungsspanne bei den einheimischen grünen Erzeugnissen. In München kam es zunächst zu Verbilligungen, ehe sich zum Wochenende hin dann insbesondere die grünen Chargen wieder wegen begrenzter Anlieferungen verteuerten. In Berlin war die spanische Ware nicht so hochpreisig wie die einheimische, weshalb sie relativ flott abgewickelt werden konnte.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Vermehrt eintreffende spanische Pfirsiche und Nektarinen in den Kalibern A und B ließen sich zu 3,70 bis 5,15 € je kg bloß schwerlich unterbringen. Auch die ersten spanischen und italienischen Aprikosen waren mit 5,- bis 8,- € recht teuer. Das Interesse an Quitten konnte durch chilenische Zufuhren gedeckt werden. Wassermelonen trafen im größeren Umfang aus Marokko, dem Iran und Spanien ein. Zucchini und Auberginen blieben günstig. Bei Petersilie, Minze und Dill ergänzte das Inland die Importe aus Südeuropa. Dank der abflauenden Präsenz von mitteleuropäischen Haushaltszwiebeln stieg die Nachfrage nach australischen und neuseeländischen Offerten. Rote Zwiebeln stammten aus dem Iran und Ägypten.
Hamburg
Bei spanischen Pfirsichen und Nektarinen hemmten die hohen Eingangspreise den Absatz. Insbesondere für qualitativ unzureichende Früchte mussten die Forderungen daher nach unten korrigiert werden.
Köln
Neu zum Angebot hinzu stießen spanische Pfirsiche und Nektarinen, meist in der Größe A. Die Mengen generierten zu 5,- € je kg jedoch kaum Beachtung. Italienischer Staudensellerie bekam Konkurrenz aus dem Inland. In spärlicherem Umfang erhältlich waren Kohlrabi und Auberginen aus Deutschland.
München
Die Vermarktung von Himbeeren und Kulturheidelbeeren gestaltete sich witterungsbedingt zufriedenstellend. Ein freundlicher Zuspruch initiierte bei südeuropäische Melonen einen guten Absatz. Spanische Pfirsiche und Nektarinen lösten die chilenischen Offerten ab. Erste Süßkirschen und Aprikosen aus Spanien erweiterten das Steinobstsortiment. Grapefruits aus Spanien und den USA interessierten durchaus, israelische und türkische Chargen waren ausverkauft. Inländischer Rhabarber verbilligte sich. Die Preise von spanischen Zucchini und Auberginen zogen derweil leicht an. Inländischer Kohlrabi dehnte seine Präsenz aus, italienischer dominierte aber fortlaufend. Deutsche Mairübchen gewannen an Bedeutung.
Berlin
Mit Wochenbeginn trat spanisches Sommerobst verstärkt auf: Erste Aprikosen kosteten 6,50 € je kg. Bei Nektarinen verhinderte der unzureichende Geschmack und die hohen Forderungen von 13,- € je 4 kg eine flotte Unterbringung. Spanischen Pfirsichen erging es ähnlich und Paraguayos wurden erstmalig am Freitag zu 5,- bis 6,- € je kg angeboten. In einem intensivierten Rahmen abgeladene Wassermelonen fragte man mit steigenden Temperaturen geradezu exponentiell nach: Preise von 1,40 bis 1,80 € je kg für die kernarmen Früchte beschleunigten die Abwicklung.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 17 / 19
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Veröffentlichungsdatum: 06.05.2019

Schlagwörter

Apfel, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin