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Äpfel: Allmählich schoben sich die Importe aus der südlichen Hemisphäre in den Vordergrund

21. Juni 2019

Die Präsenz von Royal Gala aus Neuseeland, Chile, Argentinien und Brasilien wuchs an. Aus Neuseeland stammten zudem hauptsächlich Braeburn und Jazz. Chile beteiligte sich dagegen mit Pink Lady und Elstar am Geschäft.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Der Verkauf der Zufuhren aus Übersee verlief in einem normalen Rahmen. Hier und da tendierten die Notierungen wegen eines verstärkten Zugriffs aufwärts. Die Partien aus Deutschland, Italien und Frankreich generierten in der Regel eine ausreichende Beachtung. Daher verharrten ihre Preise oftmals auf dem Niveau der Vorwoche. Mengeninduziert konnten die Händler ihre Aufrufe sogar mancherorts anheben. Lediglich mängelbehaftete Exemplare, wie sie in Hamburg ab und an zu finden waren, mussten mit Vergünstigungen veräußert werden.

Birnen
Südafrika herrschte mit Abate Fetel und Packham`s Triumph vor und ergänzte mit Forelle und Williams Christ die Vermarktung. Chile sendete vorrangig Abate Fetel und Forelle. Argentinien schickte insbesondere Williams Christ. Birnen befanden sich nicht im Mittelpunkt des Interesses; Steinobst stieß auf mehr Zuspruch. Also gestaltete sich die Unterbringung mitunter recht langsam. Infolgedessen mussten die Vertreiber ihre Forderungen nach unten korrigieren. Die europäischen Produkte schlichen sich zunehmend aus dem Geschehen: Letzte italienische Abate Fetel sowie niederländische Conference spielten keine wichtige Rolle und tauchten nur noch vereinzelt auf.

Tafeltrauben
Die Zuströme von italienischen Black Magic und Victoria wuchsen augenscheinlich an. Auch die Präsenz ägyptischer Prime Seedless intensivierte sich. Chile, Südafrika und Peru verloren hingegen kontinuierlich an Bedeutung, gerieten somit ins Hintertreffen und verschwanden in Frankfurt sukzessive völlig aus dem Sortiment. Indische Thompson Seedless sowie Early Sweet hatten nur noch ergänzenden Charakter. Der Abverkauf verlief eigentlich ziemlich gut; eine Räumung klappte trotz der verstärkten Verfügbarkeit der italienischen Chargen. Allerdings waren dafür ab und an Vergünstigungen notwendig, da die Bereitstellung doch zu üppig ausfiel. In München erweiterten erste kernlose italienische Millenium die Warenpalette.

Erdbeeren
Deutschland dominierte vor den Niederlanden und Griechenland. Die Früchte litten anfangs vermehrt an organoleptischen Schwächen, hervorgerufen durch Regengüsse in den Anbaugebieten. Qualitativ exklusive Produkte waren knapp und wurden von den Kunden gesucht. Für sie musste man demnach durchaus tiefer in die Tasche greifen. Die von den Händlern geforderten 2,- € je 500-g-Schale konnten aber nicht immer durchgesetzt werden. Nach den Pfingsttagen gestaltete sich die Unterbringung unterschiedlich: Mancherorts beschleunigte sie sich, hier und da verlangsamte sie sich indes auch. Demnach entwickelten sich die Notierungen. Häufig stiegen die Bewertungen zum Wochenschluss hin wieder an, was die Umschlagsgeschwindigkeit nicht unbedingt verminderte.

Aprikosen
Spanische Anlieferungen überwogen vor französischen und italienischen. Erste türkische Zuckeraprikosen, Sekerpare, tauchten in München auf. Die Güte überzeugte, französische Orangered sprachen von der Optik her am meisten an. Durch das Wetter intensivierte sich die Nachfrage freundlich. Dennoch überragte die Verfügbarkeit die Verkaufsmöglichkeiten. Also mussten die Vertreiber des Öfteren Vergünstigungen gewähren, wenn sie Bestände vermeiden wollten. In München wiesen die spanischen Partien bereits konditionelle Probleme auf, was sich selbstredend negativ auf die Preise auswirkte. In Berlin gab es billige griechische Offerten, die recht beliebt waren. In Frankfurt verteuerten sich zum Wochenschluss die aromatischen italienischen Chargen ein wenig.

Kirschen
Spanien und die Türkei prägten das Geschehen. Italien und Griechenland komplettierten es. Die Versorgung dehnte sich insgesamt aus und das Qualitätsbild verbesserte sich zusehends. So trafen häufiger größere und exklusiv ausgefärbte Erzeugnisse ein, die sich flott abwickeln ließen. Vor allem die türkischen Napoleon stießen auf eine gute Beachtung. Doch auch spanische California hatten ihre Fans, da sie günstiger als die türkische Konkurrenz waren. Die angewachsenen Abladungen führten in der Regel zu reduzierten Bewertungen. Die inländische Saison kam langsam ins Rollen: Konnte man in der Vorwoche lediglich kleine Produkte erwerben, stiegen inzwischen großfruchtige in die Vermarktung mit ein. Diese waren aber nicht permanent ansprechend ausgefärbt und hatten mancherorts einen zu kleinen Durchmesser, sodass sich ihr Umschlag ziemlich beschwerlich gestaltete.

Zitronen
Infolge der Hitze schränkten sich die Unterbringungsmöglichkeiten ein. Also senkten die Vertreiber ihre Aufrufe, um den Verkauf zu beschleunigen. Dies klappte aber nicht immer. Spanische Verna dominierten monopolartig das Sortiment. Südafrika und Argentinien ergänzten bloß hier und da mit spärlichen Mengen.

Bananen
Die Nachfrage zeigte sich eher verhalten. Schuld daran waren teils die Ferien, teils die sommerlichen Temperaturen. Einige Vertreiber mussten ihre Forderungen etwas reduzieren, um Überhänge zu vermeiden. Örtlich galt das für die gesamte Produktpalette. Lokal vergünstigten sich lediglich die Zweitund Drittmarken. Andere hatten den Zufluss aus den Reifereien derart passend auf den unaufgeregten Bedarf abgestimmt, dass sie die Bewertungen für gewöhnlich auf ihrem bisherigen Niveau belassen konnten. Verschiedentlich standen speziell die Drittmarken im Fokus der Kunden. Punktuell verbesserte sich ab Donnerstag der Zugriff, was nur graduelle Auswirkungen auf die Notierungen hatte.

Blumenkohl
Einheimische Offerten dominierten, belgische und polnische traten in einem sehr geringen Rahmen nur lokal auf. Das sommerliche Wetter bremste das Interesse. Parallel dazu dehnte sich aber die Verfügbarkeit aus. Beide Handlungsstränge mündeten unweigerlich in Vergünstigungen, die auch mal merklicher ausfielen. Insbesondere die großen Erzeugnisse waren von den Verbilligungen betroffen. Bloß in Köln verteuerten sich die wenigen belgischen Abladungen.

Salat
Bei Kopfsalat bestimmte Deutschland vor Belgien das Geschehen. Der Bedarf konnte trotz eingeschränkter Zufuhren problemlos gedeckt werden. Dieser zeigte sich in München anfangs stärker als zum Wochenende hin. Die Notierungen verharrten häufig auf bisherigem Niveau. Nur in Frankfurt und Hamburg kam es zu mengeninduzierten Verbilligungen. Bei Eissalat verschwand Spanien zunehmend aus der Vermarktung; Deutschland herrschte vor, die Niederlande ergänzten. Die Versorgung stieg an und überragte die Nachfrage. Also bröckelten die Preise meistens ab. Lediglich in Köln verteuerten sich die niederländischen Artikel. Bunte Salate gewannen an Bedeutung und die Bereitstellung weitete sich aus. Da die Partien aber nicht genügend Zuspruch generierten, mussten die Vertreiber ihre Forderungen immer wieder absenken. Endivien sowie Feldsalat wurden kontinuierlich abgewickelt und die Bewertungen blieben oftmals konstant.

Gurken
Die Niederlande, das Inland sowie Belgien bildeten das Fundament des Sortimentes bei Schlangengurken. Spanien komplettierte es. Das Interesse war nicht besonders stark ausgeprägt, es konnte ohne Anstrengungen gestillt werden. Die Preise wurden zu Wochenbeginn nach unten korrigiert. Mancherorts hielt dieser Trend über den Donnerstag hinweg an. Speziell die belgischen Offerten verbilligten sich. Minigurken stammten aus den Niederlanden und Deutschland und wurden mit einer gewissen Stetigkeit umgeschlagen. Die Notierungen fielen ab, allerdings nicht so einschneidend wie bei den Schlangengurken.

Tomaten
Das Angebot setzte sich überwiegend aus niederländischen, belgischen und einheimischen Chargen zusammen. Italien, Frankreich und Spanien hatten eher ergänzenden Charakter und beteiligten sich nur mit wenigen Mengen am Geschäft. Die Verfügbarkeit wuchs an und der Bedarf konnte problemlos befriedigt werden. Die Notierungen zogen an einigen Plätzen an, da sich die Unterbringungsmöglichkeiten verbesserten. So verteuerten sich in Hamburg beispielsweise die gesamte Warenpalette und in München vor allem die Rispentomaten. Trotz der angehobenen Forderungen blieb die Nachfrage in der Regel freundlich. In Frankfurt befanden sich einzig die günstigen mitteleuropäischen Rispenpartien im Mittelpunkt. In Hamburg führten Werbemaßnahmen des LEH zu einer gesteigerten Beachtung. Lediglich in Köln kam es stellenweise zu Verbilligungen.

Gemüsepaprika
Die Niederlande dominierten vor der Türkei und Belgien. Deutsche und marokkanische Produkte rundeten das Sortiment ab. Das Interesse zeigte sich durchaus positiv und es herrschte ein steter Umschlag vor. Die Notierungen tendierten in der Mehrzahl aufwärts, da die Anlieferungen doch eher knapp waren. In Frankfurt griff man gerne bei den gelben Kultivare zu, da diese günstiger als die roten waren. In München bröckelten die Bewertungen manchmal ab, weil sich die Versorgung ausdehnte. In Berlin kletterten die Preise bis auf 15,- € je 5-kg-Karton, was aber von den Käufern akzeptiert wurde.


Weitere Informationen
Frankfurt
Die Präsenz von einheimischen Strauchbeeren wuchs kontinuierlich an. Bei Johannisbeeren und Stachelbeeren dominierten mittlerweile die 500-g-Standardschalen. Die Abladungen von inländischen Heidelbeeren in 200- und 250-g-Schalen intensivierten sich sprunghaft. Nachdem in der letzten Woche die Stabilität von Himbeeren zu wünschen ließ, tauchten in der 24. KW wirklich exklusive Chargen ein. Die ersten grünen italienischen Feigen waren empfindlich und mussten daher schnell umgeschlagen werden. Erste Stangenbohnen aus dem geschützten Anbau wurden zu 16,- € je 4-kg-Karton offeriert. Sehr schöne deutsche Zucchini kosteten zwischen 5,50 und 7,- €, belgische und spanische Artikel bis zu 8,- € je 5-kg-Kiste. Inländischer frischer Knoblauch wurde zu 25,- bis 26,- € je 4-kgKiste freundlich aufgenommen. Die Bereitstellung von Pfifferlingen stieg täglich an, bei Steinpilzen blieb der Markt knapp versorgt.
Hamburg
Erste einheimische Kulturheidelbeeren kosteten 2,30 € je 250-g-Schale. Wassermelonen aus Mitteleuropa wurden zu 0,85 € je kg positiv aufgenommen. Für grüne und rote Stachelbeeren mussten 2,70 € je kg bezahlt werden. Orangen der Sorte Valencia Late wickelte man zu 11,50 € je 15-kg-Kiste ab. Lauch aus Portugal wurde zu 1,95 € je kg veräußert. Erste norddeutsche Erbsen trafen zu 2,60 € je kg ein. Für Pfifferlinge aus Osteuropa musste man zwischen 12,50 und 16,50 € je kg und für erste Steinpilze aus Rumänien 22,- € je kg aufbringen.
Köln
Etwas freundlicher gestaltete sich die Aufnahmefähigkeit bei Beerenobst. Vor allem einheimische Himbeeren sowie Blaubeeren waren zumindest am Wochenende interessant. Am Markt kamen erste Zucchini und Radicchio aus Deutschland an. Polen trat mit Bobbybohnen in Erscheinung.
München
Neben spanischen standen ab Mittwoch auch erste italienische Frischfeigen bereit. Der Bedarf an Wassermelonen, Mangos und Limetten aus dem Mittelmeerraum verbesserte sich dank des sommerlichen Wetters nochmals. Für spanische Orangen fanden sich hingegen kaum Käufer; mit dem Eintreffen erster südafrikanischer Lieferungen wird in der 25. KW gerechnet. Das Angebot an einheimischen Zucchini dehnte sich aus. Erster inländischer Wirsing wurde kaum nachgefragt. Die Präsenz von deutschem Weißkohl stieg an. Pfifferlinge und Steinpilze stießen speziell von der Gastronomie auf Beachtung; die Preise sanken mengenbedingt deutlich.
Berlin
Spanische Wassermelonen bekamen Konkurrenz aus Marokko und vereinzelt aus Italien. Marokkanische Importe waren etwas günstiger, die spanischen Früchte indes kernarm. Beide Herkünfte räumten dabei zügig und wurden oftmals in einem sehr umfangreichen Rahmen umgeschlagen.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 24 / 19
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Veröffentlichungsdatum: 21.06.2019

Schlagwörter

Apfel, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin