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Paradiesische Aussichten! Der Startschuss für die Apfelsaison 2019 ist gefallen

27. August 2019

Deutsche lieben Äpfel. Schon seit Generationen. Nicht zuletzt deshalb hat der Apfelanbau hierzulande eine jahrhundertealte Tradition – zurück bis ins achte Jahrhundert, um genau zu sein. Entsprechend erfahren sind auch die heimischen Apfelerzeuger, die zwischen Altem Land und Bodensee auf insgesamt rund 34.000 Hektar Apfelanbau betreiben. Damit gehen rund 70% der Anbaufläche für Baumobst auf das Konto der Äpfel – dessen größte Anbaugebiete übrigens in Baden-Württemberg (ca. 12.000 Hektar) und Niedersachsen (ca. 8.500 Hektar) liegen.*  (*Quelle AMI-Analyse auf Basis des GfK Panels/Stala)

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
Bildquelle: Shutterstock.com

Erste frühe Sommer-Sorten sind bereits am Markt. In Kürze beginnt auch die Erntesaison für die Lagersorten.

Gutes Wetter, aber nicht ohne Kapriolen

Dass der Apfelanbau bisweilen keine leichte Aufgabe für die Erzeuger ist, haben die letzten Jahre gezeigt. 2017 fiel die Ernte bedingt durch die späten Frühjahrsfröste um ein Drittel niedriger aus als üblich – weil bereits die Blüten erfroren. 2018 gab es dann eine lange Hitzeperiode gepaart mit extremer Trockenheit – und dann doch noch eine Rekordernte. Klimabedingt allerdings bisweilen mit kleineren Früchten und manchmal – tatsächlich! - sogar mit Sonnenbrand! Zweifelsfrei hat der Sommer 2018 den Bäumen zugesetzt. Doch wer Angst hat, die klimatischen Extreme des letzten Jahres führen nun zu Apfel-Engpässen, kann sich beruhigt zurücklehnen. Die Apfelbauern haben sowohl Mehrkosten als auch Mehraufwand in Kauf genommen und vorgebeugt. Ihrem Einsatz, teils mit zusätzlicher Bewässerung und Investitionen in Hagelnetze, Frostschutz- und Beregnungsanlagen ist es zu verdanken, dass die Effekte des letzten Sommers minimiert werden konnten und die Prognose für die diesjährige Ernte nicht deutlich schlechter ausfällt.

Mit 912.000 Tonnen wird eine ordentliche, wenn auch um 17% geringere Ernte als 2018 erwartet.** (**Zentralverband WAPA)

„Auch wenn an der einen oder anderen Stelle in Deutschland etwas mehr Schäden durch Hagel eingetreten sind, als in anderen Jahren,“ ist Jens Anderson von der Erzeugerorganisation Elbe Obst guter Dinge. „Die Ware hat lediglich optische Schäden. Der Lebensmitteleinzelhandel wird deshalb für den preisbewussten Konsumenten in der kommenden Saison etliche Aktionen mit Ware zur Verarbeitung anbieten – in Tragetaschen oder Körben und entsprechend gekennzeichnet.“

Das liebste Obst der Deutschen

DOGApfelbäckchen kommen nicht von ungefähr!18 Kilo der leckeren Früchte verspeiste jeder Deutsche durchschnittlich im letzten Jahr. Damit sind Äpfel erneut das beliebteste Obst der Deutschen. Dass ihnen vor allem Früchte aus heimischem Anbau gut schmecken, zeigen die Einkaufs- und Konsummengen. 86 Prozent der deutschen Haushalte sind Apfelkäufer und nehmen beim Einkauf rund 14 mal pro Jahr etwa eineinhalb Kilo Äpfel mit. Über das Kassenband der Supermärkte rollen dabei vor allem die Allzeit-Lieblinge der deutschen Apfel-Konsumenten: Elstar und Braeburn.

Die 10 Lieblingssorten der Deutschen (Januar - Juni 2019) sind*:

1.       Elstar (17,5 %)
2.       Braeburn (15,4 %)
3.       Jonagold/Jonagored (12,7 %)
4.       Pink Lady/Cripps Pink (7,2 %)
5.       Gala (7,0 %)
6.       Kanzi (2,6 %)
7.       Golden Delicious (2,3 %)
8.       Pinova (1,6 %)
9.       Cox Orange/Holsteiner Cox (1,3 %)
10.   Cameo, Rubens, Honeycrunch (0,5 %)
(*Quelle AMI-Analyse auf Basis des GfK Panels)


Quelle: Deutsches Obst und Gemüse

Veröffentlichungsdatum: 27.08.2019

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