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Österreichische Hagelversicherung: 250 Mio. Euro Schaden in Landwirtschaft durch Wetterextreme in 2017

04. Oktober 2017

"Das heurige Jahr hat bis dato wieder eindeutig gezeigt: Die Erderwärmung mit all ihren Folgen macht vor Kontinenten und Landesgrenzen nicht halt. Der Klimawandel ist bei uns angekommen und bringt große Herausforderungen für die Landwirtschaft. Die Konsequenzen sind auch in Österreich massiv zu spüren. In der jahreszeitlichen Abfolge verursachten der Spätfrost Ende April, Überschwemmungen, Hagelunwetter mit Sturm und die Trockenheit einen Gesamtschaden von aktuell rund 250 Mio. Euro in der Landwirtschaft, davon alleine 140 Mio. Euro durch die Trockenheit insbesondere im Norden und Osten", so der Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Hagelversicherung, Kurt Weinberger, in einer ersten Bilanz. 

Foto Österreichische Hagelversicherung
LK-Kärnten Präsident ÖR Ing. Johann Mößler, Präsidentin Ökosoziales Forum Europa Elisabeth Köstinger, Vorstandsvorsitzender Österreichische Hagelversicherung Dr. Kurt Weinberger. Foto Österreichische Hagelversicherung

Meteorologische Fakten hinterlassen ein Bild der Verwüstung - 220 Schadensmeldungen pro Tag in der Schadenssaison aufgrund von Hagel, Frost, Dürre und Überschwemmung

Der wärmste März der mehr als 250-jährigen Messgeschichte mit 3,5 °C über dem langjährigen Mittel verursachte einen (im Durchschnitt) um 14 Tage früheren Vegetationsbeginn. Temperaturen von bis zu minus 6 Grad Celsius verursachten vor allem in den frühen Morgenstunden des 21. April 2017 in der Ost- und Südhälfte - nach 2016 - erneut schwere Frostschäden in der Landwirtschaft. Gesamtschaden in der Landwirtschaft durch den Spätfrost: 70 Millionen Euro

Laufende Hagelunwetter mit Sturm, Starkniederschlägen und resultierenden Überschwemmungen führten in den folgenden Monaten über ganz Österreich zu einem Gesamtschaden von rund 40 Millionen Euro in der Landwirtschaft. Alleine die Unwetter am Abend des 10. Juli 2017 - verbunden mit einem Tornado - verursachten im Süden von Wien und im angrenzenden Niederösterreich 15 Millionen Euro Schaden.

Der zweitwärmster Juni mit vielerorts um 55 % weniger Regen - im Norden und Osten war es sogar der trockenste Juni seit 67 Jahren - und in Summe der drittwärmste Sommer der Messgeschichte führten zu mehr als 140 Millionen Euro Schaden alleine durch Dürre.

„Diese Wetterereignisse zeigen, dass ein Risikomanagement zunehmend für das wirtschaftliche Überleben in der Landwirtschaft unverzichtbar ist“, so Weinberger.

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Quelle: Österreichische Hagelversicherung

Veröffentlichungsdatum: 04.10.2017

Schlagwörter

Österreichische Hagelversicherung, Euro, Schaden, Landwirtschaft, Wetterextreme