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Österreich: Konzentration im Lebensmittelhandel hat weiter zugenommen

25. September 2018

Die drei größten Lebensmittelhandelsketten Rewe (Billa, Merkur, Penny), Spar und Hofer dominieren den österreichischen Lebensmitteleinzelhandel und verfügen mittlerweile über einen Marktanteil von 83,9%. Dies ist ein weiterer Anstieg der Marktkonzentration, das zeigt laut APA eine Auswertung des Unternehmens RegioData, das Händler bei der Standortsuche berät, so das Agrarisches Informationszentrum aiz.info.

Bildquelle: Shutterstock.com LEH
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Der stationäre Lebensmittelhandel wies in Österreich schon bisher eine beispiellos hohe Konzentration auf, diese ist in den vergangenen Jahren weiter gestiegen. Erreichten 2005 die Top-Fünf-Supermärkte noch einen Marktanteil von 88%, so haben sie heute bereits knapp 95%. International werden laut RegioData nur in Finnland, Norwegen und Schweden ähnlich hohe Konzentrationsgrade gemessen, heißt es.

Da mehr als vier von fünf Österreichern bei Rewe, Spar oder Hofer einkaufen, bedienen die Supermarktketten eine entsprechend große Konsumentenmenge. Damit einher geht eine große Marktmacht, auch gegenüber Großhändlern und den Lieferanten aus der Lebensmittelindustrie. Markenartikelhersteller stehen laut RegioData beispielsweise vor der Problematik, dass, wenn ein neues Produkt bei Rewe oder Spar nicht gelistet wird, dieses wohl kaum Chancen hat, in Österreich erfolgreich zu sein, so aiz.info.

In den meisten Branchen liegt die Marktkonzentration der fünf größten Marktteilnehmer bereits bei über 70%. Ausnahmen sind nur der Bekleidungs- und der Schuhhandel. Eine künftige weitere Erhöhung des Konzentrationsgrades ist vor allem in der Baumarktbranche und im Elektro-/Elektronikhandel zu erwarten.

Quelle: aiz.info

Veröffentlichungsdatum: 25.09.2018

Schlagwörter

Konzentration, Lebensmittelhandel