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Österreich: Birnenmarkt im Wandel - Produktionsbetriebe rückläufig, Anbaufläche ausgeweitet

05. Oktober 2018

Birnen gehören zur Kernobstgruppe und führen im direkten Vergleich mit Äpfeln ein Nischendasein. Dabei sind sie sehr gesund. Ein hoher Balaststoffgehalt regt die Verdauung an, Kalium wirkt entschlackend und entwässernd. Ausserdem sind Birnen säurearm und sehr verträglich, heisst es im aktuellen AMA-Marktbericht Obst und Gemüse - Marktübersicht Birnen.

Bildquelle: Shutterstock.com Birnen
Bildquelle: Shutterstock.com

Der Großteil der am Markt verfügbaren Sorten geht auf intensive Züchtungsarbeit im 18. und 19. Jhdt., vor allem in Frankreich und Belgien, zurück, so der Agrarmarkt Austria (AMA).

Auch in den letzten Jahren und Jahrzehnten entstanden neue, wichtige Sorten wie zum Beispiel die robuste Uta, die vor allem im Bio- Anbau ihre Verwendung findet, oder die Concorde, eine Kreuzung der Vereinsdechantsbirne mit Conference. Die Concorde zeichnet sich durch ihren kompakten Wuchs, hohe Erträge und ihre geringe Anfälligkeit für Schorf und andere Krankheiten aus.

Für die optimale Ausbildung der Früchte benötigen beinahe alle Birnensorten einen vorwiegend trockenen, warmen Standort. Die Anlagen sollten über tiefgründige, nährstoffreiche Böden, mit guter, von Staunässe freier Wasserversorgung verfügen. Um den Erfordernissen des Marktes zu entsprechen ist auch die Kulturtechnik der Birnenproduktion einem steten Wandel unterworfen.

Selbst Wintersorten lassen sich ohne CA- Kühlung nur wenige Wochen lagern. Sommersorten wie Williams Birne, Abate Fetel oder Clapps Liebling müssen allsbald konsumiert bzw. weiterverarbeitet werden. Nach einer kurzen Phase der Genussreife werden sie mehlig oder fleischbraun. Birnen werden, nicht zuletzt wegen ihrer sortenspezifisch, mäßigen Kondition, neben ihrer Verwendung zum Frischverzehr in erheblichen Umfang als Nasskonserve haltbar gemacht, gepresst oder anderweitig veredelt.

Die Erhebung der Erwerbsobstanlagen 2017 der Statistik Austria - Stand 09/2018 zeichnet ein klares Bild. Der allgemeine Strukturwandel in der Landwirtschaft spiegelt sich auch in der Birnenproduktion wieder. Während die Anzahl der Betriebe seit der letzten Erhebung annähernd unverändert ist, ist mit -18 % zum langjährigen Schnitt ein klarer Negativtrend festzumachen. Insbesondere das Burgenland, die Steiermark und Vorarlberg hatten in den letzten Jahren mit -39 % bzw. ex aequo -23 % besonders starke Rückgänge zu verbuchen. Im Gegensatz dazu konnten Oberösterreich und Kärnten einen Zuwachs an Produktionsbetrieben verzeichnen.

Weitere Informationen.
https://www.ama.at/marktinformationen/obst-und-gemuse/aktuelle-informationen

Quelle: Agrarmarkt Austria AMA-Marktbericht Obst und Gemüse - Marktübersicht Birnen

Veröffentlichungsdatum: 05.10.2018

Schlagwörter

Birnen, Markt, Produktionsbetriebe, Anbaufläche